Wien (OTS) – Positiv bewertet die Bundessparte Bank und Versicherung
in der
Wirtschaftskammer Österreich die von der Bundesregierung
vorgestellten Eckpunkte des Zukunftsdepots. Mit dieser Initiative
öffnet die Bundesregierung den Kapitalmarkt stärker für die private
Vorsorge. Sie setzt gezielte Anreize, damit mehr Menschen vom
langfristigen Vermögensaufbau profitieren. Aus Sicht der Bundessparte
ist es erfreulich, dass sich dieser Zugang in der Koalition
durchgesetzt hat. Andere Länder zeigen seit Jahren, wie der
Kapitalmarkt gerade jungen Menschen einen soliden Start ermöglichen
kann. Über einen Zeitraum von 18 Jahren kann das Zukunftsdepot einen
erheblichen Startvorteil verschaffen. Mehr Teilhabe am Kapitalmarkt
stärkt zudem die Vorsorge und leistet einen wichtigen Beitrag zur
Finanzbildung.

Klärungsbedarf sieht die Bundessparte noch bei einigen zentralen
Punkten. Wichtig ist, dass das Zukunftsdepot dort verwaltet wird, wo
die Kundinnen und Kunden sind. Das sind vor allem die Banken und
Versicherungen, die auch über die entsprechende Beratungsexpertise
verfügen. Äußerst kritisch sieht die Bundessparte daher die
Möglichkeit der Veranlagung in einem Bundesschatz-Konto. Der Aufbau
alternativer staatlicher Anlagekanäle, die an der Lebensrealität der
Menschen vorbeigehen, ist aus Sicht der Bundessparte der falsche Weg.
Offene Fragen bestehen zudem bei der KESt- und Spesenbefreiung sowie
bei den einzelnen Anlageformen. Hier sollten auch Versicherungs- und
Bausparprodukte stärker berücksichtigt werden.

Entscheidend für den Erfolg des Zukunftsdepots wird sein, dass
das Angebot in der Praxis tatsächlich genutzt wird. Dafür braucht es
Banken und Versicherungen, die Beratung und Abwicklung übernehmen.
Die Bundessparte begrüßt daher, dass die Bundesregierung die
Expertise des Sektors in die weitere Ausarbeitung einbeziehen will.
Nun muss eine rasche, gemeinsame und lösungsorientierte Umsetzung
folgen, damit es nicht bei einer bloßen Ankündigung bleibt. Die
Bundessparte steht dafür bereit. Mit den richtigen Weichenstellungen
kann das Zukunftsdepot zu einem echten Erfolgsmodell für die Vorsorge
in Österreich werden.

(PWK555)