Linz (OTS) – Zum Start des Wintersemesters 2026/27 begrüßt die IT:U
Interdisciplinary Transformation University Austria 101 neue
Studierende in ihren Master- und PhD-Programmen. Damit studieren
insgesamt 178 Menschen an der Universität für Transformation in Linz,
die 2023 gegründet wurde. Sie verbinden ihr Wissen aus
unterschiedlichen Fachrichtungen und arbeiten von Beginn an gemeinsam
an realen Herausforderungen von heute und morgen, um Transformation
in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu gestalten.

Transformation lässt sich nicht aus einer einzelnen Disziplin
heraus gestalten und auch nicht allein durch Zuhören. Genau hier
setzt das Studienmodell der IT:U an. Denn während in klassischen
Hörsälen oft mehrere hundert Personen Vorträgen folgen, arbeiten die
Studierenden in den LearnLabs der IT:U in kleinen Teams zusammen. In
den Projekten kommen Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen
zusammen, um konkrete Herausforderungen zu lösen und verbinden dabei
Lernen, Forschung und Anwendung. Aktiv bringen die Studierenden in
den LearnLabs unterschiedliche Perspektiven, Methoden und Erfahrungen
zusammen, entwickeln Lösungsansätze und erproben diese gemeinsam mit
Forschenden. KI und digitale Technologien dienen dabei als Werkzeuge,
um neue Lösungswege zu erschließen, immer mit Blick auf ihre
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Eine repräsentative IMAS-Befragung im Auftrag der IT:U vom Juni
2026 unterstreicht die Bedeutung dieses Bildungsauftrags: 61 Prozent
der Menschen in Österreich messen Universitäten mit KI- und
Digitalisierungsschwerpunkt eine große Bedeutung für den künftigen
Arbeitsmarkt bei.

„Die Herausforderungen unserer Zeit reichen über einzelne
Fachgebiete hinaus. Deshalb gestalten wir auch die Lehre und
Forschung in unseren LearnLabs über diese Grenzen hinweg. Die
Studierenden lernen, gemeinsam mit anderen neue Themen zu erschließen
und entwickeln dabei die Fähigkeit, Wissen weiterzudenken,
unterschiedliche Perspektiven abzuwägen und Lösungsansätze auch unter
Unsicherheit zu erproben. Dieser Zugang bereitet sie darauf vor, an
Zukunftsfragen zu arbeiten, die wir heute noch gar nicht kennen, und
technologische und gesellschaftliche Veränderungen aktiv
mitzugestalten“ , beschreibt Stefanie Lindstaedt,
Gründungspräsidentin der IT:U, den Anspruch des Universitätsmodells
der IT:U.

Zwtl.: Interdisziplinäres Lernen in der Praxis: Studierende testen
virtuell Verkehrssicherheit für sichere Radwege

Die neuen Masterstudierenden bringen unter anderem Vorwissen aus
Informatik, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Psychologie, Design
und Architektur mit. Wie erfolgreich diese Fachrichtungen
zusammenwirken, zeigte sich im ersten Jahrgang der Masterstudierenden
2025/26. Im Kurs „Human in the Loop“ untersuchten die Studierenden
u.a., wie Menschen das Radfahren in einer kontrollierten virtuellen
Umgebung erleben. Ein solcher Versuchsaufbau ermöglicht es,
menschliche Reaktionen in realitätsnahen Szenarien zu untersuchen,
ohne diese direkt in der realen Welt nachstellen zu müssen.

Damit schafft er eine wertvolle Grundlage für zukünftige
Forschung zum Radfahrverhalten, zu sichereren Mobilitätssystemen und
zur Gestaltung von Fahrradinfrastruktur. In solchen Projekten greifen
die Entwicklung von Hardware, Software und Forschung ineinander.
Anstatt Fachwissen isoliert zu erwerben, wenden die Studierenden ihr
Wissen direkt auf eine gemeinsame Herausforderung an. Dabei lernen
sie, fachübergreifend zu kommunizieren, verschiedene Perspektiven zu
verstehen, Kompromisse zu finden, unerwartete Probleme zu lösen und
zu einem gemeinsamen Ergebnis zusammenzuführen. Ziel ist es
Fachkräfte auszubilden, die unterschiedliche Perspektiven und
Kompetenzen verbinden, um innovative Lösungen für die
Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln.

Zwtl.: Internationale Perspektiven mit Nutzen für den Standort

Studierende aus Österreich und 49 anderen Ländern lernen und
forschen an der IT:U gemeinsam. Sie bringen Erfahrungen aus
unterschiedlichen Bildungs-, Arbeits- und Lebenswelten mit. In der
Projektarbeit hilft das, vertraute Annahmen zu hinterfragen und
Lösungsansätze aus mehreren Blickwinkeln zu prüfen. Internationale
Zusammenarbeit wird so Teil des Studienalltags und verbindet globale
Perspektiven mit konkreten Fragen am Standort.

„Wir holen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und
Fähigkeiten nach Österreich und bringen sie hier zusammen.
Studierende aus Österreich bauen internationale Netzwerke auf und
lernen, über fachliche und kulturelle Grenzen hinweg
zusammenzuarbeiten. Internationale Studierende können ihre Kenntnisse
einbringen und entwickeln Verbindungen zum Standort. Das Studium
öffnet damit Perspektiven, auch nach dem Abschluss in Österreich zu
arbeiten und zu forschen. So verbinden wir internationale Offenheit
mit dem Ziel, die Transformationsfähigkeit des Standorts zu stärken“
, erläutert Lindstaedt die Verbindung von internationaler Ausrichtung
und regionaler Wirkung.

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