5 Herausforderungen bei der Digitalisierung im Bauwesen

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Das Jahr 2022 hat gerade erst angefangen, doch die Herausforderungen in der Baubranche sind jetzt bereits hoch wie nie zuvor. Aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie sind Geschäftsaktivitäten zum Teil weiterhin eingeschränkt.

Untermauert werden diese Erkenntnisse durch die umfassende Studie von PwC vom Dezember 2021 zu den drei aktuellen Herausforderungen in der Bauindustrie. So wurde festgestellt, dass die Probleme in der Lieferkette und Rohstoffverfügbarkeit den meisten nach wie vor große Sorgen bereiten.

Doch auf Rang 3 folgt auch schon direkt die Herausforderung der Digitalisierung. So gaben ganze 75% der Befragten an, dass die Umstellung auf mehr digitale Zusammenarbeit für sie von wesentlicher Bedeutung ist. Das ist ein Anstieg um 3% im Vergleich zum Vorjahr.

Was genau sind diese Herausforderungen – Stichwort Bauwirtschaft 4.0 – und wie kann man die neuen digitalen Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung am Bau nutzen?

1. Digitalisierung der Kommunikation und Kollaboration

Cloud- und Kollaboration-Tools erleichtern die Kommunikation und die Zusammenarbeit auf der Baustelle. Mit diesen Tools lässt sich zum Beispiel das Team mit Nachrichten auf dem Laufenden halten. Oder man kann den Fortschritt direkt vor Ort erfassen, teilen und anschließend archivieren. Die Effizienzsteigerung kann enorm sein, deswegen sehen hier 81% der Befragten durch PwC auch das meiste Potenzial.

Doch die digitalen Anwendungen sind nur so gut, wie das mobile Datennetz und sind in Funklöchern nur beschränkt nutzbar. Deshalb wurde die Forderung nach einer soliden Infrastruktur vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe in 2020 auch auf Position 1 gesetzt, damit die Digitalisierung auch gänzlich klappt.

2. Digitalisierung von Prozessen und Abläufen

Hierbei geht es um die Digitalisierung der Prozesse im administrativen und operativen Bereich sowie um Projekt-Prozesse. Und damit sind keine auf Excel basierten Insel-Lösungen gemeint, sondern umfassende Prozess-Abbildungen in einem ganzheitlich integrierten System. Denn nur so kann eine Daten-Integrität langfristig gewährleistet werden. Im besten Fall gibt es eine vollständige Verknüpfung zwischen dem Büro und der Baustelle.

Viele Bau-Unternehmen sehen sich hier in einigen Teil-Prozessen bereits gut aufgestellt, aber am meisten Nachholbedarf gibt es noch bei den operativen Prozessen. Das geht vom Einkauf hin zur Logistik und endet bei der Bau-Ausführung.

3. Digitale Lösungen – von BIM hin zu Laserscanning und VR

Während BIM (Building Information Modeling) bereits gut etabliert und oft eingesetzt wird, sind VR und Laserscanning noch relativ neue Technologien. Das wird auch so von den Befragten durch PwC bestätigt. Obwohl die meisten hier ein enormes Potenzial sehen, halten sie ihre Fähigkeiten in diesen neuen Bereichen für eher beschränkt.

Doch die Möglichkeiten durch Laserscanning und VR sind immens. Es lassen sich binnen Minuten komplexe 3D Modelle erstellen, berührungslos und kostengünstig. Diese können anschließend visualisiert und mithilfe von VR auf Änderungen simuliert werden, bevor diese umgesetzt werden. Damit lassen sich zum Beispiel Risiken von nachträglichen Änderungskosten wesentlich reduzieren.

4. Cyber-Sicherheit und Datenschutz (DSGVO)

Digitalisierung öffnet leider auch viele Schlupflöcher für gezielte Angriffe und Datenschutz-Lecks. Deswegen ist es wichtig, eine sichere und geschützte IT-Infrastruktur aufzubauen, bevor Dienste, Prozesse und Daten auf das System übertragen werden. Hinzu kommen Datenschutzanforderungen durch die DSGVO, die erklären wie Daten von Mitarbeitern und Kunden gespeichert werden müssen.

Wie wichtig Datensicherheit und Datenschutz sind, wird durch die aktuelle Studie zur Cyber-Sicherheit von Accenture wieder einmal bestätigt. So stieg die Anzahl gezielter Angriffe im Jahr 2021 um weitere 31% verglichen zum Vorjahr. Und zunehmend werden auch Mittelstandsbetriebe ins Visier genommen, da diese oftmals weniger ausgeklügelte Sicherheitsvorkehrungen haben.

5. Fachliches Know-How und interne Akzeptanz

Ein Fehler der bei der Einführung neuer Technologien und Prozesse oft gemacht wird, ist es die Mitarbeiter nicht ausreichend zu schulen. Dadurch entgehen oftmals die erhofften Effizienz- und Kostenvorteile, weil die Anwender enttäuscht und frustriert sind. Deswegen ist es wichtig auf digitale Anwendungen zu setzen, die leicht zu lernen und zu bedienen sind. Aber der Aufwand für ausreichende Schulungen darf trotzdem niemals unterschätzt werden.

Sonst kann es auch schnell passieren, dass die Digitalisierung intern keine Akzeptanz findet und von den Anwendern abgelehnt wird. Wie groß diese Sorge ist, wird auch in der Umfrage von PwC bestätigt. So sehen im Schnitt circa. 80% aller Befragten Know-How und Akzeptanz als größte Herausforderungen bei der eigentlichen Nutzung von digitalen Lösungen.

So lassen sich die Herausforderungen der Digitalisierung meistern

Es gibt sicherlich noch viele weitere Herausforderungen, die das Bauwesen auf dem Weg zur Digitalisierung meistern muss. Doch es gibt mittlerweile einige Unternehmen, die sich auf Software für Bauunternehmen spezialisiert haben.

So bietet zum Beispiel PlanRadar eine Baumanagement Software an, die Ihr Unternehmen bei der digitalen Kommunikation, Kollaboration und Prozessen wesentlich vorantreiben kann. Die Software ermöglicht es allen Projektbeteiligten auf der Baustelle miteinander zu kommunizieren. Es wird zudem eine Reihe von Funktionen angeboten, um den Projektfortschritt festzuhalten und abzuspeichern. Sollte es Probleme mit dem Datennetz an der Baustelle geben, können die Daten auch offline erfasst und anschließend synchronisiert werden.

Die Baumanagement Software von PlanRadar kann schnell erlernt werden und ist sehr einfach zu bedienen. Sie erfüllt auch alle Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. Damit können Sie sicherstellen, dass die Daten Ihres Unternehmens nicht durch unbefugten Zugriff missbraucht werden können.

Andere Anbieter hingegen sind auf Laserscanning und VR spezialisiert, mithilfe dessen ein erster Schritt in das Metaverse gemacht werden kann. Es lässt sich auch eine Vielzahl von Anbietern finden, die Ihr Unternehmen fit gegen Cyber-Attacken aus dem Netz machen, sodass Ihre Daten von überall sicher verfügbar sind.

All das kann dazu beitragen, dass die Bauwirtschaft 4.0 einen großen Schritt näherkommt. Aber am Ende gilt es auch immer zu beachten: jede Digitalisierung ist nur so gut wie ihr Anwender.

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