Keine Arbeit und Geld verdienen? Das muss durch passives Einkommen kein Widerspruch sein. Ein passives Einkommen kann sich hierbei durch den Besitz einer Immobilie ergeben. Durch den Besitz der Immobilie kann man nämlich Mieteinnahmen erzielen, wenn man diese vermietet. In welcher Höhe hier das Einkommen anfällt, hängt natürlich im Wesentlichen von der Anzahl der Mietflächen ab und damit der Anzahl der Mieter und den Miethöhen.

Ist es tatsächlich passiv das Einkommen?

Sicherlich werden sich jetzt manche Leser fragen, kann man durch eine Immobilie tatsächlich passives Einkommen haben? Diese Frage kann man mit Ja beantworten. Dieses Ja ist aber nur dann richtig, wenn man alle anfallenden Arbeiten zu Lasten vom eigenen Gewinn und damit vom Einkommen in fremde Hände gibt. Natürlich gibt es mit einer Immobilie eine Menge Arbeit. Eine Immobilie muss man instand halten, es fallen immer wieder Reparaturen an und möchte man diese vermieten, so hat man hier auch als Vermieter noch Verpflichtungen. Zum einen muss man seine Immobilie für neue Mieter bewerben, Mietverträge abschließen, aber zum Beispiel auch entsprechende Abrechnungen jedes Jahr durchführen, wie die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen. Und gibt es Ärger in der Immobilie, sei es unter den Mietern oder zahlt ein Mieter nicht, so muss man sich auch darum als Besitzer der Immobilie kümmern. Diese Aufgaben kann man selber durchführen als Immobilienbesitzer oder man vergibt sie an eine Hausverwaltung oder man stellt einen Hausmeister an. Beides ist möglich, gerade wenn man so wenig wie möglich mit der Immobilie zu tun haben möchte, weil man die Immobilie nur als passive Einkommensquelle besitzt. Doch wie schon erwähnt, fallen hierzu Kosten an. Und diese Kosten, gerade wenn es sich um typische Verwaltungsaufgaben, wie die Erstellung einer Nebenkostenabrechnung handelt, kann man seinen Mietern auch nicht in Rechnung stellen. Vielmehr gehen diese Kosten zu Lasten vom Gewinn, den man aus der Vermietung erwirtschaftet. Dem muss man sich bewusst sein, je nachdem für welches Modell, ob passives Einkommen oder aber Vermieter-Tätigkeit entscheidet. Weil es davon letztlich abhängt, ob das passive Einkommen überhaupt relevant in der Höhe ist oder nicht.

Gibt es Risiken

Unabhängig davon ob man seine Immobilie selber verwaltet oder diese verwalten lässt, es gibt immer ein Risiko. Und diesem Risiko sollte man sich, auch wenn die Möglichkeit von einem passiven Einkommen auch sehr verlockend sein mag, immer bewusst sein. Risiken kann hier sein, wenn zum Beispiel ein Mieter nicht bezahlt. Bezahlt ein Mieter nicht, hat man keine Einnahmen aus dieser Vermietung. Im Gegenzug hat man aber weiterhin laufende Kosten in der Immobilie und auch Kosten für einen Rechtsstreit. Risiken können sich aber auch ergeben, wenn zum Beispiel Investitionen aufgrund von Schäden in der Immobilie getätigt werden müssen. Beispielhaft ist hier ein Wasserschaden durch einen Rohrbruch zu nennen. Solche Kosten kann man nicht auf seine Mieter umlegen, sondern man muss diese Kosten selber tragen. Finanzielle Risiken können aber auch wo anders lauern, zum Beispiel aufgrund vom Bundesland und der Kommune. Wird hier vor der Immobilie die Straße saniert, so können die Anlieger als Besitzer der Immobilien zu den Kosten herangezogen werden. Gerade da die Risiken sehr vielfältig sein können, sollte man sich diesen immer bewusst sein.