Eine Kirche ist ein Bauwerk, das von einer oder einigen christlichen Konfessionen zum Gottesdienst und zum Gebet genutzt wird. Kirchen gelten, ausgehend vom griechischen Wort Κυριακή οικία (dem Herrn gehörendes Haus), als ein Gotteshaus. Kirchenbauten werden zusammen mit den Bauwerken von anderen Religionen übergreifend Sakralbauten genannt. Mehr über Kirchenformen und deren Ausstattung erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Kirche als historisches Gebäude

Bei der Kirche handelt es sich um den zentralen Ort von dem Gottesdienst der römisch-katholischen, orthodoxen, alt-katholischen, iroschottischen, evangelischen und anglikanischen Gemeinden. Daher dient die Kirche der gemeinsamen Andacht, der Versammlung der Glaubensgemeinschaft, der Verkündung des Wortes Gottes, der Spende und dem Empfang von Sakramenten.

Innerhalb der römisch-katholischen Kirche handelt es sich bei der Kirche um ein Gebäude, das heilig und für den Gottesdienst bestimmt ist. Gläubige haben darin das Recht, freien Zugang zu haben, damit der Gottesdienst öffentlich ausgeübt werden kann. Eine Kirche war für Martin Luther nur dann ein Gotteshaus, sofern die Christen dort zusammenkommen, predigen, zuhören, beten und das Sakrament empfangen. Nach Luther besitzt der Kirchenbau selbst keine Heiligkeit. Der reformierte Theologe Heinrich Bullinger sah das ähnlich. Für ihn war eine Kirche heilig aufgrund des heiligen Gebrauchs. Dies erfolgt durch den gottesdienstlichen Gebrauch des Gebäudes durch die Gemeinde, die auf einer Bank sitzen, beten, der Predigt zuhören und das Sakrament empfangen.

Welche Arten von Kirchen gibt es in Europa?

Es gibt verschiedene Arten von Kirchen. Diese werden in diesem Abschnitt vorgestellt.

  • Pfarrkirche
  • Klosterkirche
  • Stiftskirche
  • Kathedrale
  • Dom
  • Münster
  • Dorfkirche
  • Predigtkirche
  • Votivkirche
  • Gedenk- und Gedächtniskirche
  • Basilika
  • Wegekirche
  • Wehrkirche
  • Notkirche

Welche Architektur bieten Kirchen?

Vier Grundrissen folgt der christliche Kirchenbau nach dem mittelalterlichen und dem frühzeitlichen Ideal. Ein fünfter Grundriss, die Querkirche, kam nach der Reformation hinzu. Ein Großteil von den Kirchengebäuden entspricht bis ungefähr zur Mitte des 20. Jahrhunderts einem von diesen Grundschemen. Seitdem gibt es im modernen Kirchenbau zahlreiche verschiedene Bauformen. Ein sechster Grundriss ist die Predigtkirche. Es gibt die Grundformen Basilika, Hallenkirche, Saalkirche, Chorturmkirche, Zentralbau, Querkirche und Predigtkirche.

Bei einem traditionellen europäischen Kirchenbau sind die architektonischen Hauptteile der Chor (Altarhaus), das Langhaus und das Querhaus. Häufig besitzt die Fassade einen Turm oder auch zwei Türme. In der Regel ist das Langhaus mehrschiffig, das heißt, es besitzt ein Mittelschiff sowie zwei oder vier Seitenschiffe.

Generell waren Kirchenbauten im Mittelalter nach Osten ausgerichtet (geostet). Einerseits symbolisiert diese Orientierung den Erlöser Jesus Christus, der das Licht des Glaubens wie der Sonnenaufgang bringt. Andererseits bezieht sich diese Orientierung auf die Lage Jerusalems, der sich von Europa aus gesehen im Osten befindet. Der Petersdom in Rom ist eine bedeutende Ausnahme, da dieser „gewestet“ ist. In der Neuzeit hielt sich das Prinzip der Ostung nicht durch, es spielt bei Zentralbauten ohnehin oftmals keine Rolle.

Die kirchliche Ausrüstung in einem Gotteshaus

Innere Altertümer der Kirche sind von Konfession zu Konfession verschieden. Hierbei gehören zur kirchlichen Ausrüstung Einrichtungsstücke einer Kirche wie Kirchenbänke und bewegliche sowie unbewegliche Dinge, die kirchlichen Riten und der Liturgie dienen. In den verschiedenen Kirchen unterscheiden sich die Funktion und Anzahl der Ausstattungsstücke wegen der verschiedenen konfessionellen Ausprägungen zum Teil deutlich. Reformierte Kirchen zum Beispiel sind sparsam ausgestattet, während römisch-katholische Kirchen reich ausgestattet sind. Zudem nehmen evangelisch-lutherische sowie altkatholische Kirchen hierbei eine Mittelposition ein.

Doch oftmals gibt es einen Altar oder Altarraum, ein Sakramentshaus, ein Kreuz und Kruzifix, eine Ambo und eine Kanzel, Paramente und ein liturgisches Gerät, ein Taufbecken, Reliquiare, ein Weihwasserbecken, Malerei und Plastiken, Grabdenkmäler, Glocken, eine Orgel, Ausstattung für Festzeiten, Kirchenstühle und Stände. Hierbei ist eine Kirchenbank meist eine Holzbank, die mit hochwertigem Buchen Holz hergestellt wurde. Solche Kirchenausstattung wie Kirchenbänke kaufen in der Regel zuständige Personen für Kirchengebäude.