Düsseldorf (OTS) – Düsseldorf (ots)
– Vodafone und Ericsson haben zwei KI-gestützte Sprachdienste
erfolgreich in einem Testszenario erprobt: Echtzeit-
Geräuschunterdrückung und Live-Übersetzung direkt aus dem
Mobilfunknetz.
– Die Innovation verbindet einen Anwendungsserver und eine KI-
Plattform von Vodafone mit einem KI-Gateway und Kernnetz-Technologie
von Ericsson. So werden erweiterte Funktionen auf herkömmlichen
Smartphones ohne spezielle App möglich.
– Der Labortest markiert einen wichtigen Meilenstein im gemeinsamen
Programm „Core Network of the Future“ von Vodafone und Ericsson, mit
dem beide Unternehmen neue Technologien für intelligente Netze und
Kommunikationsdienste entwickeln und validieren.
Vodafone und Ericsson haben zwei wegweisende, netzintegrierte KI-
Sprachdienste erfolgreich getestet, die das Erlebnis klassischer
Mobilfunkgespräche verändern können. Der Test zeigte eine Echtzeit-
Geräuschunterdrückung für deutlich verständlichere Anrufe sowie eine
Live-Übersetzung während des Gesprächs. Beides funktioniert ohne
spezielle App und ohne neue Smartphone-Hardware.
Der Erfolg ist ein wichtiger Meilenstein im gemeinsamen Programm
„Core Network of the Future“. Die Initiative untersucht, wie
fortschrittliche KI-Funktionen direkt in das Netz eines
Kommunikationsanbieters integriert werden können. So wird das Netz zu
einer intelligenten Plattform für Innovationen. Werden solche Dienste
direkt aus dem Netz bereitgestellt – und nicht über einzelne Apps
oder Endgeräte -, können sie grundsätzlich auf jedem Smartphone
genutzt werden. Für Vodafone entsteht damit ein skalierbarer Weg,
neue Funktionen schrittweise für Privat- und Geschäftskunden
einzuführen.
Möglich wurde der technische Durchbruch durch die Integration
eines von Vodafone entwickelten Anwendungsservers und einer KI-Engine
mit dem IP Multimedia Subsystem (IMS) von Ericsson.
Programmierschnittstellen verbinden dabei die Telekommunikations- und
KI-Systeme miteinander. Diese Architektur ermöglicht es dem Netz, KI-
gestützte Funktionen direkt auf Sprachdienste anzuwenden, während
Anrufe verarbeitet werden. Demonstriert wurden zwei Anwendungsfälle:
– KI-basierte Geräuschunterdrückung: Der Dienst erkennt und entfernt
Hintergrundgeräusche in Echtzeit. So bleiben Gespräche auch in lauten
Umgebungen wie belebten Straßen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder
Baustellen besser verständlich.
– KI-basierte Echtzeit-Übersetzung: Der Dienst übersetzt ein Gespräch
zwischen zwei Sprachen live während des Anrufs. So können Menschen
miteinander kommunizieren, auch wenn sie keine gemeinsame Sprache
sprechen.
Fabrizio Rocchio, Netz- und Technikchef von Vodafone Deutschland,
sagt: „Künstliche Intelligenz kann Mobilfunkgespräche spürbar
einfacher machen. Menschen können sich leichter verständigen, auch
wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen oder an lauten Orten
telefonieren. Ein ‚Sorry, hier ist es gerade sehr laut, ich melde
mich lieber später nochmal‘, könnte damit bald Geschichte sein.
Daniel Leimbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ericsson
Deutschland, sagt: „Dieser erfolgreiche Test mit Vodafone zeigt, wie
netzintegrierte KI das Mobilfunkerlebnis erweitern kann. Wir
kombinieren die KI-Fähigkeiten von Vodafone mit unseren Kernnetz- und
Medienverarbeitungs-Technologien. So zeigen wir, dass Dienste wie
Echtzeit-Übersetzung und Geräuschunterdrückung direkt über das Netz
bereitgestellt werden können. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu
intelligenteren und programmierbaren Netzen, die neuen Mehrwert für
Kunden schaffen.“
Der erfolgreiche Test steht für eine Entwicklung, die in der
Telekommunikationsbranche bereits begonnen hat: Netzbetreiber prüfen
zunehmend, wie KI-gestützte Dienste direkt aus ihren Netzen
bereitgestellt werden können. Wenn Intelligenz vom Endgerät ins Netz
verlagert wird, können Anbieter Innovationen schneller umsetzen, die
Dienstqualität gezielter steuern und neuen Nutzen für Privat- und
Geschäftskunden schaffen.
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