Wien (OTS) – Das Wiener Softwareunternehmen reebuild hat eine
Finanzierungsrunde
über 3 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom
europäischen Investor Fortino Ventures, beteiligt sind außerdem Rise
PropTech und CuriosityVC. Mit dem Kapital entwickelt reebuild seine
Software für die Bau- und Immobilienbranche weiter und weitet sie auf
zusätzliche europäische Länder aus.
Die reebuild GmbH entwickelt Software, mit der Bauunternehmen und
Projektentwickler ihre Rechnungen prüfen, Kosten steuern und
Materialien verwalten. Jedes eingehende Dokument – ob PDF, Foto, Scan
oder E-Rechnung – wird mithilfe künstlicher Intelligenz zeilengenau
ausgelesen und automatisch mit Lieferscheinen und Aufträgen
abgeglichen. Heute verarbeitet reebuild mehr als 530 Millionen Euro
Rechnungsvolumen für über 120 Unternehmen in Österreich und
Deutschland auf mehr als 8.200 Baustellen und Projekten, über 345.000
Dokumente sind mittlerweile durch die Plattform gelaufen. Zu den
österreichischen Kunden zählen unter anderem Pittel+Brausewetter, 3SI
Immogroup, Schöll Bau und Obenauf.
Zwtl.: Eine große Branche mit viel Handarbeit
Das Bauwesen umfasst in Österreich rund 44.000 Unternehmen mit
mehr als 300.000 Beschäftigten. Gleichzeitig wird in vielen Betrieben
ein Großteil der Kostenverwaltung und -steuerung, vor allem zwischen
den Abteilungen im operativen Geschäft, noch manuell in Excel-Listen
geführt und in Papierordnern abgelegt. Rechnungen werden händisch mit
Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen. Freigaben dauern
zu lange und sind undurchsichtig, zudem laufen die Skontofristen
ungenutzt ab. Projektkosten liegen in veralteten Tabellen, sodass
strategische Entscheidungen auf Basis überholter Informationen
getroffen werden. Angesichts steigender Risiken bei Finanzierung,
Energie und Material können Margen dadurch schnell schrumpfen und zu
echten finanziellen Verlusten führen.
Dazu kommt ein Generationswechsel in vielen Unternehmen: Mit der
nächsten Generation an der Spitze wächst der Anspruch,
Kostenverfolgung und Transparenz genauso selbstverständlich digital
zu führen wie im privaten Alltag. Entsprechend steigt auch der Bedarf
an Software, die diesem Anspruch gerecht wird.
Zwtl.: Software aus Wien, entwickelt mit heimischen Talenten
reebuild wird in Wien entwickelt, mit heimischen Talenten statt
ausgelagerten Entwicklerteams. Das Unternehmen setzt bewusst auf
europäische Technologie: Die Software ist DSGVO-konform, wird in
Deutschland gehostet und von europäischen Investoren finanziert. Für
den Aufbau hat reebuild auch von der heimischen Förderlandschaft
profitiert: Sowohl die Austria Wirtschaftsservice (aws) als auch die
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützen österreichische
Unternehmen wie reebuild dabei, aus Wien heraus international
wettbewerbsfähige Software zu bauen. Für das Unternehmen ist das ein
Beleg dafür, dass sich Spitzensoftware „Made in Austria“ auch
international behaupten kann.
„Spitzensoftware muss nicht aus dem Silicon Valley kommen. Wir
entwickeln reebuild in Wien, mit Talenten von hier, und bringen es
jetzt in weitere Länder“, sagt Alexander Kornell, CEO und Gründer von
reebuild.
Nach rund viereinhalb Jahren am Markt ist reebuild in Österreich
und Deutschland etabliert und expandiert nun in weitere europäische
Länder, in denen Entwicklungspartnerschaften bereits erste Erfolge
zeigen.
Zwtl.: Extrem nah an der Praxis gebaut
„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und
entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem
nah an der Praxis“, sagt Alexander Kornell. „Die Software, mit der
viele Bauunternehmen und Projektentwickler heute noch arbeiten, ist
seit Jahrzehnten kaum weiterentwickelt worden und hat den Anschluss
an die gestiegenen Ansprüche verpasst. Wir sind überzeugt, dass wir
diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how
aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer
Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte
kaufmännisch abgewickelt werden.“
Dieser Anspruch beruht auf eigener Erfahrung: Alexander Kornell (
CEO) und Matteo Cimadom (CRO) sind durch ihre Familienbetriebe tief
in der Baubranche verwurzelt. Gemeinsam mit Luca Papay (CTO) und
Nicolaus Lederer (COO) bringen sie langjährige Praxiserfahrung in Bau
und Immobilien sowie in KI-Forschung und -Entwicklung mit.
Zwtl.: Weniger Aufwand, mehr Marge
Für Bauunternehmen zeigt sich der Effekt direkt in der Marge:
Eine Rechnung zu bearbeiten dauert nach Unternehmensangaben rund drei
statt über zwanzig Minuten, der Weg vom Rechnungseingang bis zur
Freigabe verkürzt sich von fünf auf eineinhalb Tage, und laut
Kundenfeedback lassen sich die Beschaffungskosten um bis zu 20
Prozent senken. In einer Branche, in der die Margen typischerweise im
einstelligen Prozentbereich liegen, macht genau das den Unterschied.
Mehr als 2.350 Menschen arbeiten täglich mit der Software, vom Polier
auf der Baustelle bis zur Geschäftsführung.
Langfristig will reebuild den administrativen Aufwand in der
Baubranche auf null senken: Software, die Routineaufgaben wie Prüfung
und Abgleich eigenständig erledigt, während die Menschen im
Unternehmen die Entscheidungen treffen.
Zwtl.: Investoren sehen großes Potenzial in einer wenig
digitalisierten Branche
Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures, sagt: „Wir sind
überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und
Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI
zu digitalisieren und zu automatisieren. reebuild ist das richtige
Team, um das umzusetzen, auch weil das Gründerteam familiär in der
Baubranche verwurzelt ist.“
Mit dem Hansmann Family Office ist auch ein österreichischer
Investor weiterhin an Bord. „Wir freuen uns sehr darüber, wie sich
Alexander und das Team entwickelt haben, und freuen uns darauf, sie
auf ihrem weiteren Weg zu begleiten“, sagt Andrei Podlesnyi,
Investment Manager beim Hansmann Family Office. „In den vergangenen
Jahren hat reebuild bewiesen, dass sich Wachstum und ein enger Draht
zu den Kunden nicht ausschließen.“
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