Wien (OTS) – Dank der von Übertragungsnetzbetreibern aus Österreich,
Tschechien
und Deutschland gegründeten Regelleistungskooperation ALPACA und der
grenzüberschreitenden Beschaffung von Regelleistung konnten
Systembetriebskosten in der Höhe von 25 Millionen Euro seit der
Inbetriebnahme der Kooperation im September 2025 eingespart werden.
Mit Regelleistung werden Energiemengen kostenpflichtig
reserviert, die im Bedarfsfall aktiviert werden können, um die
Frequenz im Stromnetz im Falle von Abweichungen zu stabilisieren.
Normalerweise beschaffen Übertragungsnetzbetreiber Regelleistung in
ihrem lokalen Markt auf nationaler Ebene.
Größerer Angebotsmarkt dank freiwilliger Kooperation
Vor diesem Hintergrund haben Österreich, Tschechien und
Deutschland freiwillig die ALPACA Kooperation gegründet, welche
grenzüberschreitende Beschaffung von Regelleistung ermöglicht. Die
Abkürzung ALPACA steht dabei für Allocation of Cross-zonal Capacity
and Procurement of aFRR Cooperation Agreement. Das Ziel von ALPACA
ist es, einen größeren Angebotsmarkt bereitzustellen, den Wettbewerb
zu erhöhen und folglich die Beschaffungskosten zu reduzieren.
Reduktion der Gesamtkosten um 4,5 Prozent
Im ersten operativen Jahr konnten in der Region die
Beschaffungskosten um 25 Millionen Euro gesenkt werden – dies macht
4,5 Prozent der Gesamtkosten aus. Knapp 55 Prozent der Einsparungen
entfallen auf negative Regelleistung (reservierte Mengen zur
Reduktion von Strom im Netz), während die restlichen 45 Prozent auf
positive Regelleistung (reservierte Mengen zur Erhöhung vom Strom im
Netz) entfallen. Der Erfolg von ALPACA verdeutlicht die Wichtigkeit
von länderübergreifenden Kooperationen.
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026
(2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind
Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der
Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9
Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.