Industrie im Wandel: Dekarbonisierung als strategischer Wettbewerbsvorteil?

Wien (OTS) – Die Transformation hin zur Klimaneutralität ist zu einer
zentralen
strategischen Frage für den Wirtschaftsstandort geworden. Beim
respACT Business Lunch Kärnten diskutierten Vertreter*innen aus
Industrie und Finanzwirtschaft unter dem Titel „Industrie im Wandel –
Strategien zur erfolgreichen Dekarbonisierung“, wie energieintensive
Unternehmen ihre CO₂-Emissionen senken und gleichzeitig ihre
Wettbewerbsfähigkeit stärken können.

Im Fokus stand die Dekarbonisierungsstrategie der AMAG Austria
Metall AG . Das Unternehmen zeigt, wie durch Effizienzsteigerungen,
Kreislaufwirtschaft und den verstärkten Einsatz erneuerbarer
Energien, substanzielle Fortschritte möglich sind. “Dekarbonisierung
gelingt, wenn Technologie, Geschäftsmodell und Partnerschaften
zusammenwirken. Die AMAG zeigt, wie sich CO₂-Emissionen in
energieintensiven Prozessen mit klaren Roadmaps, belastbaren Daten
und starken Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette gezielt
reduzieren lassen. Das stärkt sowohl Klimaschutz als auch
Wettbewerbsfähigkeit. Der Business Lunch Kärnten bietet die
Möglichkeit, diese Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen”,
betont Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT.

Aus Sicht der Industrie wird deutlich, dass der Erfolg der
Transformation davon abhängt, Klimaschutz und wirtschaftliche
Tragfähigkeit gemeinsam zu denken. Während Effizienzsteigerungen und
der Einsatz von Recyclingaluminium bereits heute zu substanziellen CO
₂-Einsparungen bei der AMAG führen, ist die vollständige Umstellung
auf klimaneutrale Energiequellen stark von externen Rahmenbedingungen
abhängig. „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, um die CO 2 –
Emissionen an unserem Standort auf Netto-Null zu senken. Ob wir
dieses Ziel erreichen können, hängt maßgeblich davon ab, ob
erneuerbare Energie in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen
Preisen verfügbar ist”, so Alexander Moser-Parapatits, Strategie- und
Innovationsvorstand der AMAG Austria Metall AG .

Dass nachhaltige Transformation und wirtschaftlicher Erfolg
gemeinsam gedacht werden müssen, unterstrich auch Nikolaus Juhász,
Vorstandsvorsitzender BKS Bank und respACT-Vorstandsmitglied :
“Dekarbonisierung ist kein Zusatz mehr, sondern eine unternehmerische
Notwendigkeit. Wer heute in klimafreundliche Prozesse investiert,
sichert sich Innovationskraft, Resilienz und Marktvorteile.“

Dekarbonisierung ist weit mehr als eine ökologische
Verpflichtung. Sie ist eine zentrale strategische Herausforderung,
die verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen,
wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und breite Unterstützung
erfordert. Nur wenn industrielle Wertschöpfung am Standort gesichert
bleibt, kann die Transformation dauerhaft gelingen – ökologisch wie
ökonomisch.

Über das Format
Der Business Lunch Kärnten am 9.7.2026 wurde in Kooperation mit der
BKS Bank und mit Unterstützung der Industriellenvereinigung, der
Industriellenvereinigung Kärnten und Wirtschaftskammer Kärnten
umgesetzt.

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