Bau

Stadtentwicklung: Vorzeigequartier Am Heidjöchl ist startklar

Wien (OTS) – Die Zukunft der Donaustadt nimmt weiter Gestalt an! Das
Gebiet Am
Heidjöchl, das entlang der U2 liegt, wird eines der begrüntesten
Wohnquartiere Wiens. Das dazugehörige Leitbild mit den Eckdaten zur
weiteren Entwicklung soll nun in der nächsten Sitzung der
Stadtentwicklungskommission beschlossen werden.

Auf rund 39 Hektar entstehen 5.200 Wohneinheiten für etwa 11.800
Menschen. Zwei Drittel des Wohnbaus ist in Wiener Tradition gefördert
und somit leistbar. Dazu besteht bereits eine hervorragende
hochwertige Öffi-Anbindung mit der U2 und zwei Straßenbahnen der
Linie 26 und 27. Fuß- und Radwege ergänzen das nachhaltige
Mobilitätsangebot. Dazu kommen drei Kindergärten, ein Bildungscampus
und ein Gesundheitszentrum. Unvergleichlich am Heidjöchl wird das
Herzstück des Areals mit einem durchgehenden Netz aus naturnahen
Grünflächen, Bäumen und begrünten Wegen im öffentlichen Raum, das
hohe Lebensqualität, Klimaanpassung und Artenvielfalt von Anfang an
mitdenkt.

Rund ein Viertel der Fläche sind Grün- und Erholungsraum –
Straßenzüge und Plätze begrünt

Die Freiräume geben Am Heidjöchl seine Struktur: Insgesamt
entstehen rund 10 Hektar öffentliche Parkflächen. Ein großzügiger
Grünraum bildet das Zentrum des Quartiers, sogenannte „Grüne Finger“
reichen bis mitten in die Wohnbereiche hinein. Naturnahe
Landschaftsräume, grüne Quartierswege, Plätze und gemeinschaftliche
Wohnhöfe ergänzen das Netz und werden zum „grünen Wohnzimmer“ der
Nachbarschaft. Eine dicht bewachsene Begrünung mit Bäumen, Sträuchern
und Grünflächen im Straßenraum ist geplant. Der teilweise bewaldete
Grünzug südlich der Siedlung Pfalzgasse bleibt als Stadtwildnis
erhalten und wird behutsam für die Erholung zugänglich gemacht.
Südlich der Straßenbahn entsteht ein großzügiger begrünter
Erholungsraum mit Spiel-, Sport- und Aufenthaltsangeboten,
baumbestandene Wohnpromenaden verbinden die Quartiere miteinander.

Bereits im November 2026, noch vor Baubeginn, werden an der
Pfalzgasse auf rund 2.200 Quadratmetern mehr als 50 Obstbäume
gepflanzt. Sie können so bis zur Fertigstellung der ersten Gebäude
wachsen und geben dem Quartier von Beginn maximale Lebensqualität.

„Das neue Stadtentwicklungsgebiet Am Heidjöchl wird der Dschungel
der Donaustadt! Wir begrünen den öffentlichen Raum, Straßenzüge und
Plätze von Beginn an in bestmöglicher Qualität. Mit dem Leitbild
holen wir das Maximum an Grün- und Erholungsraum und gestalten aus
dem begrünten Lebensraum einen attraktiven Aufenthaltstraum. Am
Beispiel Heidjöchl haben wir unsere ohnehin hohen Planungsstandards
noch einmal nach oben geschraubt. Ganz zentral ist auch die
öffentliche Erreichbarkeit, die mit U-Bahn, S-Bahn und den
Straßenbahnlinien 26 und 27 gesichert ist. Ich bedanke mich bei
allen, die hier mit Hirnschmalz und Herz ein neues Niveau für Wohnen
und Leben in der Donaustadt gestalten“, sagt Planungsstadträtin Ulli
Sima.

„Mit „Am Heidjöchl“ tritt Wien zum wiederholten Male den Beweis
an, dass leistbarer Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und
Innovation sich ideal ergänzen können. Wien wächst und der soziale
Wohnbau wächst mit der Stadt mit. Wien ist nicht umsonst die
europäische Metropole, die EU-weit als Vorbild in Sachen Wohnbau
gilt. Hier wird an einem weiteren Kapitel der erfolgreichen Wiener
Wohnbaugeschichte geschrieben“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-
Torsch.

Ein Hotspot für die Artenvielfalt

Artenvielfalt war ein Grundprinzip der Planungen: Bestehende
Biotope werden erhalten und mit neuen Lebensräumen vernetzt.
Naturnahe Vegetation, artenreiche Wiesen, begrünte Dächer, Nistplätze
und Fledermausquartiere werden gezielt integriert. Für ausgewählte
Zielarten entstehen maßgeschneiderte Bedingungen – etwa Nahrung für
Schmetterlinge, mögliche Dachlebensräume für die Haubenlerche sowie
Sonnenplätze, Verstecke und Eiablageflächen für die Zauneidechse.
Grundlage dafür sind auch die Erkenntnisse aus dem Citizen-Science-
Projekt zur örtlichen Flora und Fauna.

