Festgelegt sind die Anforderungen der funktionalen Sicherheit von Anlagen und Maschinen anhand der Maschinenrichtlinien. Zusätzlich spielen die Normen eine Rolle, die aufzeigen, wie der Schaltschrankbau vonstattengeht und wie die Sicherheit im Vordergrund steht. Mit den Sicherheitssystemen befasst dich der TA Si, der Technische Ausschuss Sicherheitssysteme in der Automation.

CE-Kennzeichnungen im Schaltschrankbau für Maschinen

Durch elektrische Bauteile ist die Sicherheit von Maschinen heutzutage gewährleistet. Nichtsdestotrotz gibt es Unsicherheiten, wer von den Arbeitern in Österreich die Verantwortung für die Konformität trägt und, ob die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU oder die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG zum Einsatz kommt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Deutschland erklärt, der Schaltschrankbau erfülle in der Regel die genannte Maschinenrichtlinie. Von Fall zu Fall gibt es Unterschiede, da die arbeitsteiligen Zulieferprozesse und Wertschöpfungsketten verschieden sind. Aus diesem Grund existieren diverse rechtliche Einordnungen innerhalb des EU-Harmonisierungsrechts der Verantwortlichkeiten der Beteiligten.

Die Sicherheitsaspekte sind in Europa festgelegt

Die Maschinenrichtlinien geben in Europa die Anforderungen für die funktionale Sicherheit von Anlagen und Maschinen vor. Dazu sind die Richtlinien durch harmonisierte Normen gefestigt. In zahlreichen Ländern ist die Sicherheit für den Schaltschrankbau auf dem Vormarsch und die Bedeutung erlangt an Wert. Klar ist, dass industrielle Prozesse Risiken bergen, Menschen zu verletzen, Produktionsanlagen zu zerstören oder die Umwelt zu verunreinigen. Aus diesem Grund sind die Anforderungen in nahezu allen Weltregionen im Bereich der Sicherheit in den letzten Jahren gestiegen. So erfolgt in Europa die Revolutionierung der unterschiedlichen Normen, wie beispielsweise:

  • DIN VDE 0100-713 VDE 0100-713:2017-10 für das Errichten von Niederspannungsanlagen,
  • E DIN IEC/TS 60079-42 VDE V 0170-42:2017-03 für explosionsgefährdete Bereiche,
  • DIN EN 60947-3 VDE 0660-107:2017-02 Niederspannungsschaltgeräte.

Kennzeichnungen dienen der Sicherheit im Schaltschrankbau

Die Kennzeichnung der Applikationen ist schwierig und die Kennzeichnungstechnologie und die Materialien sind wichtig aufeinander abzustimmen. Einen Einfluss darauf haben die Kabelnetzstrukturen in den Schaltschränken und die Innenraum- bzw. Freiluftaufstellung. Durch Umwelteinflüsse ist es schwierig, die richtige Kennzeichnung zu wählen, Temperatur, Luftfeuchte, Öle und UV-Licht beeinträchtigen diese. Inzwischen existieren Einzel- und Komplettlösungen für die Beschriftung der Komponenten im Schaltschrank. Die Qualität, Haltbarkeit und Langlebigkeit der Geräte ist speziell auf die Schränke abgestimmt und der Sicherheitsaspekt ist über Jahre gewährleistet. Nur eine ausführliche Kennzeichnung schützt bei Änderungen oder Erneuerungen vor unangenehmen Überraschungen.

  • Adern,
  • Kabel,
  • Leitungen,
  • Drähte,
  • Klemmen,
  • Schalter,
  • Steuereinheiten

sind damit gesichert und nachfolgende Arbeiter bekommen keine Probleme, die Kennzeichnungen zu entziffern. Nützliche Informationen und Tipps rund, um dieses Thema und viele weitere, bieten diverse Blogs und Ratgeberseiten im Internet.