Wien (OTS) – Wien, 9. Oktober 2026 – Der ÖVP-Parlamentsklub gibt
bekannt, dass Dr.
Gudrun Kugler, Vorsitzende der EPP & like-minded Group in der
Parlamentarischen Versammlung der OSZE, als Kandidatin für den
Vorsitz der Parlamentarischen Versammlung der OSZE bei der
Jahrestagung 2027 am 8. Oktober 2026 einstimmig nominiert wurde. Die
Wahl findet im Rahmen der OSZE-PV-Jahrestagung in Belgrad im Juli
2027 statt.

Die österreichische Nationalratsabgeordnete verfügt über
umfassende Erfahrung in parlamentarischer Diplomatie und
internationaler Zusammenarbeit. Innerhalb der Parlamentarischen
Versammlung der OSZE war sie bereits Vizepräsidentin,
Sonderbeauftragte für demografischen Wandel und Sicherheit sowie
dreimal Berichterstatterin des Zweiten Ausschusses für
Wirtschaftsfragen, Wissenschaft, Technologie und Umwelt.

Die 49-jährige vierfache Mutter befasste sich dabei insbesondere
mit Energiesicherheit, künstlicher Intelligenz, wissenschaftlicher
Zusammenarbeit, Migration und demografischem Wandel. Sie nahm an
Wahlbeobachtungsmissionen und Vor-Ort-Besuchen teil, unter anderem im
Bereich Migration, so etwa in Frauenhäusern in Tadschikistan, bei
Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben in Gaziantep und in
Flüchtlingslagern in Griechenland.

Im Zentrum ihrer Kandidatur steht das Ziel, die Wirksamkeit der
Parlamentarischen Versammlung zu stärken und durch parlamentarische
Diplomatie einen Beitrag zu Frieden und Freiheit zu leisten. Kugler
will den Dialog über politische und geografische Trennlinien hinweg
fördern und die Zusammenarbeit zwischen der Parlamentarischen
Versammlung und den ausführenden Strukturen der OSZE vertiefen.

Ein besonderes Anliegen ist ihr, die Sitzungen der Versammlung
partizipativer und stärker auf inhaltliche Debatten auszurichten. An
die Stelle einer bloßen Abfolge einzelner Redebeiträge sollen
substanzielle Diskussionen treten, in denen Parlamentarier
aufeinander eingehen und Berichte sowie Resolutionen gemeinsam
weiterentwickeln können.

Kugler will zudem die konsequente Unterstützung der Ukraine
einschließlich ihres Wiederaufbaus fortsetzen und sich für gute
Regierungsführung sowie für den Kampf gegen Korruption und
Menschenhandel einsetzen. Weitere Schwerpunkte sind leistbare Energie
und die Gestaltung des demografischen Wandels.

Darüber hinaus schlägt sie freiwillige Einführungsseminare für
neue Mitglieder zweimal jährlich vor. Diese sollen Parlamentariern
ermöglichen, sich von Beginn ihres Mandats an wirksam in die Arbeit
der OSZE einzubringen.

„Keine noch so gute Institution kommt ohne gute Menschen aus. Wir
müssen unsere Erfahrungen zusammenführen, einander zuhören und über
Trennlinien hinweg zusammenarbeiten, um den Beitrag der Versammlung
zu Frieden, Freiheit und Sicherheit zu stärken. Das ist
parlamentarische Diplomatie – und sie ist in diesen neuen Zeiten
wichtiger denn je“, betont Kugler.