„Bildschirmfrei von Null bis Drei“ jetzt im Wiener Wickelrucksack

Wien (OTS) – Die Informationsbroschüre „Bildschirmfrei von Null bis
Drei“ ist ab
sofort Teil des Wiener Wickelrucksacks und erreicht damit jährlich
bis zu 10.000 junge Familien direkt nach der Geburt ihres Kindes.
Staatssekretärin für Gesundheit und Konsumentenschutz Ulrike
Königsberger-Ludwig und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling haben
gemeinsam mit Frederica Summereder von Safer Internet symbolisch
Wickelrucksäcke mit der neuen Broschüre bestückt.

„Eltern stehen heute unter enormem Druck. Digitale Medien sind im
Alltag oft eine kurzfristige Entlastung – das verstehen wir. Gerade
deshalb ist es unsere Verantwortung, offen über die gesundheitlichen
Folgen zu sprechen und Eltern mit klarer Orientierung zu
unterstützen, statt sie allein zu lassen.“ betont Staatssekretärin
Königsberger-Ludwig.

„Die ersten drei Lebensjahre sind eine besonders sensible Phase,
in der Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken. Bereits kurze
Bildschirmzeiten oder Interaktionen können diese wichtige Entwicklung
beeinflussen, was ein sehr ernstzunehmendes Problem darstellt. Umso
bedeutender ist ein bewusster Umgang mit digitalen Medien von Anfang
an und die Unterstützung der Eltern – genau hier setzt die Broschüre
‚Bildschirmfrei von Null bis Drei!‘ an“, so Vizebürgermeisterin
Bettina Emmerling.

„Gerade in den ersten Lebensjahren werden entscheidende
Grundlagen gelegt. Umso wichtiger ist es, Eltern frühzeitig
Orientierung zu geben und sie im Umgang mit digitalen Medien zu
unterstützen“, ergänzt Frederica Summereder von Safer Internet.

Zwtl.: Zu früher Bildschirmkonsum: Folgen für Entwicklung und
Gesundheit

Aktuelle Erkenntnisse aus Medizin und Psychotherapie zeigen, dass
exzessiver Bildschirmkonsum im frühen Kindesalter gravierende
Auswirkungen haben kann. In einer Phase, in der sich Sprache,
Bindung, Motorik und Selbstregulation entwickeln, fehlen durch
intensive Bildschirmnutzung zentrale Erfahrungen: Blickkontakt,
Interaktion, Bewegung und Beziehung.

Die Folgen können weitreichend sein: Kinder sprechen deutlich
später oder weniger, zeigen eingeschränkte soziale Interaktion,
entwickeln Aufmerksamkeitsprobleme und deutliche motorische Defizite.
In ausgeprägten Fällen treten sogar Autismus- oder ADHS-ähnliche
Symptome auf, ohne dass eine entsprechende Grunderkrankung vorliegt.
Gleichzeitig steigt das Risiko für spätere problematische
Mediennutzung und suchtähnliches Verhalten.

„Wir können nicht ins Wohnzimmer der Familien hineinregieren.
Genauso wenig können wir verhindern, dass neben Kindern in
geschlossenen Räumen geraucht wird. Wie in vielen Fragen der
Gesundheitsprävention ist auch das eine Frage der Aufklärung und der
Bewusstseinsveränderung“, erklärt Staatssekretärin Königsberger-
Ludwig.

„Digitale Medien sind so gestaltet, dass sie Aufmerksamkeit
binden. Gerade kleine Kinder können diese Reize noch nicht einordnen
oder regulieren. Deshalb braucht es hier klare Orientierung und
Unterstützung für Eltern“, so Frederica Summereder.

Zwtl.: Wiener Wickelrucksack: Unterstützung mit Tradition

Der Wiener Wickelrucksack ist ein zentrales Element der Wiener
Sozialpolitik und unterstützt Familien seit Generationen. Seine
Wurzeln reichen bis ins Jahr 1927 zurück, als unter Julius Tandler
erstmals ein „Säuglingswäschepaket“ ausgegeben wurde – mit dem Ziel,
allen Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

„Der Wickelrucksack begleitet Familien von Anfang an und ist ganz
auf die Bedürfnisse junger Eltern abgestimmt: Er verbindet praktische
Unterstützung mit Information und Beratung und dient als
niederschwelliger Einstieg in das umfangreiche Angebot der Stadt
Wien“, so Emmerling.

Die Broschüre finden Sie online zum Downloaden hier:

„Bildschirmfrei von Null bis Drei!“ – neue Elternbroschüre für
den Umgang mit digitalen Geräten

Broschürenservice – Saferinternet.at

Pressefotos finden Sie hier:

14.04.2026 Bildschirmfrei von Null bis Drei