Pavillon oder Pergola – was ist die bessere Alternative für die Terrasse?

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Grillfeste, Kaffee und Kuchen oder ein entspanntes Barbecue: Besonders in den warmen Monaten gibt es wenig Schöneres, als mit Freunden oder der Familie auf der Terrasse die Natur zu genießen. Doch gerade an heißen Sommertagen wäre es oft wünschenswert, sich gegen die Sonnen- und UV-Strahlung schützen zu können. Einen guten Schutz vor dem Wetter bietet eine natürliche Überdachung, nur sehen mobile Pavillons oft eher nach Zeltplatz denn nach einer stilvollen Veranda aus. Die deutlich attraktivere Alternative ist hier ein fest installierter Pavillon oder seine moderne Variante, die Pergola. Was der Unterschied zwischen den beiden Vorbauten ist und welche Vor- und Nachteile sie jeweils für Immobilienbesitzer haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der Pavillon – mobile Alternative für Eilige

Das Wort Pavillon stammt vom lateinischen Begriff „papilio“ für Schmetterling und steht schon seit spätrömischer Zeit für eine viereckige Zeltkonstruktion. Woher der Bedeutungswandel kam, ist unklar, jedenfalls steht Pavillon heute allgemein für eine rechteckige Überdachung im Garten oder auf der Terrasse. Fest installierte Pavillons sind überwiegend aus Holz und bieten einen guten Schutz gegen Wind und Wetter, aber auch vor übermäßiger Sonneneinstrahlung im sommerlichen Garten. Ihr Vorteil ist, dass sie im Gegensatz zu ihrer mobilen Variante recht standfest sind und nicht immer wieder neu aufgebaut werden müssen. Allerdings eignen sich Pavillons meist nicht als fester Anbau vor einem Gebäude, sondern müssen auf einem Unterbau frei stehend installiert werden. Zudem besteht das Dach oft nur aus dünnen Textil-Stoffen, was in Verbindung mit der Holzkonstruktion zu einer gewissen Witterungsanfälligkeit führt.

Die Pergola – standfest mit flexibel einstellbarem Dach

Die modernere Verwandte des Pavillons ist die sogenannte Pergola. Ihr Name stammt ebenfalls aus dem Lateinischen (pergula) und steht für „Anbau“. In den Villen des alten Roms dienten diese Vorbauten dazu, einen schattigen Übergangsbereich zwischen dem Haus und der Terrasse zu bilden. Auch die Pergola ist eine rechteckige Überdachkonstruktion, allerdings wird sie in der Regel als deutlich massivere Metallkonstruktion ausgeführt, die an einer Seite fest mit der Fassade des Hauses verbunden wird. Dadurch erscheint sie optisch als echter Gebäudeteil und kann dank verschiedener Kombinationsmöglichkeiten in Farbe und Form ganz dem Stil des eigentlichen Hauses angepasst werden. Eine weitere Besonderheit der Pergola ist zudem ihre Dachkonstruktion: Eine Anbaupergola – moderne Überdachung für die Terrasse orientiert sich ganz an ihrem spätantiken Vorbild und ist mit speziellen Lamellen ausgestattet. Diese können je nach gewünschtem Sonneneinfall verstellt werden, um Halb- oder Vollschatten oder eine größtmögliche Sonneneinstrahlung zu erzeugen. Das Lamellendach funktioniert dabei wie eine Art Jalousie: Die einzelnen Elemente werden über einen kleinen Elektromotor gedreht, bis die gewünschte Position erreicht ist. Dabei kann die Pergola samt motorisiertem Lamellendach im Gegensatz zum klassischen Pavillon auch im Winter zum Einsatz kommen: In geschlossenem Zustand geben die Lamellen einen sicheren Schutz vor Wind und Wetter und schützen so auch Garten- und Terrassenmöbel zuverlässig vor Feuchtigkeit und Niederschlag.

Fazit

Je nach konkretem Einsatzbereich hat jede Variante wohl ihre Berechtigung. Während Pavillons etwas günstiger in der Anschaffung sind und sich vor allem für den vorübergehenden Einsatz während der Sommermonate eignen, sind Pergolen feste Anbauten für die Terrasse, die das ganze Jahr über die Nutzung der Terrasse erlauben. Dabei ist die Metallkonstruktion einer Pergola gegenüber einem Holz-Pavillon zudem etwas pflegeleichter und vor allem witterungsbeständig. Ein weiterer Pluspunkt für die Pergola ist zudem ihre ausfeilte Dachkonstruktion: Indem die Lamellen jederzeit verstellt werden können, lässt sich individuell auf die Wetterverhältnisse reagieren. Nicht zuletzt bietet eine Pergola nicht nur Schutz vor Sonne und Regen, sondern kann je nach Bedarf auch Rankhilfe für Pflanzen oder als dekoratives Element im Garten eingesetzt werden. Wer daher auf der Suche nach einer ganzjährigen Lösung für die Terrassenüberdachung oder Raumtrennung im Garten sucht, sollte die Errichtung einer solchen Pergola einmal in Betracht ziehen.