Wien (OTS) – Auf mehreren Straßen in Wien wurden vor geraumer Zeit
Asbeststeine im
Asphalt gefunden. Zunächst war von acht betroffenen Straßen die Rede.
Wie sich nun herausstellt, war das offenbar nur „die Spitze des
Eisbergs“, so der Hietzinger FPÖ-Bezirksparteiobmann KO Georg
Heinreichsberger. Bei den Funden handelt es sich um weiße, faserige
Steinchen in der Asphaltoberfläche, rundherum schimmert es grün.
Besonders brisant: Der enthaltene Asbest ist hoch krebserregend, nur
schwach im Asphalt gebunden und sehr weich. Dadurch können sich die
gefährlichen Fasern relativ leicht freisetzen.

Asbeststeine wurden nicht nur auf der Rosenhügelstraße, sondern
auch in zahlreichen weiteren Straßen in Hietzing entdeckt, darunter
in der Gallgasse, Fleschgasse, Erzbischofgasse und Speisinger Straße.
Die Anrainer wurden jahrelang über die unsichtbare Gefahr im Unklaren
gelassen. Zudem gibt es konkrete Hinweise, dass auch in der derzeit
aufgegrabenen Maxingstraße Asbest vorhanden war. Laut vorliegenden
Informationen soll die Firma, die das Material ursprünglich
aufgebracht hat, dieses mittlerweile wieder entfernt haben. Die
Kosten dafür trägt jedoch der Bürger in Form von Steuern und Abgaben.

„Es kann nicht sein, dass jene Unternehmen, die diese Gefahr
geschaffen haben und dafür von der Stadt Wien bezahlt wurden, nun
abermals die Beseitigung des Asbestmaterials in Rechnung stellen
können!“, kritisiert Heinreichsberger. Die FPÖ Hietzing fordert die
Stadt Wien daher auf, sich bei den Verursachern schadlos zu halten,
sämtliche infrage kommenden Straßen auf Asbest zu überprüfen und
betroffene Bereiche fachgerecht zu sanieren – ohne die Wienerinnen
und Wiener zusätzlich zu belasten.