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WeltRisikoBericht 2026: Stürme werden stärker. Zur Katastrophe macht sie der Mensch. (FOTO)

Berlin/Bochum (OTS) – Der neue WeltRisikoBericht rückt Stürme in den
Fokus und legt
erstmals ein Sturmrisikoranking für 193 Länder weltweit vor. Die
Philippinen, Mexiko und Madagaskar belegen mit dem höchsten
Sturmrisiko die ersten drei Ränge, Deutschland liegt mit einem sehr
geringen Sturmrisiko auf Rang 167. Tropische Wirbelstürme werden
intensiver, ihre Zugbahnen verschieben sich, und immer mehr Menschen
an Küsten geraten in ihre Reichweite. Ob daraus eine Katastrophe
wird, entscheidet jedoch nicht der Wind.

Warum wird derselbe Sturm in einem Land zur
Jahrhundertkatastrophe, während er im Nachbarland glimpflich ausgeht?
Dieser Frage geht der WeltRisikoBericht 2026 nach, den Bündnis
Entwicklung Hilft und das Institut für Friedenssicherungsrecht und
Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum heute auf
dem ExtremWetterKongress in Hamburg veröffentlichen. Der Bericht
analysiert seit 2011 jährlich das Katastrophenrisiko für 193 Länder.
In diesem Jahr steht mit Stürmen eine der folgenschwersten
Naturgefahren im Mittelpunkt.

Die Daten zeigen einen klaren Trend. Wirbelstürme werden
intensiver. Ihre Zugbahnen verschieben sich polwärts, wodurch sie auf
Regionen treffen, die nicht auf schwere Stürme vorbereitet sind. Die
meisten Menschenleben fordert dabei nicht der Wind, sondern die
Sturmflut. Mit dem steigenden Meeresspiegel überfluten künftig auch
Küsten, die früher als sicher galten. Am härtesten trifft es kleine
Inselstaaten und die rasch wachsenden Küstenstädte des Globalen
Südens.

„Stürme sind Naturereignisse. Katastrophen sind es nicht. Ob
Menschen sterben, entscheidet sich lange vor dem Landfall – in den
Bauvorschriften, den Warnketten und den Sozialsystemen“ , sagt Dr.
Katrin Radtke, wissenschaftliche Leitung des WeltRisikoBerichts am
IFHV.

Wie ungleich die Gefahr verteilt ist, zeigt das erstmals
ausgewiesene Sturmranking: 123 der 193 Staaten sind Stürmen kaum
ausgesetzt, während zehn Länder den Großteil der weltweiten
Sturmgefährdung tragen. Angeführt von den Philippinen, die zugleich
das höchste Gesamtrisiko aufweisen. Dass hohe Gefährdung nicht
zwangsweise in einer Katastrophe endet, belegt der Blick auf Japan
und die USA. Ähnlich stark exponiert wie viele Länder des Globalen
Südens, tragen sie dank Frühwarnung, baulicher Standards und stabiler
Institutionen nur einen Bruchteil des Risikos. Auch

Der Bericht verweist zudem auf eine gefährliche Gleichzeitigkeit,
die der Politologe Dr. Stephan Klingebiel in einem Kommentar
einordnet. Während die Wetterextreme zunehmen, geraten die Mittel für
humanitäre Hilfe weltweit unter Druck.

„Stürme werden stärker, und immer mehr Menschen leben in ihrer
Reichweite. Gleichzeitig werden die Mittel für humanitäre Hilfe
gekürzt. Der WeltRisikoBericht 2026 macht deutlich, wie teuer diese
Gleichzeitigkeit wird, wenn wir jetzt nicht in Vorsorge investieren“
, sagt Dr. Ilona Auer Frege, Geschäftsführerin von Bündnis
Entwicklung Hilft.

Wie der Klimawandel Stürme verändert, erläutert die
Klimawissenschaftlerin Dr. Friederike Otto im Interview.

Der Bericht erscheint ab dieser Ausgabe in einem grundlegend
überarbeiteten Design.

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Über den WeltRisikoBericht

Der WeltRisikoBericht wird seit 2011 jährlich von Bündnis
Entwicklung Hilft und dem IFHV der Ruhr-Universität Bochum
herausgegeben. Der darin enthaltene WeltRisikoIndex erfasst für 193
Länder das Katastrophenrisiko als Zusammenspiel von physischer
Exposition gegenüber Naturgefahren und gesellschaftlicher
Verwundbarkeit. Der vollständige Bericht mit dem WeltRisikoIndex und
dem SturmRisikoIndex 2026 sowie Infografiken und Weltkarten stehen
unter www.weltrisikobericht.de zum Download bereit.

Interviewangebot

Für Interviews stehen Dr. Katrin Radtke (wissenschaftliche
Leitung, IFHV), Dr. Ilona Auer Frege (Geschäftsführerin Bündnis
Entwicklung Hilft) und Daniel Weller (Senior Data Scientist, IFHV)
zur Verfügung.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at