Wien (OTS) – FPÖ-Generalsekretär und Verkehrssprecher NAbg. Christian
Hafenecker,
MA, und FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Roman Haider, Chefverhandler der
Patriots-Fraktion im Europäischen Parlament zum Verbrenner-Aus,
kritisieren BMW-Vorstandschef Milan Nedeljković scharf. Laut FAZ hat
Nedeljković die AfD als „Gift für einen weltoffenen
Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt“ bezeichnet.
„Ich bin seit fünfzehn Jahren Neuwagenkunde bei BMW und
begeistert von der Innovationskraft dieses Unternehmens und seiner
Mitarbeiter. Einzig die Solidarität mit den Beschäftigten und dem
Standort Steyr ist der Grund, warum sich der Herr
Vorstandsvorsitzende meine Fahrzeuge nicht in dieser Sekunde abholen
kann“, so FPÖ-Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker.
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September
mit 43,8 Prozent gewonnen und stellt seit 6. Oktober mit Tobias
Rausch erstmals einen Landtagspräsidenten. Ausgerechnet Nedeljković,
der von 2013 bis 2015 das BMW-Werk Leipzig geleitet hat, erklärt nun
einen großen Teil der ostdeutschen Wähler und Kunden zum
Standortrisiko. Gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“
hatte er noch versichert, BMW werde Verbrennungsmotoren bauen,
solange es Kunden gibt, die sie kaufen. Gilt das nur noch für Kunden,
die richtig wählen?
Haider verhandelt für die Patriots im Europäischen Parlament
gegen das Verbrenner-Aus und damit genau für jene Technologie, von
der Tausende Arbeitsplätze in Steyr, dem größten Motorenwerk des
Konzerns, abhängen. „Wir kämpfen in Brüssel gegen die grüne
Verbotspolitik und für jeden Arbeitsplatz in der Motorenfertigung.
Und während wir das tun, beschimpft der BMW-Chef genau jene Wähler,
die mit uns gegen das Verbrenner-Aus stehen. Nach allem, was die EU
und die deutsche Bundesregierung der Automobil- und Zulieferindustrie
angetan haben, sollte man in München eher überlegen, diese
Herrschaften zu Fuß gehen zu lassen“, so Haider.
Beide stellen klar: Die Kritik gilt ausschließlich der Münchner
Vorstandsetage. Die Beschäftigten in Steyr leisten hervorragende
Arbeit und dürfen nicht die Rechnung für die Haltungspolitik ihrer
Vorstände zahlen. Wohin es führt, wenn ein Hersteller Haltung über
die eigene Kundschaft stellt, hat Jaguar mit seinem Neuauftritt
vorgeführt. Dort hat man eine Traditionsmarke in Rekordzeit von genau
jenen Menschen entfremdet, die sie jahrzehntelang gefahren haben –
nach dem Motto „Go woke, go broke“.
„Wer im Autohaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Wenn BMW
künftig lieber die linke Kundschaft ins Auge fasst, sollte man in
München gleich überlegen, die Produktion auf Lastenfahrräder
umzustellen. Herr Nedeljković muss sich entscheiden, ob er einen
Autokonzern führt oder eine Parteizentrale“, so Hafenecker
abschließend.