Wien (OTS) – Die DONAU Versicherung und Wien Energie stellen im 3.
Bezirk eines
der größten Wiener Altbau-Zinshäuser auf Fernwärme um. In Zukunft
werden die 120 Wohnungen in dem Gründerzeithaus mit Fernwärme
beheizt. Zudem wird das Haus umfassend thermisch saniert. Das
Beispiel zeigt, wie der Erhalt der historischen Bausubstanz in Wien
mit klimafitter Umgestaltung Hand in Hand geht.
Die insgesamt sechs Gebäude der Liegenschaft Ölzeltgasse,
Salesianergasse, Lagergasse und Traungasse mit einer Nutzfläche von
12.000 m 2 haben seit der Fertigstellung im Jahr 1897 schon viel
erlebt. Beheizt wurden die Wohnungen im Laufe der Jahre schon mit
Holz, Kohle, Koks und Gas. Der Gasanschluss ist bereits im Jahr 1898
dokumentiert. Zu dieser Zeit wurde Gas vornehmlich für die
Beleuchtung der Stiegenhäuser und Wohnungen genutzt, die Anschlüsse
für Heizungen wurden erst später hergestellt. Nach fast 130 Jahren
wird mit einem Fernwärmeanschluss ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Wolfgang Petschko , Vorstand der DONAU Versicherung , betont:
„Als Versicherung denken und planen wir langfristig und nachhaltig.
Dabei stellen wir auch die Verantwortung für unsere Umwelt,
Gesellschaft und Wirtschaft in den Mittelpunkt. Die DONAU investiert
in ihre Immobilien und erhält das klassische Stadtbild Wiens. Damit
sichern wir den Wert dieser historischen Immobilie und verbinden ihn
mit umweltfreundlicher Fernwärme für Heizung und Warmwasser. Das
erhöht auch die Lebensqualität für die Menschen, die in diesem
zugleich zeitlosen Altbaujuwel wohnen.“
Zwtl.: Nachhaltige Wärmewende im historischen Altbau
Gründerzeithäuser prägen das Wiener Stadtbild und machen
insbesondere in den Innenbezirken einen bedeutenden Teil des
Wohnungsbestands aus. Aufgrund ihres Alters, ihrer Bauweise und der
oftmals installierten Gasheizungen sind sie oft eine Herausforderung
für die Umsetzung der Wärmewende in der Stadt. Die Fernwärme kann
hier einen wichtigen Beitrag leisten. Denn insbesondere in dicht
verbauten Gebieten ist sie die effizienteste und wirtschaftlichste
Alternative.
„Die Fernwärme ist der Schlüssel, mit dem wir die Wärmewende in
den Wiener Altbauten umsetzen“, sagt Sascha Zabransky ,
Geschäftsführer von Wien Energie . „Bis 2040 wollen wir vollständig
auf fossile Energieträger verzichten. Für die Gebäudebesitzer*innen
bedeutet das: Wenn Sie Ihr Haus an die Fernwärme anschließen, kümmern
wir uns um die Dekarbonisierung. Für die Bewohner*innen bedeutet
Fernwärme faire Preise, Zuverlässigkeit und hoher Wohnkomfort da sie
im Vergleich zu anderen Heizformen kaum Wartungsaufwände hat.“
Thomas Angerer , Geschäftsführer der Wiener Netze erläutert dazu:
„Die Stadt Wien setzt in ihrer Klimastrategie auf die Fernwärme als
klimaschonende Raumwärmealternative. Die Wiener Netze schaffen dafür
die infrastrukturellen Voraussetzungen und bauen ihr Leitungsnetz
bedarfsgerecht aus.“
Die DONAU Versicherung lässt im Zuge der Renovierung auch die
Fenster erneuern und sorgt auch für die nachhaltige Dämmung der
Fassade. Durch die thermische Sanierung sinkt der Wärmebedarf des
gesamten Gebäudekomplexes deutlich.
Zwtl.: Fernwärme wird klimaneutral
Die Fernwärme wird in Wien bereits seit den 1960er Jahren
ausgebaut. Inzwischen versorgt das System mehr als 480.000 Wohnungen
mit Heizung und Warmwasser. Ein Teil der Aufbringung erfolgt mit der
Müllverbrennung. Wien Energie baut die Produktion erneuerbarer Wärme
Schritt für Schritt aus und nutzt etwa Abwärme, Großwärmepumpen und
Biomasse. Etwa die Hälfte der Fernwärme-Aufbringung stammt bisher aus
gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die Strom und Wärme
produzieren.
Die Fernwärme ist bereits jetzt eine vergleichsweise
klimaschonende Heizungsform. Im Vergleich zu den in Wien noch weit
verbreiteten Gasheizungen hat sie nur etwa ein Zehntel der
Emissionen. Bis 2040 will Wien Energie gänzlich auf fossile
Energieträger verzichten. Wichtige Rollen kommen dabei
Großwärmepumpen und der Tiefengeothermie zu. Über fünf Jahre
investiert Wien Energie etwa eine Milliarde Euro in den Ausbau und
die Dekarbonisierung der Fernwärme.
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