Horrorsommer im Tierschutz: Hundeabschiebungen ohne Ende!

Lochen/See (OTS) – Dieser Sommer ist ein Horror für Tiere und
Tierschützer. Einmal
abgesehen von den ständigen Skandalen in der intensiven
Massentierhaltung, stiegen schon vor den Ferien die Anfragen für
Tierabgaben und die Anzahl der ausgesetzten Tiere stark. Bezüglich
Katzenaufnahmen hat der Tierschutzhof Pfotenhilfe in der Grenzregion
Salzburg/Oberösterreich heuer das stärkste erste Halbjahr in seiner
20-jährigen Geschichte hinter sich, gleichzeitig haben sich aber auch
die Hundeabgabeanfragen seit Ferienbeginn vervielfacht. Und der
Andrang will einfach nicht abreißen: „Täglich bekommen wir mehrere
Anrufe und E-Mails von Menschen, die ihre Hunde loswerden wollen.
Uralte Hunde, nicht perfekte Hunde, Scheidungsopfer, einfach
unglaublich, wie leicht sich Menschen von langjährigen Gefährten und
Familienmitgliedern trennen“, ist Pfotenhilfe-Geschäftsführerin
Johanna Stadler entsetzt. „Und ich habe bei jedem, dem ich absagen
muss, ein mulmiges Gefühl, weil wir oft die letzte Station sind, die
gefragt wird und die Zukunft der Tiere daher völlig ungewiss ist.“

Elli und Wasti wurden aus gesundheitlichen Gründen abgegeben

Zwei dieser Opfer sind Elli und Wasti. Beide wurden aufgrund
gesundheitlicher Probleme der Halter von der Pfotenhilfe aufgenommen.
Sehr oft sind es aber auch die Hunde selbst, die wegen ihres Alters
Beschwerden haben, aber auch aufgrund von zucht- oder
ernährungsbedingten Schäden als medizinische Notfälle ankommen. Elli
hatte sehr schlechte Zähne, die als erstes saniert werden mussten.
Sie muss aber auch Medikamente gegen ihre eindickende
Gallenflüssigkeit nehmen, da ansonsten schwere Koliken drohen. Zudem
wird in Kürze auch eine Augenspezialistin aufgesucht. Wasti hat hat
einen Tumor in den Hoden, einen Harnblasenstein und eine starke
Prostatavergrößerung. Eine dringende Operation steht daher an, bei
der beides entfernt wird und sich dadurch auch die Prostata
verkleinern kann.

Tieranschaffung gut überlegen

„Die Menschen müssen sich vor der Anschaffung informieren, wie
lange ein Tier leben kann und abschätzen, ob man dann immer noch fit
und finanziell so aufgestellt ist, dass man dem Tier gerecht werden
kann“ , so Stadler. „Zudem müssen die Länder endlich mehr
Tierheimplätze schaffen. Es kann nicht sein, dass die Tiere die
Leidtragenden falscher Prioritätensetzung in der Politik sind.“

Die Pfotenhilfe ist für die hohen Tierarztkosten, die die meisten
Tiere verursachen, dringend auf Spenden angewiesen. Gespendet werden
kann – speziell für Elli und Wasti – auch online auf
pfotenhilfe.org/spende-fuer-elli-und-wasti/

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