Deloitte Studie: Jede:r Vierte verbringt zu viel Zeit am Smartphone

Wien (OTS) – Das Smartphone ist längst viel mehr als ein
Kommunikationsmittel. Es
beeinflusst, wie wir uns informieren, Beziehungen pflegen und die
Freizeit gestalten. Laut einer aktuellen Deloitte Studie verbringen
die meisten Österreicherinnen und Österreicher mehrere Stunden
täglich mit ihrem digitalen Begleiter. Die hohe Nutzungsdauer führt
jedoch auch dazu, dass viele ihren eigenen Smartphone-Konsum
zunehmend kritisch hinterfragen.

Für die meisten Menschen ist das Smartphone aus dem Alltag nicht mehr
weg zu denken. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des
Beratungsunternehmens Deloitte unter 500 Personen zeigt: Zwei Drittel
der Österreicherinnen und Österreicher verbringen mindestens zwei
Stunden pro Tag am Smartphone, 15 % sogar mehr als fünf Stunden.
Immer häufiger wird das kritisch gesehen: Mehr als die Hälfte der
Befragten möchte ihren Smartphone-Konsum zurückschrauben und hat dazu
bereits erste Maßnahmen gesetzt.

„Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf dem Laufenden zu
bleiben, führen dazu, dass immer mehr Menschen gezielt digitale
Auszeiten schaffen wollen“, erklärt Christoph Waldeck, Partner bei
Deloitte Österreich. „Besonders bemerkenswert ist dabei die junge
Generation: Bereits jede zweite Person zwischen 14 und 29 Jahren
empfindet die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch. Der Wunsch nach
digitaler Balance ist gerade bei jenen am stärksten ausgeprägt, die
Smartphones am meisten nutzen.“

Zwtl.: Kommunikation, Information und AI: Smartphone als Alleskönner

Das Smartphone dient den Österreicherinnen und Österreichern in
erster Linie zur Kommunikation und Information. Zwei Drittel
verwenden täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder
Telegram. Daneben wird es häufig für Telefonate sowie zur Online-
Recherche genutzt. Auch Artificial Intelligence etabliert sich
zunehmend im Alltag: Bereits jede:r Dritte (35 %) greift zumindest
einmal pro Woche auf AI-Smartphone-Apps wie ChatGPT, Claude oder
Gemini zurück.

„Das Smartphone macht AI jederzeit und überall verfügbar. Dadurch
wird sie für viele Menschen zu einem praktischen Alltagswerkzeug –
sei es zur Informationssuche, für kreative Aufgaben oder zur
Unterstützung im Berufs- und Privatleben“, so Christoph Waldeck.

Besonders viel Zeit verbringen die Österreicherinnen und Österreicher
zudem in sozialen Netzwerken. Sie dienen längst nicht mehr nur der
Unterhaltung, sondern haben sich auch als wichtige Plattformen für
Information und persönlichen Austausch etabliert. Mehr als die Hälfte
der Befragten fühlt sich durch Social Media besser informiert, ein
Drittel sieht darin eine Stärkung der Beziehungen zu Familie,
Freundinnen und Freunden sowie Bekannten.

Zwtl.: Informiert und vernetzt – aber nicht ohne Folgen

Soziale Netzwerke begleiten viele als Zeitvertreib durch den
ganzen Tag – etwa zu Hause (68 %), zur Überbrückung von Wartezeiten (
41 %), beim Fernsehen (27 %) oder in öffentlichen Verkehrsmitteln (25
%). Vor allem genutzt werden diese Netzwerke auf den Smartphones.
Jede:r Vierte scrollt selbst vor dem Schlafengehen durch den Feed,
jede:r Fünfte direkt nach dem Aufstehen – jedoch nicht ohne Folgen:
Jeweils ein Viertel berichten von negativen Auswirkungen auf den
Schlaf oder das eigene Zeitmanagement. Die Produktivität im Alltag
oder die Konzentrationsfähigkeit leiden ebenso unter dem Social-Media
-Konsum.

„Gerade junge Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in
sozialen Netzwerken und sind dort häufig mit idealisierten
Lebenswelten und problematischen Inhalten konfrontiert. Zwei Drittel
der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich, dass die
Plattformbetreiber mehr Verantwortung übernehmen. Die Botschaft ist
klar: Die sozialen Medien müssen Information und Austausch
ermöglichen, problematische Inhalte aber konsequenter eindämmen“,
erklärt Christoph Waldeck abschließend.

Zum Download:

Studie Deloitte Smartphone Survey

Foto Christoph Waldeck Credits Deloitte

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