St. Pölten (OTS) – Die Wirtschaftskammern Wien und Niederösterreich
sehen die
Beibehaltung einer Flugabgabe als große Standortgefahr. „Vor allem in
einer exportorientierten Volkswirtschaft sind gute internationale
Anbindungen ein entscheidender Standortfaktor, ebenso wenn es um
Betriebsansiedelungen aus dem Ausland geht. Höhere Abgaben auf
Flugreisen bedeuten einen Wettbewerbsnachteil für unsere Unternehmen.
Sie verteuern Geschäftsreisen, belasten den Tourismus und werden dazu
führen, dass Verkehrsströme auf andere Flughäfen im benachbarten
Ausland ausweichen. Erste Tendenzen dazu sehen wir bereits“, betont
die Wiener Wirtschaftskammer Präsidentin Margarete Kriz-Zwittkovits.
Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ, verweist
zudem darauf, dass nationale Sonderbelastungen im Luftverkehr „der
berühmte Schuss ins eigene Knie“ sein können. Stattdessen würden
Passagiere und Unternehmen verstärkt auf Flughäfen in Nachbarländer
ausweichen und damit gehen neuerlich Arbeitsplätze und Wertschöpfung
in Österreich verloren.
Die Wirtschaft spricht sich daher für die Abschaffung der
Flugabgabe aus und fordert Rahmenbedingungen, die sowohl Klimaschutz
als auch wirtschaftliche Entwicklung und internationale
Erreichbarkeit des Standorts Österreich sicherstellen.