Bau

Sport bleibt Herzstück: Zukunft des Postsportquartiers Hernals

Wien (OTS) – Der Leitbildprozess für die Weiterentwicklung des
Postsportareals hat
gestartet. Dazu liegt eine erste Prüfung der Machbarkeit vor. Mit dem
städtebaulichen Leitbild werden die konkreten Rahmenbedingungen für
die weiteren Planungen festgelegt. Die Österreichische Post AG
präsentiert zusammen mit der Stadt Wien erstmals konkrete Eckpunkte
für die zukünftige Entwicklung des Postsportareals Hernals. Dabei
gilt eine klare Prämisse: Der Sport ist auch künftig Herzstück des
Areals und die Sportanlagen bleiben im bisherigen Umfang erhalten .
Gleichzeitig eröffnet die Quartiersentwicklung die Möglichkeit,
bestehende Sportanlagen zu modernisieren, eine neue Mehrzweckhalle zu
errichten, das Areal für die Bevölkerung zu öffnen, zur
Grünraumversorgung beizutragen und leistbaren Wohnraum auf bereits
versiegelten Flächen zu schaffen.

Umgestaltung bringt mehr Grünflächen als jetzt

Das Areal hat insgesamt eine Größe von ca. 15 ha. Davon entfallen
derzeit ca. 42 % auf Sportanlagen, ca. 28 % auf Grün- und Freiräume
sowie ca. 30 % auf versiegelte bzw. bebaute Flächen. Nach der
Quartiersentwicklung bleiben die Flächen der Sportanlagen unverändert
und der Anteil der Grünflächen und Freiräume erhöht sich um rund
6.000 m², da Flächen entsiegelt werden können.

Sport bleibt Herzstück des Quartiers

Die Zukunft des Postsportquartiers beginnt beim Sport. Der
gemeinnützige Breitensport bleibt dauerhaft erhalten, ebenso behalten
Schul- und Vereinssport ihren festen Platz . Sportarten wie Fußball,
Tennis, Handball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Landhockey
und Minigolf werden das Quartier auch in Zukunft prägen.

Die Quartiersentwicklung schafft gleichzeitig die Möglichkeit,
die Sportinfrastruktur schrittweise zu modernisieren. Geplant sind
eine neue zeitgemäße Mehrzweckhalle, die Modernisierung bestehender
Sportanlagen sowie die Erneuerung von Umkleiden, Vereinsräumen und
Lagerflächen. Auch die Energieversorgung der Sportanlagen soll
künftig nachhaltiger und kosteneffizienter erfolgen.

Wohnraum auf Parkplätzen und Bestandsflächen

Die bestehenden Sportanlagen bleiben von einer künftigen Bebauung
unberührt . Die Entwicklung konzentriert sich hauptsächlich auf
bereits versiegelte oder bebaute Flächen am Rand des Areals. Dazu
zählen insbesondere heutige Parkplatzflächen sowie Bestandsgebäude
mit erheblichem Sanierungsbedarf. Die Gebäudehöhen orientieren sich
an der jeweiligen Bebauungs- und Umgebungsstruktur.

Das Areal bietet Potenzial für neuen Wohnraum, wobei zwei Drittel
der neu gewidmeten Wohnungen gefördert und ein Drittel frei
finanziert errichtet werden. Damit leistet das Postsportquartier
einen Beitrag zu zusätzlichem gefördertem Wohnraum in Wien, ohne
Sportflächen einzuschränken oder Freiräume für den Sport zu
reduzieren.

Vorgesehen ist zudem ein Anteil an Unterkunftsmöglichkeiten
insbesondere für Sportler*innen (bei Turnieren/Veranstaltungen), um
damit das Nutzungsangebot am Areal sinnvoll zu ergänzen.

Offenes Quartier statt Barriere im Grätzl

Ein zentrales Ziel der Quartiersentwicklung ist die Öffnung des
heute weitgehend abgeschlossenen Areals. Derzeit können große Teile
des Geländes nur von Vereinsmitgliedern oder Nutzer*innen der
Sportanlagen betreten werden. Für viele Menschen stellt das Areal im
Alltag derzeit daher eine Barriere dar.

