WKÖ-Trefelik: Schwieriges Umfeld für Handelsbetriebe muss im KV abgebildet werden

Wien (OTS) – „Wir hatten auch in der zweiten Verhandlungsrunde sehr
gute und
intensive Gespräche. Deshalb ist es bedauerlich, dass die
Gewerkschaft nicht bereit war, das letzte Stück auf uns zuzugehen und
die Realitäten im heimischen Handel zu akzeptieren. Diese sind nach
wie vor sehr herausfordernd. Wir brauchen daher einen Abschluss, der
dieses schwierige Umfeld abbildet“, sagte Rainer Trefelik, Obmann der
Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, nach der
heutigen zweiten Verhandlungsrunde über die Kollektivverträge für die
rund 430.000 Angestellten und 20.000 Lehrlinge im österreichischen
Handel.

Ein solches Angebot haben die Arbeitgeberverhandler:innen – nach
konstruktiven Gesprächen über rahmenrechtliche Anpassungen – in den
Abendstunden gelegt: Es sieht eine Erhöhung der KV-Gehälter um 2,25
Prozent für 2026 vor. „Wir wollen keine Salamitaktik und daher nicht
scheibchenweise über jeweils andere Zahlen reden. Aber dem Wunsch der
Gewerkschaft und der konstruktiven Gespräche folgend nennen wir jetzt
trotzdem eine Zahl“, so Trefelik.

Denn Österreich befinde sich im dritten Rezessionsjahr und trotz
einer leichten Besserung im ersten Halbjahr könne von einer
nachhaltigen Erholung des Konsums leider noch keine Rede sein. „Die
Zahl der Insolvenzen und Schließungen im Handel liegt auf
Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist zuletzt um rund 10 Prozent
gestiegen. Diese Situation kann man im Handels-KV nicht ausblenden“,
betont Trefelik.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. November statt. (
PWK469/DFS)