Fünf Jahre internationales Journalismusfest Innsbruck: Jubiläumsausgabe vom 8. bis 10. Mai 2026

Innsbruck (OTS) – Friedensnobelpreisträger aus Russland und Belarus,
der verfolgte
türkische Journalist Can Dündar, US-Starjournalistin Amy Goodman,
Journalist*innen aus Israel-Palästina, Iran, Lateinamerika und
zahlreiche aus Österreich werden am fünften Journalismusfest
mitwirken. Aus 23 Staaten werden 170 Journalist*innen,
Wissenschaftler*innen und andere Expert*innen erwartet, die über
drängende Fragen der Zeit diskutieren. Das Festival ist offen für
alle Interessierten, der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen ist
frei.

Informationen & Programm: journalismusfest.org

Die aktuellen Krisen der Welt kennzeichnen erneut das Programm.
Erstmals in Österreich wird die Ausstellung „Das andere Russland“
über die Menschenrechtsorganisation MEMORIAL gezeigt, die 2022 den
Friedensnobelpreis erhielt, nachdem sie vom Putin-Regime verboten
wurde. Die russischen Künstlerinnen des Performance-Kollektivs Pussy
Riot sorgen mit Riot Days für widerständigen Soundtrack. Erwartet
wird auch der Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Ales
Bialiatski aus Belarus .

Auch auf den Nahen und Mittleren Osten richtet sich der Blick.
Der türkische Journalist Can Dündar , der im Exil in Berlin leben
muss, berichtet von Machenschaften des russischen Geheimdienstes und
der Begegnung mit einem Mann, der mit seiner Ermordung beauftragt
wurde. Mit Amira Hass , Ha’aretz -Korrespondentin für die
Palästinensischen Autonomiegebiete, der palästinensischen
Journalistin Malak Tantesh , die erst im Oktober 2025 aus Gaza
ausreisen konnte, sowie den iranischen Journalist*innen Mahtab
Qolizadeh und Omid Rezaee , die in Berlin im Exil leben, kommen
mehrere Berichterstatter*innen aus der Region. Marcus Bachmann
berichtet von der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im Westjordanland.
Die Ausstellung Lebanon – In a State of Unrest, gestaltet vom
österreichisch-arabischen Kollektiv RAWI, beleuchtet ein weiteres
Konfliktland im Nahen Osten.

Aus New York live dabei ist US-Starjournalistin Amy Goodman (
Democracy Now! ), Trägerin des „Alternativen Nobelpreises“. Der
langjährige ZDF-heute-journal -Moderator und ehemalige US-
Korrespondent Claus Kleber spricht mit Alexandra Föderl-Schmid über
die USA unter Trump, auch der frühere Berlin-Korrespondent der
Washington Post Aaron Wiener kommt nach Innsbruck.

„ Wie kann unabhängiger Journalismus in Österreich gestärkt
werden? “, fragt sich eine Runde von ExpertInnen von Datum-Stiftung ,
Media Forward Fund , ERSTE-Stiftung, Versprechen für die Republik und
Presseclub Concordia . Über Österreichs Medienpolitik diskutieren
RedakteurInnen von Falter, Standard , ORF Ö1, Tiroler Tageszeitung
und ZEIT-Österreich im ORF-Landesstudio Tirol.

Das Festival ist an mehr als 20 Standorten und zentral am
neugestalteten Bozner Platz präsent: Dort kann das Publikum mit
Medienmacher*innen ins Gespräch kommen. Bei den Zeitungsfrühstücken
gibt es die Möglichkeit für direkten Austausch mit Vertreter*innen
des Standard , der S üddeutschen Zeitung und der Berliner taz .
Gleich mehrere Formate bringen Journalismus live auf die Bühne.
Erstmals werden Workshops, in Kooperation mit dem fjum Wien,
angeboten.

Mit dem Journalismusfest KIDS widmen die Veranstalter den
Jüngsten der Gesellschaft eine kleine Programmschiene. Georg
Cadeggianini , Redakteur der SZ für Kinder, bringt das Lachen auf die
Bühne, die Stadtbibliothek Innsbruck veranstaltet gemeinsam mit der
Jungen Uni den Workshop „Sei kein Frosch“.

Mehr zum Programm : HIER , zu den Gästen : HIER

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