Künftig soll das Postsportquartier zu einem offenen Raum für alle
Menschen im Bezirk werden. Öffentliche Wege erleichtern die
Durchquerung des Gebiets und schaffen direkte Verbindungen innerhalb
des Grätzls. Neue Grünflächen, Sitzgelegenheiten und
Aufenthaltsbereiche erhöhen zusätzlich die Lebensqualität im Umfeld.
Das Quartier entwickelt sich damit zu einem offenen Begegnungszentrum
für alle Generationen.

Mehrwert für die Menschen im Bezirk

Neben Sport und Wohnen soll das Quartier künftig auch zusätzliche
Angebote für den täglichen Bedarf ermöglichen. Im Zuge der
Entwicklung wird Raum für Nahversorgung und soziale Infrastruktur
geschaffen. Denkbar sind etwa ein Supermarkt, ein Kindergarten,
Gastronomieangebote oder eine Gesundheitseinrichtung . Diese
Einrichtungen sollen einen zusätzlichen Mehrwert für die Menschen im
Umfeld schaffen und die Versorgung im Grätzl stärken.

Bürger*innen können Anregungen einbringen

Mit der Informationsveranstaltung – dem Dialogtag – am 6. Oktober
von 15:00 – 18:30 Uhr (Postakademie, Ecke
Schumanngasse/Rosensteingasse, 1170 Wien) startet gemeinsam mit der
Stadt Wien die Bürger*innenbeteiligung zur Weiterentwicklung des
Areals.

Dabei wird der Stand der derzeitigen Planung und die
Entwicklungsideen für das Areal vorgestellt. Die im Rahmen dieses
Dialogtages gezeigte Freiluft-Ausstellung verbleibt am Areal und kann
von Interessierten jederzeit besucht werden.

Die grundlegenden Ziele des Projekts stehen fest: Der Sport
bleibt erhalten, die Entwicklung konzentriert sich auf versiegelte
Flächen und das Quartier soll künftig offen, klimafit und
generationenübergreifend nutzbar sein . Innerhalb dieser Leitplanken
erhalten Anrainer*innen, Sportler*innen und Interessierte die
Möglichkeit, Ideen und Anregungen für die weitere Entwicklung
einzubringen.

Schritt für Schritt zu einer qualitätsvollen Quartiersentwicklung

Um eine qualitätsvolle Quartierentwicklung sicherzustellen, sind
viele Schritte notwendig, bis es schlussendlich zu einer Umsetzung
kommt. Im Zuge des Leitbildprozesses muss – wie bei vergleichbaren
Stadtentwicklungsprojekten üblich – unter anderem untersucht werden,
welche Auswirkungen das Vorhaben auf das lokale Stadtklima haben
könnte. Diese Untersuchung soll in den nächsten Prozessschritten
erfolgen. Das Ergebnis fließt in das städtebauliche Leitbild bzw. in
die darauf aufbauenden Planungen ein.

Fakten auf einen Blick

(Stand: September 2026)

– Anlass / Thema: Die Österreichische Post AG gemeinsam mit der Stadt
Wien präsentiert erstmals konkrete Eckpunkte für die zukünftige
Entwicklung des Postsportareals Hernals; der gemeinnützige Sport
bleibt auch künftig Herzstück des Areals und die Sportanlagen bleiben
im bisherigen Umfang erhalten.

– Maßnahme / Aktivität: Geplant sind eine neue zeitgemäße
Mehrzweckhalle, die Modernisierung bestehender Sportanlagen sowie die
Erneuerung von Umkleiden, Vereinsräumen und Lagerflächen.

– Quartiersentwicklung: Die Entwicklung konzentriert sich
hauptsächlich auf bereits versiegelte oder bebaute Flächen am Rand
des Areals. Die Gebäudehöhen orientieren sich an der jeweiligen
Bebauungs- und Umgebungsstruktur.

– Kennzahlen: Zwei Drittel der neu gewidmeten Wohnungen werden
gefördert errichtet. Es entstehen rund 6.000 m² zusätzliche Grün- und
Freiräume.

– Wirkung / Effekt: Das heute weitgehend abgeschlossene Areal soll
für die Bevölkerung geöffnet werden; öffentliche Wege schaffen
direkte Verbindungen innerhalb des Grätzls. Gleichzeitig kann das
Areal zusätzlich entsiegelt werden.

– Verfügbarkeit / Zeitraum: Mit der Informationsveranstaltung am 6.
Oktober beginnt gemeinsam mit der Stadt Wien und Österreichischer
Post AG die Bürger*innenbeteiligung zur Weiterentwicklung des
Postsportareals.

– Quelle: Österreichische Post AG