Klimafit von Anfang an

Die Freiräume sind zugleich zentral für die Klimaanpassung: Bäume
und klimaresistente Pflanzen spenden Schatten, versickerungsfähige
Flächen und Regenwasserrückhalt verbessern das Mikroklima, und die
Anordnung der Gebäude unterstützt die Durchlüftung. Begrünte Gebäude,
geringe Versiegelung und eine kompakte Struktur reduzieren die
sommerliche Hitze. Die Bebauung selbst verbindet urbane Dichte mit
sensiblen Übergängen zur Nachbarschaft. Handel, Dienstleistungen,
kleinteiliges Gewerbe, Ateliers und Gemeinschaftsangebote beleben
künftig die Erdgeschoßzonen.

Kurze Wege, starke Öffis

Am Heidjöchl ist konsequent auf kurze Wege ausgerichtet – aktive
Mobilität hat Vorrang: Angebote des täglichen Bedarfs sind in rund
fünf, quartiersweite Einrichtungen in rund zehn und U- und S-Bahn in
etwa 15 Gehminuten erreichbar. Zwei Haltestellen der Linie 27 liegen
direkt im Gebiet – nach dem Prinzip „öffentlicher Verkehr vor
Stadtentwicklung“ ist sie bereits vor dem Einzug der ersten Bewohner*
innen in Betrieb. Sichere, weitgehend autofreie Geh- und Radwege
verbinden Wohnbereiche, Haltestellen und Nachbarstadtteile, der
allgemeine Autoverkehr bleibt weitgehend außerhalb des Quartiers.
Vier Mobility Hubs bündeln Stellplätze, Mobilitätsangebote und
Paketstationen, ergänzt durch Mobility Points mit Leih-Pkw,
Leihfahrrädern und Leih-Lastenrädern.

Bürger*innen von Anfang an mit an Bord

Ausgangspunkt des Leitbilds war das international ausgezeichnete
Grundkonzept „The park that reaches every home“ des Planungsteams
Paloma Mosto Zavala und Samuel Llovet Montardit aus Barcelona. Seit
Mai 2025 wurde es gemeinsam mit M&S Architekten und zahlreichen
Fachleuten weiterentwickelt – unter breiter Einbindung der
Bevölkerung: Von Infoausstellungen, Spaziergängen und Stammtischen
über ein Lego-Planspiel mit Schüler*innen bis zum Citizen-Science-
Projekt zur Artenvielfalt sind viele Anregungen aus der Bürger*
innenbeteiligung direkt in das Leitbild eingeflossen.

Am Heidjöchl Teil des Entwicklungsgebiets entlang der U2

Die verlängerte U2 durch die Donaustadt ist eine wichtige
Impulsader für die Stadtentwicklung. Das Entwicklungsgebiet U2
Donaustadt reicht vom Nordufer der Donau bis zur Seestadt Aspern und
verbindet unterschiedlichste Stadtteile: von alten Ortskernen über
neue Wohngebiete bis hin zu Gewerbe- und Grünflächen.

In diesem größeren Rahmen spielt auch das Stadtentwicklungsgebiet
Am Heidjöchl eine zentrale Rolle. Neben Am Heidjöchl finden sich
entlang der U2 noch die Stadtentwicklungsgebiete: Süßenbrunner
Straße, Eibengasse, Hausfeld, Berresgasse, Podhagskygasse und die
Seestatdt Aspern.

Nächste Schritte

Mit dem Leitbild ist ein wesentlicher Planungsschritt
abgeschlossen. Nach der Beschlussfassung in der
Stadtentwicklungskommission können die Ausarbeitung des
Flächenwidmungs- und Bebauungsplans sowie die Detailplanungen für
Parks, Schulen und Straßen beginnen. Das Vorhaben wird einer
Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Die Beschlussfassung des
Flächenwidmungs- und Bebauungsplans ist etappenweise ab 2027/28
vorgesehen, erste Gebäude sollen frühestens ab 2030 entstehen.

Am Heidjöchl im Überblick

– Rund 39 Hektar Gesamtfläche

– Großzügige Begrünung im Straßenraum, rund 10 Hektar öffentlich
Park: circa 5 Hektar im Gebiet, weitere neue Grünflächen im Park der
Artenvielfalt

– Konsequenter Fokus auf Biodiversität und Klimaanpassung

– Straßenbahnlinie 27 mit zwei Stationen im Gebiet, Straßenbahnlinie
26 am westlichen Rand des Stadtteils

– Zwei U-Bahn-Stationen und eine S-Bahn-Station

– Rund 11.800 Menschen und 5.200 Wohneinheiten, davon zwei Drittel
gefördert

– AHS, Bildungscampus und drei zusätzliche Kindergärten

Weitere Informationen: amheidjoechl.wienwirdwow.at

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/