Ein fester Platz für jedes Werkzeug ist in der Hobby-Werkstatt von großer Bedeutung. So ist weniger Zeit für das Suchen und spätere Aufräumen notwendig. Außerdem entstehen weniger Unfälle, wenn die Werkbank freigehalten werden kann und jedes Werkzeug nach der Nutzung wieder zurück an seinen angestammten Platz wandert. Doch wie lagert man die Werkzeuge überhaupt richtig?

Wo wird Werkzeug am besten gelagert?

Kleinteile und kleinere Handwerkzeuge wie ein Ringschlüssel oder Schraubendreher können in vorgefertigten Sortierkästen Platz finden. Oft können dort auch Trennwände manuell eingesteckt werden, um eine sinnvolle Einteilung für die individuellen Werkzeuge zu schaffen. Für Schrauben und anderes Zubehör gibt es kleine Einlagen.

Größere Werkzeuge passen gut in einen Werkzeugschrank. Hier kann nach Art der Werkzeuge sortiert werden, besser aber nach Arbeitsbereich. Mit einem Schrank über der Werkbank sind die Werkzeuge gut strukturiert und immer schnell zur Hand. Noch besser gestalten sich flexible Lochwände mit Haken und anderen Halterungen, die besonders leicht zu erweitern sind. Praktisch ist es, wenn Werkzeugschränke bereits in Werkbänke eingebunden sind, wie es bei den Werkbänken von KAISER+KRAFT der Fall ist.

Ein Werkzeugkoffer eignet sich gut, um verschiedene Werkzeuge zu lagern. Sie können sowohl fest an einem Platz stehen als auch mobil umhergetragen werden. Das Gleiche gilt für fahrbare Werkstattwagen. Mit diesen sind die Werkzeuge immer griffbereit und können manuell an den Einsatzort gebracht werden.

Werkzeug muss gepflegt werden

Manche Werkzeuge benötigen eine bestimmte Lagerung. So gehört zum Beispiel Elektrowerkzeug nicht an sehr feuchte oder warme Plätze, vor allem nicht, wenn sie einen Akku besitzen – denn der geht durch Wärme schneller kaputt. Scharfe Werkzeuge müssen einzeln gelagert werden, denn durch Reibung können sie stumpf werden.

Jedes Werkzeug sollte regelmäßig geprüft und gereinigt werden. Werkzeuge aus Metall werden im Idealfall von Feuchtigkeit ferngehalten, denn diese begünstigt die Entstehung von Rost. Durch Brüche im Metall können rostige Gegenstände sogar zu Unfällen beim Heimwerken führen. Auch Verschmutzungen und Materialrückstände müssen nach dem Arbeiten entfernt werden.

Neben der Säuberung ist auch ein Korrosionsschutz wichtig. Mit einem solchen Stoff kann das Werkzeug entweder eingesprüht oder -gerieben werden. Wenn in der Werkstatt zum Beispiel durch Holzarbeiten ein hohes Staubaufkommen besteht, ist es sinnvoll, die Werkzeuge in verschließbaren Schränken zu lagern.

 Und wie lagert man Gefahrstoffe?

Über Messer und Co wissen die meisten Heimwerker Bescheid: scharfe Klingen sollten immer eine Schutzhülle besitzen und so gelagert werden, dass niemand in die Klinge greifen kann. Manch anderer Werkstoff gilt jedoch auch Gefahrstoff. Hier ist es wichtig, dass die Werkstatt abschließbar ist, sodass Unwissende nicht herankommen können. Doch für die Gefahrstoffe gibt es auch bestimmte Lagerungshinweise und -vorschriften.

Zu den Gefahrstoffen zählen alle Werkstoffe mit folgenden Eigenschaften:

– entzündlich
– giftig
– ätzend
– hautreizend
– umweltschädlich
– gesundheitsschädigend

Solche Stoffe sollten im Flüssigzustand in einem Auffangbecken gelagert werden. Wenn in der Verpackung dann ein Leck entsteht, kann die Flüssigkeit nicht in die Erde oder den Abfluss laufen. Heimwerker sollten sich außerdem immer informieren, welches Material für welchen Stoff geeignet ist. Nur, wer Hintergrundwissen besitzt, kann auch für Sicherheit sorgen – und das Heimwerken voll und ganz genießen.