Wien (OTS) – Der Kaufimmobilienmarkt zeigt sich im ersten Halbjahr
2026 weiterhin
aktiv. Auf der Immobilien-Plattform ImmoScout24 wurden im Vergleich
zum letzten Jahr um 10 Prozent mehr Wohnungen angeboten, die Anzahl
an angebotenen Häusern blieb stabil. Zugleich bewegten sich die
Preise in fast allen Bundesländern nach oben. Häuser wurden im ersten
Halbjahr im Schnitt um 4.187 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das
entspricht einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Bei Wohnungen stiegen die Angebotspreise um 5 Prozent auf
durchschnittlich 6.248 Euro pro Quadratmeter. Das zeigt die aktuelle
Datenanalyse von ImmoScout24.at für die 186.500 Inserate analysiert
wurden.
„Die Preise entwickeln sich moderat nach oben, auch das Angebot
nimmt zu. Der regionale Vergleich zeigt jedoch erhebliche
Unterschiede. Je nach Lage kosten Immobilien doppelt so viel wie in
anderen Regionen“, so Joseph Obiegbu, Österreich-Geschäftsführer von
ImmoScout24.
Zwtl.: In Tirol kostet ein kleines Haus im Schnitt eine Million Euro
Am teuersten ist der Hauskauf weiterhin in Tirol. Im ersten
Halbjahr 2026 wurden Häuser dort im Median um 8.278 Euro pro
Quadratmeter angeboten. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für ein Haus mit 130 Quadratmetern
ergibt sich damit ein Angebotspreis von rund 1,08 Millionen Euro.
Mit deutlichem Abstand folgen Wien und Salzburg. In der
Bundeshauptstadt kostet der Quadratmeter durchschnittlich 6.616 Euro,
ein 130-Quadratmeter-Haus kommt damit auf etwa 860.000 Euro.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem moderaten Anstieg von 1
Prozent. In Salzburg verteuerten sich Häuser um 2 Prozent auf 6.250
Euro pro Quadratmeter. Für 130 Quadratmeter werden dort 812.500 Euro
verlangt. Auch Vorarlberg zählt mit 5.677 Euro pro Quadratmeter und
einem Gesamtpreis von 738.000 Euro zu den hochpreisigen
Bundesländern.
Zwtl.: Häuser im Osten und Süden bleiben deutlich günstiger
Wesentlich günstiger ist der Hauskauf in Niederösterreich,
Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark. In Niederösterreich
stiegen die Angebotspreise um 1 Prozent auf 3.724 Euro pro
Quadratmeter. Ein Haus mit 130 Quadratmetern wird damit im Schnitt um
484.000 Euro angeboten. In Oberösterreich gingen die Preise hingegen
um 1 Prozent auf 3.495 Euro pro Quadratmeter zurück, in Kärnten
blieben sie mit 3.325 Euro nahezu unverändert. Für ein 130-
Quadratmeter-Haus ergeben sich Angebotspreise von 454.000 Euro in
Oberösterreich beziehungsweise 432.000 Euro in Kärnten.
Auch in der Steiermark gab es eine leichte Entspannung. Die
Angebotspreise sanken um 2 Prozent auf 3.058 Euro pro Quadratmeter.
Mit knapp 398.000 Euro bleibt ein Haus mit 130 Quadratmetern dort
vergleichsweise erschwinglich. Das günstigste Bundesland für
Hauskäufer:innen bleibt das Burgenland, auch wenn die Preise
gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent zulegten. Der Quadratmeter wurde
im ersten Halbjahr 2026 im Median um 2.641 Euro angeboten, ein 130-
Quadratmeter-Haus kostet damit rund 343.000 Euro.
Zwtl.: Durchschnittswohnung mit 70 Quadratmetern bleibt unter 450.000
Euro
Eine Eigentumswohnung mit 70 Quadratmetern wird in Österreich im
Schnitt um 437.000 Euro angeboten. Damit bleibt sie trotz eines
Preisanstiegs von 5 Prozent noch deutlich unter der Marke einer
halben Million Euro. Je nach Bundesland unterscheidet sich der
Kaufpreis allerdings erheblich. Zwischen dem günstigsten und dem
teuersten Bundesland liegen rund 231.000 Euro: Während im Burgenland
durchschnittlich rund 277.000 Euro zu bezahlen sind, überschreitet
Tirol mit 508.000 Euro als einziges Bundesland die 500.000-Euro-
Grenze. Das heißt, in Tirol müssen Käufer:innen für eine gleich große
Wohnung in etwa 83 Prozent mehr bezahlen als im Burgenland. Tirol
bleibt damit für Wohnungskäufer:innen insgesamt hochpreisig. Der
Quadratmeterpreis stieg im ersten Halbjahr 2026 um 4 Prozent auf
7.259 Euro.
Knapp unter der Marke von einer halben Million Euro bleiben
Vorarlberg mit 486.000 Euro und Wien mit 471.000 Euro. In Vorarlberg
verharrten die Quadratmeterpreise mit 6.937 Euro auf dem
Vorjahresniveau, in Wien stiegen sie um 2 Prozent auf 6.729 Euro.
Salzburg folgt mit rund 451.000 Euro für 70 Quadratmeter und einem
moderaten Preisplus von 1 Prozent.
Zwtl.: Kärnten verzeichnet stärksten Preisanstieg bei Wohnungen
Am kräftigsten zogen die Angebotspreise in Kärnten an. Sie
erhöhten sich um 7 Prozent auf 5.322 Euro pro Quadratmeter. Eine 70-
Quadratmeter-Wohnung wird dort aktuell um 373.000 Euro angeboten. In
Niederösterreich und Oberösterreich stiegen die Preise um jeweils 3
Prozent. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet damit 338.000 Euro
in Niederösterreich beziehungsweise 336.000 Euro in Oberösterreich.
In der Steiermark verteuerten sich Eigentumswohnungen um 4 Prozent
auf 316.000 Euro.
Zwtl.: Wohnungen im Burgenland mit Abstand am günstigsten
Im Jahr 2025 wurden im Burgenland aufgrund von Neubauprojekten
Wohnungen zu einem außergewöhnlich hohen Durchschnittspreis
angeboten. Inzwischen haben sich die Preise wieder auf dem Niveau von
2024 eingependelt. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis ging hier
wieder um 22 Prozent auf 3.958 Euro zurück. Mit 277.000 Euro kostet
eine 70-Quadratmeter-Wohnung dort etwas mehr als halb so viel wie in
Tirol.
Detaillierte Daten für Bundesländer und Bezirke finden Sie im
Anhang!
Über die Datenanalyse
Die im August 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 186.494
Datenpunkten aus den ersten sechs Monaten der Jahre 2025 und 2026 der
auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote. Dabei handelt es sich
um alle auf der Plattform angebotenen Immobilien, die derzeit zum
Kauf zur Verfügung stehen, d.h. sowohl Bestandsimmobilien als auch
Neubauten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde
der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den
Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem
teure Objekte verzerrt wird.