ÖH Uni Wien fordert seit 10 Jahren freie Namens- und Pronomen-Wahl

Wien (OTS) – Zehn Jahre nach der ersten Aktionswoche der Initiative
NaGeH fordert
die ÖH Uni Wien die längst überfällige Einführung der freien
Namenswahl an der Universität Wien. Trotz einer Empfehlung der
Universitätenkonferenz (uniko) aus dem Jahr 2022 werden trans und
nicht-binäre Studierende weiterhin diskriminiert.

Auch zehn Jahre nach den ersten Forderungen können trans und
nicht-binäre Studierende an der Universität Wien ihren
selbstgewählten Namen in zentralen universitären Systemen nicht
verwenden. Auf Anwesenheitslisten, E-Learning-Plattformen und in
Verwaltungssystemen scheint weiterhin der rechtliche Name auf. Die
Folge sind regelmäßiges Missgendering und unfreiwillige Outings –
besonders für internationale Studierende, denen eine rechtliche
Namensänderung in vielen Herkunftsländern gar nicht möglich ist.

„ Seit Jahren werden immer neue Gründe vorgeschoben: Zuerst hieß
es, die freie Namenswahl sei rechtlich nicht möglich, dann technisch
zu kompliziert und mittlerweile zu teuer. Für jede dieser
Begründungen wurden Lösungen aufgezeigt. Was fehlt, ist nicht die
Umsetzbarkeit, sondern der politische Wille, dieser Maßnahme endlich
Priorität einzuräumen “, kritisiert Pia Aste, Vorsitzende der ÖH Uni
Wien.

“ Während andere Hochschulen in Wien die freie Namens- und
teilweise auch die Pronomen- Wahl längst umgesetzt haben, bleibt die
Universität Wien hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Zehn Jahre
nach den ersten Forderungen fehlt es nicht an Lösungen, sondern am
politischen Willen, trans und nicht-binären Studierenden endlich die
Anerkennung zu geben, die ihnen zusteht “, so das Referat für queere
Angelegenheiten der ÖH Uni Wien.

Die ÖH Uni Wien fordert die Universitätsleitung daher erneut auf,
die freie Namens- und Pronomen-Wahl endlich umzusetzen und damit
einen wichtigen Schritt hin zu einer diskriminierungsfreien
Hochschule zu setzen.

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