Wien (OTS) – Die JUNOS Studierenden üben scharfe Kritik an der
heutigen
Ankündigung der SPÖ-Wissenschaftsministerin, wonach die öffentlichen
Universitäten in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode ohne
ausreichend finanzielle Mittel auskommen müssen. Mit lediglich rund
16 Milliarden Euro bleibt das Budget deutlich hinter dem von den
Universitäten errechneten Bedarf von 18 Milliarden Euro zurück.
„Monatelang hat sich SPÖ-Wissenschaftsministerin Holzleitner vor
klaren Aussagen gedrückt. Jetzt haben wir das Ergebnis ihrer
Planlosigkeit auf dem Tisch. Den Universitäten fehlen die notwendigen
Mittel und die Studierenden drohen dafür mit schlechterer Betreuung,
weniger Lehrveranstaltungen und überfüllten Hörsälen zu bezahlen“,
kritisiert Lorenzo Friedli, Bundesvorsitzender der JUNOS
Studierenden. „Von einer Wissenschaftsministerin erwarten wir, dass
sie für die Zukunft unserer Universitäten kämpft, statt ihre
Finanzierung als Nebensächlichkeit zu betrachten!“
Für Friedli ist das Ergebnis auch eine direkte Folge des
monatelangen Hinauszögerns: „Wer selbst einmal studiert hat, kennt
die Strategie: Man wartet bis kurz vor dem Abgabetermin und hofft,
dass einem dann schon irgendeine Lösung einfällt. Von einer
Wissenschaftsministerin sollte man sich allerdings mehr erwarten
dürfen. Holzleitner hatte Monate Zeit, für eine tragfähige
Finanzierung und notwendige Reformen zu sorgen. Geliefert hat sie
erst auf den letzten Drücker und vor allem zu wenig.“
Besonders verärgert zeigen sich die JUNOS Studierenden darüber,
dass Holzleitner bis heute keinen überzeugenden Reformplan für mehr
Effizienz und Exzellenz im Hochschulsystem vorgelegt hat. „Natürlich
löst mehr Geld allein nicht alle Probleme unserer Universitäten. Aber
wer nicht einmal eine ausreichende Finanzierung sicherstellen kann,
gleichzeitig notwendige Reformen verschläft und Reformvorschläge, die
längst auf dem Tisch liegen, nicht aufgreift, hat seinen Job als
Wissenschaftsministerin offensichtlich nicht verstanden“, so Friedli.
„Wir Studierende brauchen keine Ministerin, die von einer
Hochschulstrategie 2040 spricht, aber schon an der Finanzierung der
Universitäten der nächsten drei Jahre scheitert!“