St. Pölten (OTS) – Von einem schönen Zeichen, die Ehrenpreise für die
NÖ
Blasmusikkapellen erstmals auf Schloss Zeillern, „im Herzen der
niederösterreichischen Blasmusik“, zu überreichen, sprach
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am gestrigen Dienstag auf
Schloss Zeillern, wo sie insgesamt 24 Ehrenpreise in Bronze und 55 in
Silber überreichte.
In der Regel treffe man sich in den Gemeinden, bei Jubiläen,
Festen, Eröffnungen und Gedenkveranstaltungen, „wo die Blasmusik
immer den richtigen Ton trifft und für gute Stimmung sorgt“. Heute
aber stünde die „geballte Kraft der Musikerinnen und Musiker aus über
500 Blasmusikkapellen mit über 25.000 Mitgliedern“ im Mittelpunkt,
sagte die Landeshauptfrau und erinnerte an einen ihrer Vorgänger,
Andreas Maurer, der als erster 1974 diese Preise überreicht hatte:
„Heute hat die Blasmusik sogar noch mehr Wert und Bedeutung, weil sie
für Tradition, Brauchtum und Zusammenhalt steht. Sie gibt Menschen
Orientierung, und gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig,
das Miteinander zu leben. Die Ehrenpreise sollen diese Wertschätzung
zum Ausdruck bringen, zumal für jedes Konzert sehr viel Zeit
investiert wird. Dass hier die Generationen und Menschen
unterschiedlichster Berufe und Lebenswege nebeneinander spielen,
steht auch für die Vielfalt unserer Kultur.“
In einer Zeit, in der vieles schnelllebiger, anonymer und
digitaler geworden sei, müsse man sich dessen bewusst sein, fuhr die
Landeshauptfrau fort, dass die KI viel Lebensqualität, aber auch
Nachteile bringe: „Echte Begegnungen und persönliche Gespräche sind
keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso mehr braucht es die
Blasmusik, wo die Menschen zusammenkommen und Heimat und Identität
spüren. Das kann kein Algorithmus.“
Nicht zuletzt sei die Blasmusik eine Lebensschule: „Hier lernen
die Kinder und Jugendlichen Verlässlichkeit, Pünktlichkeit,
Teamfähigkeit, sich aufeinander zu verlassen und den Willen,
gemeinsam Leistung zu bringen“, meinte Mikl-Leitner abschließend.





