Volkshilfe zum Weltgesundheitstag : Kinderarmut als Gesundheitsrisiko mit hohen Folgekosten

Wien (OTS) – „Gesundheit und Wohlbefinden dürfen nicht vom Einkommen
der Eltern
abhängen“, betont Volkshilfe Direktor Erich Fenninger anlässlich des
Weltgesundheitstags am 7. April und warnt damit vor den
gesundheitlichen Folgen von Kinderarmut und deren Folgekosten für die
Gesellschaft.

Zwtl.: Gesundheit als soziale Frage

Viele Familien wenden sich an die Volkshilfe, weil sie notwendige
Therapien, Zahnbehandlungen oder Medikamente auf Grund fehlender
Kassenplätze oder zu hoher Selbstbehalte nicht finanzieren können.
Das führt für armutsbetroffene Kinder oftmals dazu, dass Behandlungen
und Therapien verschoben oder erst gar nicht begonnen werden. Und das
hat wiederum langfristige Folgen für die Kinder und Jugendlichen.

Zwtl.: 80.000 kassenfinanzierte Therapieplätze fehlen

Zusätzlich steigt der Bedarf an psychotherapeutischer
Unterstützung. „Kinder und Jugendliche wachsen in einer von
Unsicherheit, Teuerung und Zukunftsängsten geprägten Zeit auf. Diese
Dauerbelastung hinterlässt Spuren. Wir sehen immer häufiger, dass
junge Menschen psychische Unterstützung brauchen, diese aber nicht
rechtzeitig oder gar nicht bekommen. Konkret fehlen 80.000
kassenfinanzierte Therapieplätze für Kinder und Jugendliche“ , warnt
Fenninger.

Zwtl.: Ausbau der Versorgung dringend notwendig

Auch der Rechnungshof kritisierte im letzten Jahr, dass Kinder
und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen in sehr hohem Maße
unterversorgt sind. „Kinder- und Jugendgesundheit muss endlich
umfassend abgesichert werden, sowohl durch den raschen
österreichweiten Ausbau bedarfsdeckender Kassenplätze, als auch durch
eine Kindergrundsicherung, die Armut wirksam bekämpft. Wer heute
nicht investiert, zahlt morgen den Preis: sozial, gesundheitlich und
volkswirtschaftlich“ , appelliert Fenninger an die politischen
Verantwortungsträger*innen.