Wien (OTS) – Die Wirtschaft steuert aufgrund der demografischen
Entwicklung auf
eine immer größere Fachkräftelücke zu. „Deshalb gilt es auf Anreize
zu setzen, die Vollzeitarbeit attraktiver machen und Mehrarbeit
finanziell belohnen. Zwangsmaßnahmen für Unternehmen wie etwa ein
einseitiger Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung sind hier ganz klar
der falsche Weg“, betont WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger zu den
aktuellen Aussagen von Sozialministerin Korinna Schumann. „Gerade in
wirtschaftlich herausfordernden und extrem volatilen Zeiten brauchen
die Betriebe größtmögliche Flexibilität, um konjunkturelle
Schwankungen ausgleichen und wirtschaftlich handlungsfähig bleiben zu
können“, so Danninger weiter. Das sei letztlich auch im Interesse der
Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeiter.
Kinderbetreuung weiter ausbauen
Weitgehende Einigkeit bestehe hingegen beim weiteren Ausbau der
Kinderbetreuung, der auch eine langjährige Forderung der Wirtschaft
sei. „Für viele Eltern wird Vollzeitarbeit erst durch ausreichende
Kinderbetreuungsangebote möglich. Hier braucht es weitere konsequente
Schritte, um den Eltern echte Wahlfreiheit zu ermöglichen“, so
Danninger, der abschließend klarstellt: „Die moderne Arbeitswelt und
das insgesamt sehr volatile Konjunkturumfeld erfordern mehr denn je
Flexibilität. Die Normalarbeitszeit wird aus gutem Grund gemeinsam
vereinbart. Niemand sollte daher der jeweils anderen Seite dauerhaft
einseitig das Ausmaß der Arbeitszeit aufzwingen können.“





