Bad Vöslau (OTS) – Wenn ein Kind schwer erkrankt, verändert sich das
Leben einer Familie
von einem Tag auf den anderen. Plötzlich zählen nicht mehr Termine,
To-do-Listen oder Alltagssorgen – sondern Hoffnung, Sicherheit und
die Frage, wie man diesen Weg nicht alleine gehen muss. Genau in
diesen Momenten sind mobile Kinderkrankenpfleger:innen jene Hände,
die halten, jene Stimmen, die beruhigen und jene Expertise, die
Familien durch die schwierigsten Stunden trägt.
Damit diese Unterstützung in ganz Österreich verlässlich und
qualitätsvoll gesichert bleibt, bekommt die mobile
Kinderkrankenpflege nun erstmals seit vielen Jahren wieder eine
gemeinsame, starke Stimme: MOKI ÖSTERREICH – der neue Bundesverband,
der die Kräfte von sechs Landesorganisationen bündelt und den
Bedürfnissen kranker Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien
bundesweit Gewicht verleiht.
Bad Vöslau, 04.08.2026 – Mit der Gründung von MOKI ÖSTERREICH –
Bundesverband mobile Kinderkrankenpflege erhält die mobile
Kinderkrankenpflege in Österreich erstmals seit vielen Jahren wieder
eine gemeinsame bundesweite Vertretung. Was seit 1999 inhaltlich
verbunden war, hatte sich durch föderale Strukturen zunehmend in
einzelne Landesorganisationen verzweigt. Nun schließen sich sechs
Bundesländerorganisationen erneut unter einem Dach zusammen – mit dem
Ziel, stärker aufzutreten und die Interessen von Kindern,
Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren und/oder chronischen
Erkrankungen, Früh- und Neugeborenen, Kindern mit Behinderungen sowie
Familien in palliativen Lebenssituationen österreichweit zu
vertreten.
Der neu gegründete gemeinnützige Verein mit Sitz in Bad Vöslau
wird von einem fünfköpfigen Vorstand geleitet. Ordentliche Mitglieder
sind die MOKI-Landesorganisationen Burgenland, Kärnten,
Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Tirol. Die
Dachorganisation koordiniert künftig die Koordination gemeinsame
Aktivitäten, bündelt zentrale Anliegen auf Bundesebene und sorgt für
einheitliche Qualitäts- und Kommunikationsstrukturen.
Gemeinsam verfügen die Mitgliedsorganisationen von MOKI
ÖSTERREICH über eine beeindruckende organisatorische Grundlage und
fachliche Expertise: 2025 wurden österreichweit rund 1.400 Kinder und
Jugendliche mobil betreut, rund 74.000 Einsatzstunden geleistet und
etwa 180 speziell ausgebildete Pflegekräfte waren im Einsatz. Diese
Zahlen verdeutlichen sowohl die Bedeutung als auch die Verantwortung,
die MOKI ÖSTERREICH künftig auf Bundesebene übernimmt.
Die Zusammenarbeit innerhalb des Bundesverbands ist auf
regelmäßigen fachlichen Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung
ausgerichtet: Monatliche Mitglieder- und Vernetzungstreffen sowie
eine jährliche Vollversammlung stärken die Kooperation, fördern
Synergien und schaffen eine verlässliche Grundlage, um
Herausforderungen gemeinsam zu begegnen.
Zwtl.: Gebündelte Expertise für bessere Rahmenbedingungen
Für betreute Kinder und Jugendliche sowie deren Familien bringt
die Neugründung einen entscheidenden Fortschritt: „Erstmals gibt es
eine bundesweite Interessenvertretung der mobilen
Kinderkrankenpflege. Während Anliegen bislang überwiegend auf
Landesebene behandelt wurden, setzen wir uns nun österreichweit für
bessere strukturelle, finanzielle und fachliche Rahmenbedingungen ein
– mit gebündelter Expertise und einer klaren, starken Stimme“ ,
erklärt Doris Zoder-Spalek, Präsidentin MOKI ÖSTERREICH.
Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an den Rechten der Kinder
und Jugendlichen gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. MOKI ÖSTERREICH
versteht sich als fachlich fundierte Interessensvertretung für mobile
Gesundheits- und Krankenpflege im Kinder- und Jugendlichenbereich
sowie für die Beratung und Begleitung von An- und Zugehörigen. Ziele
des Bundesverbands sind:
–
Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse junger
Menschen
–
Weiterentwicklung fachlicher und qualitativer Standards
–
Aktive Mitgestaltung politischer Rahmenbedingungen
–
Sichtbarmachung aktueller Herausforderungen im Bereich der
mobilen Kinderkrankenpflege.
Werte wie Ethik, Respekt und wertschätzender Umgang bilden dabei
die Grundlage des Handelns.
Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge der
Landesorganisationen sowie durch Spenden. „Für 2026 haben wir klare
Ziele: erste bundesweite mediale Auftritte, den Aufbau einer
gemeinsamen Präsenz in sozialen Netzwerken und die weitere Stärkung
des Zusammenhalts unserer Mitgliederorganisationen“, so Zoder-Spalek.
Mit der Neugründung setzt MOKI ÖSTERREICH ein starkes Zeichen für
mehr Sichtbarkeit, bessere strukturelle Rahmenbedingungen und eine
nachhaltige Weiterentwicklung der mobilen Kinderkrankenpflege – damit
betroffene Kinder und ihre Familien österreichweit die bestmögliche
Unterstützung im häuslichen Umfeld erhalten.
Über MOKI ÖSTERREICH : Die MOKI Landesorganisationen begleiten
Familien mit schwerstkranken, chronisch kranken und/oder mehrfach
behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrem
herausfordernden Alltag zu Hause und in Bildungseinrichtungen.
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