WB-Graf zum Stellenmonitor: Unternehmen brauchen Entlastung statt neuer Berichtspflichten

Wien (OTS) – „Der aktuelle WB-Stellenmonitor mit 166.834 offenen
Stellen im Mai
zeigt deutlich: Unsere Betriebe wollen investieren, wachsen und neue
Arbeitsplätze schaffen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden
Zeiten ist das ein starkes Signal für den Standort Österreich“, sagt
Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf.

Umso wichtiger ist es jetzt, den eingeschlagenen Entlastungskurs
konsequent fortzusetzen. Mit Maßnahmen wie dem ersten
Entbürokratisierungspaket, dem Industriestrompreis sowie der
angekündigten Senkung der Lohnnebenkosten hat die Bundesregierung
wichtige Schritte zur Stärkung der heimischen Wirtschaft gesetzt.
„Diese Maßnahmen gehen in die richtige Richtung. Gleichzeitig braucht
es beim Bürokratieabbau deutlich mehr Tempo. Unsere Betriebe brauchen
weniger Belastungen und mehr Freiraum für unternehmerisches Handeln.
Bürokratie muss konsequent abgebaut werden und darf nicht durch neue
Vorschriften und Auflagen an anderer Stelle wieder aufgebaut werden“,
so Graf.

Besonders bei der Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie
muss Gold-Plating unbedingt vermieden werden. Zusätzliche
Berichtspflichten, Dokumentationsvorgaben und Kontrollmechanismen
würden vor allem jene Unternehmen belasten, die tagtäglich
Verantwortung übernehmen, Wertschöpfung schaffen und Arbeitsplätze
sichern.

„Vor allem kleine und mittlere Unternehmen dürfen nicht mit neuen
bürokratischen Hürden belastet werden. Sie brauchen
Planungssicherheit, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und eine
spürbare Entlastung. Der hohe Bedarf an Arbeitskräften zeigt, dass
unsere Betriebe an den Standort Österreich glauben und bereit sind,
in die Zukunft zu investieren. Jetzt ist die Politik gefordert,
diesen Optimismus mit mutigen Reformen, weniger Bürokratie und einer
echten Entlastungsoffensive zu unterstützen“, so Graf abschließend.