Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG Think
Tank)
veröffentlicht heute ihr 48-seitiges Dossier. Das vollständige 48-
seitige Dossier mit sämtlichen Quellen, Dokumentationen, Zitaten und
Analysen steht auf der Website der Türkischen Kulturgemeinde in
Österreich (TKG Think Tank) als PDF zum Download und zur öffentlichen
Einsicht zur Verfügung.
TKG_MigrationStudie_Dossier_05.06.06
Zwtl.: Öffentliche Umdeutungen der Studie
Die TKG analysiert, wie eine Wiener Migrantenstudie, die sich
selbst ausdrücklich als „dezidiert nicht repräsentativ“ bezeichnet,
durch öffentliche Einordnungen von Studienleiter Kenan Doğan Güngör (
„repräsentativitätsnah“) und Mouhanad Khorchide („nicht vollständig
repräsentativ“) gesellschaftliche Autorität, politische
Anschlussfähigkeit und öffentliche Deutungsmacht über Muslime in
Österreich entfalten konnte.
Zwtl.: Khorchides öffentliche Rolle
Besondere Aufmerksamkeit widmet das Dossier der öffentlichen
Rolle Mouhanad Khorchides. Khorchide verteidigte die Studie in einem
ausführlichen Interview mit Der Standard und bezeichnete methodische
Kritik als „reflexartig“ . Das Dossier dokumentiert zugleich seine
Funktionen als Universitätsprofessor, Obmann des Muslimischen Forums
Österreich (MFÖ), Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der
Dokumentationsstelle Politischer Islam sowie seine Mitwirkung in
mehreren öffentlich geförderten Projekten.
Zwtl.: Öffentliche Förderungen und demokratische Maßstäbe?
Für Projekte des Muslimischen Forums Österreich wurden zwischen
2023 und 2026 öffentliche Fördermittel in Höhe von insgesamt
809.918,49 Euro dokumentiert . Im selben Zeitraum wurde die Förderung
des seit 1999 tätigen Antirassismus-Vereins ZARA beendet, wodurch 18
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze fast verloren.
Die TKG stellt die demokratisch legitime Frage: Gelten für alle
zivilgesellschaftlichen Organisationen dieselben Maßstäbe und
dieselbe professionelle Distanz?
Wie wird mit öffentlichen Geldern umgegangen – insbesondere bei
Förderungen oder Subventionierungen von Vereinen, Projekten und
einzelnen Personen?
Zwtl.: Wissenschaftliche Kritik aus der Fachwelt
Das Dossier dokumentiert darüber hinaus, dass Khorchides
wissenschaftliche Positionen seit Jahren Gegenstand fachlicher
Debatten und Kritik durch Soziologen, Islamwissenschaftler,
Bildungsforscher sowie die Deutsche Gesellschaft für Islamisch-
Theologische Studien (DEGITS) sind. Diese Kritik stammt nicht von
politischen Akteuren, sondern aus der wissenschaftlichen Fachwelt.
Zwtl.: Die Fragen
Die TKG stellt keine Frage nach persönlichem Fehlverhalten. Sie
stellt eine demokratische und wissenschaftspolitische Fragen:
Wie entsteht öffentliche Deutungsmacht über Musliminnen und
Muslime in Österreich?
Wer entscheidet, welche Stimmen als maßgeblich gelten?
Wer legitimiert die Legitimierten?
Und werden institutionelle Funktionen, öffentliche Förderungen
und wissenschaftliche Kontroversen ausreichend transparent gemacht?
Die TKG fordert mehr Transparenz über institutionelle Funktionen
öffentlich auftretender Experten, wissenschaftliche Redlichkeit bei
der Kommunikation von Studienergebnissen sowie demokratische
Rechenschaft über die Vergabe und Wirkung öffentlicher Fördermittel.
TKG_MigrationStudie_Dossier_05.06.06





