Sehnen Sie sich nach erholsamem Schlaf, stellt ein Echtholzbett aufgrund seiner robusten Verarbeitung eine gute Lösung dar. Beim Kauf der Holzbetten spielt die Art des verarbeiteten Holzes eine wichtige Rolle.

Worin unterscheidet sich das Holz für Holzbetten?

Bei Holz handelt es sich um das Zellgewebe von Bäumen, das zum Großteil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen besteht. Da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, besteht es als regenerative Energiequelle. Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen den Rohstoff, weil er sich gut bearbeiten lässt. Bis heute favorisieren sie Möbel aus Echtholz, da diese ein angenehmes Raumklima erschaffen und mit ihrem individuellen Aussehen punkten.

Die verschiedenen Holzarten unterteilen sich in Weichholz und Hartholz. Hartholz zeichnet sich durch die enge Gefäßstruktur und den hohen Faseranteil aus. Aus dem Grund geht es mit einer festen und harten Struktur einher. Im Schnitt liegt die Dichte des Hartholzes bei über 0,55 Gramm pro Kubikzentimeter. Zu den favorisierten Hartholzarten für ein Echtholzbett zählen:

  • Ulme,
  • Eiche,
  • Buche,
  • Kirschbaum,
  • Nussbaum und
  • Elsbeere.

Im Gegensatz zum Hartholz ist Weichholz leichter. Zu diesen Holzarten zählen:

  • Kiefer,
  • Linde,
  • Zirbe,
  • Fichte,
  • Erle und
  • Tanne.

Vorwiegend Betten aus Weichhölzern von Nadelbäumen weisen aufgrund des harzhaltigen Materials einen erhöhten Ausstoß an natürlichen Terpenen auf. Sensible Personen reagieren auf die Ausdünstungen mit einer allergischen Reaktion. Gleichzeitig spielt die Oberflächenbehandlung eine wichtige Rolle. Teilweise enthalten die ökologischen Öle und Lacke Terpentinöl.

Des Weiteren gilt zu bedenken, dass Nadelholz im Wald zum Abtransport bereitliegt. Um es vor Schädlingen zu bewahren, kommen unter Umständen Insektizide, chemische Spritzmittel, zum Einsatz. Dieser Punkt führt ebenso wie die geringe Stabilität und Festigkeit dafür, dass wenige Weichhölzer für die Herstellung von Echtholzbetten infrage kommen.

Welche Holzart empfiehlt sich für Holzbetten?

Buche:

Weltweit existieren zehn Buchenarten. In Europa ist nur die Rotbuche beheimatet. Für die naturnahe Forstwirtschaft stellt sie eine der wichtigsten Baumarten dar. Ihr Holz erweist sich als hart, schwer und wenig elastisch. Es geht mit einer großen Tragfähigkeit einher. Aus dem Grund eignet es sich für die Herstellung massiver, stark beanspruchter Möbel, zu denen auch Betten gehören.

Eiche:

Die Eiche zählt zu den Harthölzern und wertvollsten Holzarten in Europa. Ihr Durchschnittsalter liegt bei mehreren hundert Jahren. Weltweit existieren über 200 Eichenarten. Für die Produktion von Holzbetten eignen sich einige wenige. Schwere Eichenarten kommen bei der Herstellung von Booten oder Weinfässern zum Einsatz. Um ein Echtholzbett zu erschaffen, eignen sich mittelharte Eichenhölzer.

Eine spezielle Art der Eiche stellt die Sumpfeiche dar. Obgleich es der Name vermuten lässt, wachsen die Bäume nicht in Sümpfen. Sie stehen an den Rändern von Seen und Teichen sowie in feuchten Tälern. Das Holz zeichnet sich durch seine Robustheit und Langlebigkeit aus. Gleichzeitig weist es eine hohe Widerstandsfähigkeit auf. Bei der Herstellung von Echtholzbetten empfiehlt sich Sumpfeiche aufgrund der einmaligen Maserung. Diese fällt aufgrund der Vielzahl an Astausbildungen ins Auge.

Nussbaum:

Europäisches Nussbaumholz beeindruckt durch seine Festigkeit und Schwere. Im Gegensatz zum Holz des Kanadischen Nussbaums ist es hart und wenig elastisch. Aufgrund dieser Eigenschaften gehört es zu den begehrten Möbelhölzern. Teilweise kommt der natürliche Rohstoff als dekoratives Furnier im Wohn- und Schlafzimmer zum Einsatz.

Erle:

Bei Erlenholz handelt es sich um ein Weichholz. Die Birkengewächse wachsen vorrangig an wassernahen Gebieten in Europa. Beliebt für die Herstellung von Betten ist die aus dem Nordwesten Kanadas stammende Roterle. Das Holz ist mittelschwer und elastisch. Häufig findet es für die Imitation von Edelhölzern Verwendung.

Fichte:

In Europa stellt das massive Fichtenholz das am meisten verwendete Nadelholz dar. Im Möbelbau trifft es aufgrund seiner Eigenschaften auf Wohlwollen. Die Gemeine Fichte – in Deutschland aufgrund ihrer rotbraunen Rinde als „Rottanne“ bezeichnet – weist eine gute Bearbeitbarkeit auf.

Kiefer:

Kiefernholz erweist sich als sehr weich und harzreich. Seine Qualität hängt vom Wuchsstandort ab und unterscheidet sich bei den einzelnen Bäumen teils gravierend. Charakteristische Unregelmäßigkeiten tragen zum Charme der Holzart bei. Vorwiegend Kiefern aus den nördlichen Regionen Deutschlands weisen auffällige Verästelungen auf.