Linz (OTS) – Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei 123
oberösterreichischen
Werkstätten die Kosten einer Arbeitsstunde von Kfz-Mechaniker:innen,
Spengler:innen und Lackierer:innen und für die Pickerl-Überprüfung
erhoben. Die Preise variieren stark: Werden für die Pickerl-
Überprüfung im günstigsten Bezirk Freistadt durchschnittlich 65 Euro
verrechnet, betragen die Kosten in Wels im Schnitt 82 Euro.
Das kostet die Arbeitsstunde
– Im Durchschnitt kostet die Mechaniker:innen-Stunde 139 Euro, die
Spengler:innen-Stunde 205 Euro und die Lackierer:innen-Stunde 211
Euro.
– Die Bandbreite der Mechaniker:innen-Stundensätze reicht von 50 Euro
bis zu 225,90 Euro. Bei Spengler:innen und Lackierer:innen liegen die
erhobenen Kosten zwischen 75 Euro und 297 Euro pro Stunde.
– Im Vergleich zu 2025 sind die Stundensätze um rund 4 Prozent
angehoben worden.
Überprüfung nach §57a inklusive Pickerl
– Für die Pickerl-Überprüfung werden durchschnittlich 73 Euro
verrechnet.
– Beim günstigsten Anbieter kostet sie 48 Euro, beim teuersten 101,52
Euro.
– Eine Werkstatt verrechnet bei Dieselfahrzeugen mehr als bei
Benzinern.
Rabatte bei Autofahrerklubs – jedoch nur für Mitglieder
Für die Pickerl-Überprüfung verlangt der ARBÖ in ganz
Oberösterreich 72,20 Euro inklusive Plakette, der ÖAMTC 60,30 Euro
inklusive Plakette. Der Stundensatz bei Mechaniker:innen beträgt beim
ARBÖ in der ersten Stunde 96,30 Euro (erste Viertelstunde gratis),
danach 128,40 Euro für jede weitere Stunde.
Tipps
– Verlangen Sie vor Auftragserteilung einen schriftlichen
Kostenvoranschlag. Dieser ist grundsätzlich kostenlos, außer die
Werkstatt weist vorher darauf hin (zum Beispiel in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen).
– Die Stundensätze hängen teilweise von der Automarke, vom Modell und
von der zu erbringenden Leistung ab.
– Lassen Sie sich durchgeführte Reparaturarbeiten erklären und
besprechen Sie Unklarheiten in der Rechnung sofort bei Übernahme.
– Pickerl-Überprüfungen werden im Rahmen eines (Jahres-)Service von
manchen Unternehmen gratis oder verbilligt durchgeführt. Erkundigen
Sie sich.
Achtung!
Die Fehlersuche durch eine Werkstätte ist grundsätzlich nicht
kostenlos. Legen Sie eine Preisobergrenze fest (bestenfalls
schriftlich, zum Beispiel per Mail), bis zu der Kosten anfallen
dürfen, ohne dass Rücksprache mit Ihnen gehalten werden muss. Gerade
bei älteren gebrauchten Fahrzeugen kann ansonsten die Fehlersuche
sogar den Wert des Autos übersteigen.
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