Wer einen Garten hat, möchte insbesondere in den Sommermonaten meist so viel Zeit wie möglich draußen verbringen. Allerdings kann es hierzulande zu jeder Jahreszeit schnell passieren, dass das Wetter umschlägt und man sich möglichst zeitnah unterstellen muss. Ein Gartenhaus ist nicht nur für diese Fälle eine sinnvolle Anschaffung, denn es kann auch als Aufbewahrungsort für Gartengeräte, Möbel und vieles mehr dienen. Bevor das Häuschen aber aufgebaut und genutzt werden kann, sollten Bauherren einige relevante Punkte beachten.

Ist eine Genehmigung für das Gartenhaus erforderlich?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn für unterschiedliche Regionen gelten in diesem Zusammenhang unterschiedliche Regelungen. Es ist also durchaus möglich, dass für den Bau eines Gartenhäuschens eine offizielle Genehmigung benötigt wird. Ob dies der Fall ist, hängt unter anderem auch von der Größe des Gebäudes sowie von der geplanten Nutzung und nicht zuletzt auch dem genauen Stellplatz auf dem Grundstück ab. Es ist dringend anzuraten, einen Blick in die Landesbauverordnung zu werfen oder vor Baubeginn das zuständige Bauamt aufzusuchen. Dort können die jeweiligen Pläne zusammen mit einem Grundriss des Gartens vorgelegt werden. Die Beratung beim Bauamt erfolgt kostenlos und gibt zuverlässig Auskunft darüber, ob eine Genehmigung erforderlich ist oder nicht. Darüber hinaus kann es nicht schaden, mit den direkten Nachbarn über die Baupläne zu sprechen – insbesondere dann, wenn sich das Gartenhaus direkt an der Grenze zu einem Nachbargarten befinden soll.

Welche Wandstärke eignet sich für welchen Einsatzzweck?

Nicht jedes Gartenhaus ist gleichermaßen für jeden Verwendungszweck geeignet. Dabei spielt nicht nur die Größe eine entscheidende Rolle, sondern auch die Wandstärke. Soll die Laube beispielsweise nur für das Unterstellen von Gartenmöbeln, Geräten und Pflanzen zum Überwintern genutzt werden, ist eine Wandstärke von etwa 18 bis 20 mm vollkommen ausreichend. Ist dagegen geplant, dass sich Menschen im Gartenhaus aufhalten und dort vielleicht sogar übernachten, sollten es nicht weniger als 40 mm sein. Erhältlich sind Gartenhäuser mit Wandstärken bis zu 100 mm. Auch das Wetter darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden: Lauben, die der Witterung besonders stark ausgesetzt sind, sollten grundsätzlich stabiler ausfallen. Experten raten dazu, Gartenhäuser möglichst an sonnigen Standorten aufzustellen, um übermäßige Beanspruchungen durch Feuchtigkeit zu vermeiden. Holz, das dauerhaft von Nässe beeinträchtigt ist, kann nicht nur optisch, sondern auch funktional darunter leiden.

Das Gartenhaus bauen: Anstrich, Elektrik und Fundament sind wichtig

Es ist ratsam, beim Bau eines jeden Gartenhauses mit dem Fundament zu beginnen. Eine Betonplatte kann hier bereits ausreichen und verhindern, dass Feuchtigkeit vom Erdreich in den Boden der Laube gelangt. Alle hölzernen Bestandteile sollten unbedingt mit einer Grundierung versehen werden, die einem Befall etwa durch Schimmel vorbeugt. In diesem Zusammenhang kann es sinnvoll sein, die einzelnen Teile bereits vor dem Aufbau zu grundieren und dem fertig errichteten Haus dann nur noch den letzten Anstrich zu verpassen. Wenn sich Personen in der Laube aufhalten sollen, ist ein Stromanschluss erforderlich. Hierzu werden spezielle Kabel für den Außenbereich benötigt. Das Legen des Anschlusses sollten Gartenbesitzer aber immer einem Profi überlassen, denn das Hantieren mit Starkstrom birgt zahlreiche Gefahren.