Wien (OTS) – Mit deutlicher Verwunderung reagiert der Wirtschaftsbund
auf die
Aussagen von Sozialministerin Korinna Schumann zu einem
Rechtsanspruch auf Stundenerhöhung bei Teilzeitbeschäftigten.
„Gerade in Zeiten massiven wirtschaftlichen Drucks auf unsere
Betriebe sorgt dieser Vorstoß für Irritationen. Ein gesetzlicher
Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung war weder Teil der
Regierungsverhandlungen noch der vereinbarten Entlastungsschritte für
die Wirtschaft. Unsere Unternehmen brauchen jetzt Entlastung statt
zusätzlicher Vorschriften und Bürokratie“, sagt Wirtschaftsbund-
Generalsekretärin Tanja Graf.
Betriebe brauchen Entlastung statt neuer Vorgaben
Besonders kritisch sieht Graf, dass erneut zusätzliche
arbeitsrechtliche Verpflichtungen diskutiert werden, anstatt die
tatsächlichen Probleme am Arbeitsmarkt zu lösen: „Unsere Betriebe
kämpfen bereits mit hohen Energie- und Lohnkosten, Bürokratie und
Arbeitskräftemangel. Neue Rechtsansprüche und Eingriffe in die
Personalplanung gehen völlig an der Realität vorbei.“
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen seien von starren
gesetzlichen Vorgaben betroffen: „Arbeitszeiten orientieren sich an
Auftragslage, Öffnungszeiten und betrieblichen Abläufen. Viele KMU
können Stunden nicht beliebig aufstocken, selbst wenn sie es wollten.
Zusätzlicher gesetzlicher Druck würde insbesondere kleinere Betriebe
massiv belasten.“
Statt neuer Rechtsansprüche brauche es bessere Rahmenbedingungen:
„Wer Vollzeitpotenziale heben will, muss die Rahmenbedingungen
verbessern: Kinderbetreuung ausbauen, Vollzeitarbeit attraktiver
machen und Leistungsanreize stärken. Mehr Bürokratie ist genau das
Gegenteil dessen, was Österreichs Betriebe derzeit brauchen“, so Graf
abschließend.





