Linz/Wien (OTS) – Während WKÖ-Präsidentin Martha Schultz
Personalabbau ankündigt und
jede Ausgabe auf ihren Nutzen für die Mitglieder prüfen will, hat die
Wirtschaftskammer Österreich am 23. Dezember 2025, einen Tag vor dem
Heiligen Abend, eine Rahmenvereinbarung für Managementberatung mit
KPMG Advisory abgeschlossen. Der Auftragswert beträgt 16 Millionen
Euro. Abgedeckt sind Strategieberatung, Organisationsberatung,
Coaching, Management auf Zeit und Change Management.

„Ich habe im August gesagt: Martha Schultz muss beweisen, dass
ihre Reform mehr ist als eine PR-Übung. Jetzt wissen wir, was sie
dafür bereitgestellt hat: 16 Millionen Euro für Berater! Bei den
eigenen Leuten wird gespart, bei den Beratern nicht“, so NAbg.
Michael Fürtbauer, Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft OÖ.

Besonders auffällig ist für Fürtbauer der Kontrast zur Wiener
Kammer: „Nach den Enthüllungen über Millionen für Agenturen kündigt
die neue Wiener Präsidentin an, Leistungen wieder vorrangig intern
abzuwickeln. Die Bundeskammer geht den umgekehrten Weg und legt 16
Millionen Euro für externe Berater bereit. Die Mitglieder haben ein
Recht zu erfahren, was die Reform bisher gekostet hat und was sie
ihnen tatsächlich bringt.“

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher die Offenlegung aller
Abrufe aus dem Beraterrahmen: wer wie viel wofür bekommen hat. „Eine
Kammer, die um ihre Mitglieder werben müsste, würde sich so einen
Beratervertrag zweimal überlegen. Solange die Beiträge per Gesetz
fließen, fehlt dieser Druck. Deshalb muss die Pflichtmitgliedschaft
fallen!“ Fürtbauer abschließend.