Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ zeigt am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, um
22.30 Uhr in
ORF 2 und auf ORF ON die Dokumentation „Zypern – wie ein Grenzort
zusammenlebt“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr „Varosha –
Zyperns Geisterstadt erwacht“.
WELTjournal: „Zypern – wie ein Grenzort zusammenlebt“
Mitten in der UN-Pufferzone, die die Insel heute noch teilt,
liegt ein Dorf, in dem Griechinnen und Griechen sowie Türkinnen und
Türken Seite an Seite leben. 52 Jahre nach Kriegsende gilt Pyla als
eine Art „Friedenslabor“. Das WELTjournal zeigt, warum Frieden hier
trotz aller Differenzen gelingt. Seit 14 Jahren versucht Simos
Mitides, Bürgermeister für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu sein –
gemeinsam mit dem türkisch-zyprischen Mukhtar, seinem Pendant auf der
anderen Seite. Das Dorf ist doppelt organisiert: zwei Schulen, zwei
Supermärkte, zwei Cafés, zwei Kultstätten. Munise Beyaz, eine
Zyperntürkin, wurde nach dem Krieg von 1974 geboren. Sie kennt die
Sprache sowie die Traditionen beider Kulturen. Gemeinsam mit ihrer
griechischen Freundin Emily möchte sie einen Gesprächskreis für
Frauen gründen. Gestaltung: Mayalen de Castelbajac
WELTjournal +: „Varosha – Zyperns Geisterstadt erwacht“
Zyperns einst mondäner Badeort Varosha – jahrzehntelang Symbol
der Teilung der Mittelmeerinsel – wurde 2020 überraschend wieder
geöffnet. Nach fast 50 Jahren konnten Menschen erstmals wieder jenen
Ort betreten, der nach der türkischen Militärintervention von 1974
zur „Geisterstadt“ wurde. „WELTjournal +“ zeigt einen faszinierenden
Ort, wo die Natur verlassene Plätze und Gebäude erobert hat, und
trifft Eigentümer, die nach wie vor um Entschädigungszahlungen und
für ihre Rückkehr kämpfen. Doch wer darf tatsächlich zurück? Was ist
aus jenen Häusern, Hotels und Geschäften geworden, die für viele
Familien über 50 Jahre lang als verloren galten? Und wie verändert
die schrittweise Öffnung des Gebiets das fragile Kräfteverhältnis
zwischen der Republik Zypern, Nordzypern und der Türkei?
Archivmaterial, persönliche Geschichten und aktuelle Entwicklungen
verflechten sich zu einem vielschichtigen Blick auf fünf Jahrzehnte
ungelöster Konflikte – und auf einen Ort, der vor einem möglichen
Neuanfang steht. Gestaltung: Sylvie Deleule





