Wien (OTS) – In wenigen Tagen beginnt in Wien das neue Schuljahr. Für
den Wiener
Papier- und Schreibwarenhandel herrscht damit die wichtigste
Verkaufsphase des Jahres. „Rund 250.000 Wiener Schülerinnen und
Schüler starten am 7. September in das neue Schuljahr und sorgen
damit zwischen Mitte August und Oktober für Hochbetrieb im
Fachhandel. In dieser Zeit erzielen viele Betriebe den doppelten
Umsatz eines durchschnittlichen Monats“, erklärt Michael Zimmermann,
Obmann des Wiener Papier- und Schreibwarenhandels in der
Wirtschaftskammer Wien. „Weihnachten ist auch wichtig, auch Ostern
und Halloween, doch keiner dieser Anlässe ist vergleichbar mit dem
Geschäft zum Schulbeginn.“
Viele Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern haben bereits
Listen mit den benötigten Materialien erhalten. Zu den Anschaffungen
zählen etwa Hefte, Stifte und Schreibgeräte, Blöcke und Papier,
Mappen sowie Bastel- und Malbedarf. Die durchschnittlichen Ausgaben
dafür liegen bei rund 150 bis 200 Euro. Für ein Taferlklassler-
Startpaket, das unter anderem eine Schultasche und diverse
Erstausstattungsmaterialien umfasst, werden bis zu 400 Euro
ausgegeben.
Trend zu individualisierten Produkten
Die Nachfrage wird zwar von den relativ konstanten Anforderungen
der Schulen bestimmt, dennoch gibt es immer wieder neue Trends und
Tendenzen. Gerade die Schultasche beziehungsweise der Schulrucksack
ist für viele Kinder und Jugendliche eine wichtige Entscheidung, so
Zimmermann: „Bei den Kindern sind individualisierbare Schultaschen,
die mit Kletties oder Magneten angepasst werden können, besonders
angesagt. Die Eltern achten dagegen auf qualitativ hochwertige und
ergonomische Schultaschen. Außerdem wird Wert auf Reflektoren für
mehr Sicherheit am Schulweg gelegt.“ Auch bei anderem Schulzubehör
setzt sich der Trend zur Individualisierung fort. So werden etwa
Jausenboxen oder Malkästen zunehmend mit Namen oder persönlichen
Schriftzügen gestaltet.
Materialliste: Service erleichtert den Schuleinkauf
Für viele Familien beginnt der Schuleinkauf mit der
Materialliste. Immer mehr Wiener Papierfachhändler bieten daher an,
diese vorab zu übermitteln. Die benötigten Schulmaterialien werden
anschließend zusammengestellt und können im Geschäft abgeholt oder
direkt nach Hause geliefert werden. „Gerade in der Zeit vor
Schulbeginn möchten viele Eltern den Einkauf möglichst effizient
erledigen. Mit diesem Service sparen sie Zeit und können sich bei
Bedarf trotzdem vor Ort beraten lassen“, sagt Zimmermann.
Die persönliche Beratung bleibt insbesondere bei Produkten wie
Füllfedern oder Schulrucksäcken ein wichtiger Bestandteil des
Schuleinkaufs. Im Fachhandel können verschiedene Modelle ausprobiert
und direkt verglichen werden. „Ob eine Füllfeder gut in der Hand
liegt oder ein Schulrucksack richtig sitzt, lässt sich erst im
Geschäft beurteilen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
unterstützen Familien dabei, die passende Auswahl zu treffen“, so
Zimmermann.
Rund ein Dutzend spezialisierte Papierfachhändler
Die Zahl der Papier- und Schreibwarenhändler ist in Wien in den
vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Gab es vor 30
Jahren noch nahezu bei jeder Schule ein Papiergeschäft, waren es vor
zehn Jahren noch 212 Betriebe. Aktuell gibt es 155 Mitglieder im
Gremium „Einzelhandel mit Papier-, Schreibwaren und Bürobedarf“,
davon sind etwa noch ein Dutzend spezialisierte Papier- und
Schreibwarenfachhändler.
Gründe für den Rückgang gibt es viele: Nicht zuletzt die
Digitalisierung fordert ihren Tribut. Umso wichtiger ist es, das
Bewusstsein für den Einkauf im stationären Handel zu stärken, betont
Zimmermann abschließend: „Der stationäre Fachhandel bietet
Leistungen, die gerade beim Schuleinkauf gefragt sind – von der
persönlichen Beratung bis zu individuellen Serviceangeboten. Wer
regional einkauft, stärkt außerdem die Wiener Handelsbetriebe und
sichert Arbeitsplätze.“
Produktempfehlungen und Papierfachhändler in der Nähe gibt es
unter www.schuleinkauf.at