Wien (OTS) – Sie sind täglich von früh bis spät in den Gemeindebauten
unterwegs,
trotzen jedem Wetter und leisten mit ihrer Arbeit einen wertvollen
Beitrag für Ordnung, Sicherheit und ein respektvolles Zusammenleben.
Mit regelmäßigen Kontrollgängen in den Wohnhausanlagen sorgen die
Ordnungsberater*innen dafür, dass in den 1.800 Wohnhausanlagen
Hausordnung und Wiener Reinhaltegesetz eingehalten werden. Sie
dokumentieren dabei Missstände, melden Verunreinigungen und klären
die Bewohner*innen direkt vor Ort auf. Das persönliche Gespräch steht
dabei stets im Mittelpunkt ihrer Arbeit: So helfen die
Ordnungsberater*innen dabei, Probleme frühzeitig zu lösen und
Konflikte zu vermeiden.

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch begleitete die
Ordnungsberater*innen bei ihren Kontrollgängen im 9. Wiener
Gemeindebezirk und machte sich vor Ort ein Bild von ihrer wertvollen
täglichen Arbeit. „Der Gemeindebau ist das Zuhause für
hunderttausende Wienerinnen und Wiener. Für ein gut funktionierendes
Zusammenleben in den Wohnhausanlagen braucht es gegenseitige
Rücksichtnahme und klare Regeln“, erklärt Hanel-Torsch. „Die
Ordnungsberaterinnen und Ordnungsberater sind hier unverzichtbar. Sie
sind Ansprechpersonen vor Ort, klären auf, helfen bei Problemen und
sorgen insgesamt dafür, dass sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld
wohlfühlen können. Dazu gehört auch, dass sie Strafen ausstellen,
wenn sich jemand partout nicht an die Spielregeln halten will. So
trägt ihr Einsatz wesentlich zu Sauberkeit, Sicherheit und
Lebensqualität im Gemeindebau bei.“

Regelmäßige Kontrollgänge und Sichtbarkeit zeigen Wirkung

Die Einsatzzahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen die hohe
Präsenz der Ordnungsberater*innen in den Wiener Gemeindebauten:
Insgesamt wurden 19.829 Kontrollgänge durchgeführt. Dabei suchten die
Ordnungsberaterinnen 23.699-mal das persönliche Gespräch mit Mieter*
innen. Darüber hinaus machten sie 18.123 Meldungen nach Verletzungen
des Wiener Reinhaltegesetzes sowie 18.770 Meldungen nach Verstößen
gegen die Hausordnung.

Wenn Aufklärung allein nicht ausreicht und die Gespräche nicht
fruchten, können die Ordnungsberater*innen Verstöße gegen das Wiener
Reinhaltegesetz auch ahnden: Von Jänner bis Juli stellten sie 1.552
Organstrafverfügungen aus und in 401 Fällen erstatteten sie Anzeigen.

Einkaufswagerl sind im Supermarkt daheim, nicht im Gemeindebau

Ein besonderes Augenmerk gilt weiterhin illegal abgestellten
Einkaufswagerln in Gemeindebauten. Was auf den ersten Blick harmlos
wirkt, kann Flucht- und Rettungswege versperren, Grünflächen
beeinträchtigen und zusätzliche Kosten verursachen. Die
Ordnungsberater*innen kontrollieren daher regelmäßig Wohnhausanlagen
auf illegal abgestellte Einkaufswagerl, informieren die Bewohner*
innen über die geltenden Regeln und sorgen gemeinsam mit
Hausbetreuung und Handelspartnern dafür, dass zurückgelassene
Einkaufswagerl rasch wieder den Weg in ihr Zuhause finden.

Wiener Wohnen setzt dabei auf ein Bündel an Maßnahmen: Dazu
zählen definierte Sammelstellen, regelmäßige Abholungen durch die
beteiligten Handelsunternehmen sowie gezielte Kontrollen vor Ort. Wer
erwischt wird, ein Einkaufswagerl in einer Wohnhausanlage
abzustellen, riskiert ein Strafmandat in Höhe von 50 Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Entfernung illegal
abgestellter Gegenstände in den Wohnhausanlagen. Im ersten Halbjahr
2026 wurden insgesamt 21.293 Entrümpelungen durchgeführt. Besonders
häufig betroffen waren Müllplätze (8.874 Entrümpelungen), allgemeine
Teile des Hauses wie Kellergänge und Dachböden (7.136) sowie
Müllräume (1.764).

Halbjahresbilanz 2026 in Zahlen

– 19.829 Kontrollen von Wohnhausanlagen

– 23.699 Gespräche mit Mieter*innen

– 18.123 Meldungen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes

– 18.770 Meldungen nach Verstößen gegen die Hausordnung

– 304 Sonderbegehungen

– 21.293 Entrümpelungen

– 1.552 Organstrafverfügungen nach Verletzung des Wiener
Reinhaltegesetzes

– 401 Anzeigen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes

Zu den häufigsten Beanstandungen zählen Sperrmüllablagerungen,
Verunreinigungen, weggeworfene Zigaretten, illegal abgestellte
Einkaufswagerl sowie nicht entfernter Hundekot.

Meldungen rund um die Uhr möglich

Hinweise zu akuten Verunreinigungen, Sperrmüllablagerungen,
zurückgelassenen Einkaufswagerln oder sonstigen Missständen können
Bewohner*innen rund um die Uhr über die Wiener-Wohnen-Service-Nummer
05 75 75 75 melden. Die Service-Hotline ist an sieben Tagen in der
Woche und rund um die Uhr erreichbar.