FPÖ – Kaniak: „Scheindebatte um Medikamentenpreise – Ministerin Schumann ignoriert wahre Kostentreiber im System!“

Wien (OTS) – Als „wenig zielführende Scheindebatte“ kritisierte heute
FPÖ-
Gesundheitssprecher und Vorsitzender des parlamentarischen
Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die von SPÖ-
Gesundheitsministerin Schumann geäußerte Kritik an den
Medikamentenpreisen, die sie im aktuellen Heilmittelreport vermutet.
Die alleinige Schuldzuweisung an die Pharmaindustrie gehe am Kern des
Problems vorbei und lenke von den tatsächlichen strukturellen
Herausforderungen im österreichischen Gesundheitssystem ab.

„Anstatt die hausgemachten Schwierigkeiten wie die enormen, durch
Reformrückstau verursachten, Verwaltungskosten der ÖGK oder die
stetig steigende Belastung des Systems anzugehen, wird ein externer
Sündenbock präsentiert. Das ist unehrlich gegenüber den Bürgern und
schadet dem Wirtschaftsstandort“, so Kaniak. Die Darstellung
Österreichs als Hochpreisland sei zudem irreführend. „Die Fakten
sprechen eine andere Sprache, denn aufgrund strenger gesetzlicher
Preisregelungen und hoher Zwangsrabatte gehört Österreich bei den
Nettopreisen zu den günstigeren Ländern in Europa. Die Debatte, die
die Ministerin führt, verunsichert daher die Patienten, die auf eine
verlässliche Medikamentenversorgung angewiesen sind!“

„Solange es keine wahre Kostentransparenz in den Lieferketten,
der Distribution, bei den Niedergelassenen Ärzten und im
Spitalsbereich gibt, ist diese Diskussion reine Makulatur und zeugt
höchstens von einem fehlenden Engagement der Ministerin. Sie dürfte
noch nicht begriffen haben, dass man eine Gesundheitsversorgung nicht
beim Patienten sanieren kann, sondern nur im bestehenden, alten und
aufgeblähten System“, betonte Kaniak.

„Die wahren Kostentreiber sind ein überbordender
Verwaltungsapparat bei der Gesundheitskasse und die massive
Mehrbelastung unseres Sozial- und Gesundheitssystems, unter anderem
durch die Zuwanderung mit ihren ‚Beitragsverweigerern‘ der letzten
Jahre. Das sind die Bereiche, in denen Reformen dringend notwendig
wären. Doch diese Themen spart die Ministerin bewusst aus, weil sie
und die Regierung die politische Verantwortung dafür tragen. Anstatt
unser Gesundheitssystem komplett neu zu denken und neu aufzusetzen,
wird in kleinen ‚Reförmchen‘ gedacht, welche die alten Pfründe und
Machteinflüsse schützen und weiter einzementieren“, stellte Kaniak
fest.

„Wir benötigen eine ehrliche Debatte über die wahren Probleme und
eine Politik, die vorausschauend handelt. Anstatt Sündenböcke zu
suchen, müssen die strukturellen Defizite im System behoben werden.
Wir brauchen eine Stärkung unseres Standorts und eine verlässliche
Gesundheitsversorgung für die Österreicher und das wird nur mit einem
Systemwechsel gelingen. Dafür stehen wir Freiheitliche“, so Kaniak
abschließend.

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