Wien (OTS) – Wie können Clubs und öffentliche Räume im Wiener
Nachtleben sicherer
gestaltet werden? Das Pilotprojekt „Neighbourhoods for All“ setzt auf
das Zusammenspiel von Technologie, geschultem Personal und gezielter
Unterstützung vor Ort. Nun geht das Pilotprojekt am Westgürtel in die
Schlussphase. Erste Ergebnisse zeigen, wo Befragte Potenzial für mehr
Sicherheit sehen. Die Umfrage läuft noch bis Ende November weiter.
Seit April 2026 erprobt das Pilotprojekt „Neighbourhoods for All“
am Wiener Westgürtel neue Ansätze, um die Sicherheit im Nachtleben
und im öffentlichen Raum gemeinsam zu stärken. Aktuell sind in 11
Veranstaltungsorten SafeNow Zonen aktiv. Ergänzend wurden
Clubmitarbeitende zu Sensibilisierung und Deeskalation geschult und
mobile Awareness-Teams bei zwei Großveranstaltungen im öffentlichen
Raum eingesetzt.
Parallel dazu läuft die anonyme Umfrage zum Sicherheitsempfinden
am Gürtel weiter.
Zwtl.: Zwischenbericht zeigt erste Erkenntnisse
Eine erste Auswertung von bislang 100 eingegangenen Antworten
zeigt: Rund 50 Prozent der Befragten wünschen sich sowohl geschultes
Awareness- und Sicherheitspersonal, als auch zusätzliche Ressourcen
für Veranstaltungsorte, um die Sicherheit am Gürtel bei Nacht zu
verbessern. Die vollständige Auswertung wird im Abschlussbericht des
Pilotprojekts veröffentlicht.
Zwtl.: Mehrere Ansätze für mehr Sicherheit am Gürtel
Aktuell sind in 11 teilnehmenden Veranstaltungsorten SafeNow
Zonen aktiv. Über die kostenlose App können Gäste und Mitarbeitende
im Bedarfsfall per Knopfdruck das lokale Sicherheitspersonal oder
Awareness-Team alarmieren. Die App übermittelt den Standort der
hilfesuchenden Person, damit Unterstützung gezielt erfolgen kann.
Ergänzend dazu wurden Mitarbeitende aus teilnehmenden Clubs im
Rahmen von Schulungen zu Sensibilisierung und Deeskalation
weitergebildet. Die Schulungen basieren auf der Safer Feiern
Workshopreihe der Vienna Club Commission (VCC).
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Awareness
-Arbeit im öffentlichen Raum. Ein mobiles Awareness-Team war während
des Gürtel Nightwalks und des Waves Vienna Festivals rund um die
teilnehmenden Veranstaltungsorte im Einsatz. Das Team unterstützt
Personen, die sich unwohl, unsicher oder bedroht fühlen, und bietet
in schwierigen Situationen eine Anlaufstelle. Damit ist es auch für
Menschen ansprechbar, die Unterstützung benötigen, ohne dass bereits
ein Notfall vorliegt.
Der nächste und letzte Einsatz im Rahmen des Pilotprojekts ist
für den 25. Oktober beim zehnjährigen Jubiläum der Gürtel Connection
geplant. Die Awareness-Personen sind an ihren lila Warnwesten zu
erkennen und von 22:00 bis 06:00 Uhr für Besuchende ansprechbar.
Das Pilotprojekt verbindet digitale Alarmierung, geschultes
Clubpersonal und mobile Awareness-Arbeit mit dem Ziel, die Sicherheit
am Gürtel zu stärken und zu einem inklusiveren Nachtleben
beizutragen. Die Erfahrungen aus der Praxis und die Perspektiven der
Menschen vor Ort bilden dabei eine wichtige Grundlage.
Zwtl.: Umfrage: Erfahrungen und Perspektiven weiterhin gefragt
Die Umfrage richtet sich an Menschen, die am Gürtel ausgehen,
arbeiten, Veranstaltungen organisieren oder wohnen. Sie erfasst das
Sicherheitsempfinden innerhalb und außerhalb der Veranstaltungsorte
sowie Wünsche für mögliche Verbesserung.
Die bisherigen Ergebnisse geben erste Hinweise darauf, welche
Ansätze die Befragten für vielversprechend halten. Die Umfrage läuft
noch bis zum Ende des Pilotprojekts im November 2026. Die Ergebnisse
fließen in den Abschlussbericht und Empfehlungen für den Westgürtel
ein.
Zwtl.: Stimmen zum Zwischenstand
Tilman Rumland, Gründer und CEO von SafeNow: „Vier Monate nach
dem Start zeigen die ersten Ergebnisse: Wenn Gäste, Mitarbeitende und
Awareness-Teams zusammenarbeiten, ist Hilfe auf Knopfdruck schnell
da. Für uns zeigt das, dass Sicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe ist,
zu der alle ihren Teil beitragen können. Darauf sind wir stolz.
Lutz Leichsenring, Mitgründer VibeLab: „Sicherheit im Nachtleben
endet nicht an der Clubtür. Am Westgürtel arbeiten Clubs, Awareness-
Teams, Technologie und Menschen aus der Nachbarschaft zusammen. Die
Umfrage zeigt, dass genau das gewünscht ist: geschultes Personal und
niederschwellige Unterstützung, die auch im öffentlichen Raum
ankommt. Was wir hier in Wien lernen, geben wir an andere Städte
weiter, die vor ähnlichen Fragen stehen.”
Martina Brunner, Geschäftsführung Vienna Club Commission: „Die
ersten Ergebnisse zeigen, wie wichtig geschultes Sicherheits- und
Awareness-Personal für mehr Sicherheit am Gürtel ist. Dabei dürfen
wir nicht nur auf die Clubs schauen, sondern müssen auch den
öffentlichen Raum rundherum berücksichtigen. Die Kombination aus
technologischer Unterstützung durch SafeNow und persönlicher
Unterstützung durch Awareness-Teams eröffnet neue Möglichkeiten,
Menschen im Bedarfsfall zu helfen. Denn Sicherheit braucht nicht nur
Kontrolle, sondern auch Zivilcourage und Peer-Support.“
Zwtl.: Mitmachen: App laden, Umfrage ausfüllen
Die SafeNow App ist kostenlos im App Store und bei Google Play
erhältlich: safenow.app . Wer Zeit am Gürtel verbringt – beim
Ausgehen, bei der Arbeit, als Betreiber:in oder als Anrainer:in – ist
außerdem eingeladen, an der kurzen anonymen Umfrage teilzunehmen. Die
Ergebnisse fließen direkt in zukünftige Empfehlungen und Maßnahmen
ein. Den Link zur Umfrage gibt es auf den Social-Media-Kanälen der
Nighttime Foundation, Vienna Club Commission, VibeLab und SafeNow.
– Link zur Umfrage (Deutsch)
– Link zur Umfrage (Englisch)
Über Neighbourhoods for All
„Neighbourhoods for All“ ist ein Pilotprojekt der Nighttime
Foundation in Zusammenarbeit mit der Vienna Club Commission (VCC) und
SafeNow. VibeLab begleitet das Projekt mit Forschung und
Projektmanagement. Das Projekt baut auf internationalem
Wissensaustausch zu inklusiven und sicheren Stadträumen auf. Die
Erfahrungen aus dem Pilotprojekt sollen in Empfehlungen einfließen,
die auch für andere Gebiete und Städte relevant sein können.
Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at