Wien (OTS) – Von Wien über Kärnten und die Steiermark bis nach Tirol,
von Pop und
Rock bis Ballade: Aus mehr als 500 Bewerbungen aus allen
Bundesländern, in verschiedenen Sprachen und quer durch alle Genres
sind nun zwei Bands und zehn Einzelkünstlerinnen und -künstler ihrem
großen Traum, Österreich am Samstag, dem 16. Mai 2026, beim 70.
Eurovision Song Contest in Wien zu vertreten, einen Schritt näher.
Diese zwölf Acts haben das ORF-Redaktionsteam und die Scouts mit
herausragender Bühnenpräsenz und beeindruckenden Stimmen bei den Live
-Castings Ende November überzeugt und stellen sich am Freitag, dem
20. Februar, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON Jury und Publikum.
Denn erstmals seit 2016 gibt es mit „Vienna Calling – Wer singt für
Österreich?“ wieder einen nationalen Vorentscheid, bei dem die
Zuseher:innen mitentscheiden können, wer für Österreich ins Rennen
gehen wird. Moderiert wird die Live-Show von Alice Tumler, die Teil
des Moderationsquartetts des ESC 2015 in Wien war, und Cesár Sampson,
der beim Song Contest 2018 in Lissabon für Österreich den dritten
Platz geholt und gemeinsam mit Eberhard Forcher und Peter Schreiber
als Scout beim aktuellen Auswahlprozess fungiert hat.
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz: „Der ESC feiert
sein erstes großes Finale“
„Österreich beweist einmal mehr sein Talent und seinen hohen
Stellenwert als Musikland. Dazu zählen nicht nur die Erfolge
vergangener ESC-Teilnehmer:innen, sondern auch die überaus kreativen
und vielfältigen Song-Einreichungen. Und: Es bedarf einer großen
Portion Mut, sich nach einem Sieger-Jahr auf diese internationale
Bühne zu stellen. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Endauswahl
sind genau das: mutig, bunt und voller Vielfalt. Nach der intensiven
Vorauswahl durch Jury und Redaktion liegt es nun in der Hand unseres
Publikums, wer aus den Top 12 Österreich beim ESC vertritt. Jede
Stimme zählt – und für die Gewinner:innen startet vielleicht die
wichtigste Reise ihres musikalischen Lebens. Ich freue mich für jede
und jeden und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel
Erfolg – und Momente, die bleiben. Der ESC feiert sein erstes großes
Finale.“
Die Top 12
Anna-Sophie, 25 Jahre, Steiermark
„Superhuman“ (Pop, Englisch)
„Ich habe den Song geschrieben, weil ich mich oft sehr unsicher
fühle. Ich höre dann gerne Songs, die mich motivieren und mir wieder
Kraft geben. Und genau das soll der Song bewirken und zeigen, dass in
jedem ein Superhuman steckt. Der ESC ist eigentlich eine riesige
Party, wo es kein Richtig oder Falsch gibt. Egal, wie man sich
musikalisch oder kreativ auslebt – es wird gefeiert. Und deswegen
finde ich es so cool.“
Bamlak Werner, 24 Jahre, Kärnten
„We Are Not Just One Thing“ (Pop, Englisch)
„In meinem Song geht es darum, dass man mehr ist als nur eine
Sache. Er soll den Menschen das Gefühl geben, dass man wirklich sein
kann, was man möchte. Das ist total wichtig in unserer Zeit. In dem
Lied stecken sehr viel Liebe und ehrliche Arbeit, das möchte ich auf
einer riesigen Bühne zeigen – und der ESC ist so eine unglaubliche
Chance dafür.“
Cosmó, 19 Jahre, Wien
„Tanzschein“ (Pop, Deutsch)
„Ich hatte eine Erfahrung in einem Club, wo ich so excited war,
endlich hinzugehen – und auf einmal tanzt keiner. Und im Song geht es
darum, dass es in Clubs wieder ums Tanzen gehen soll und man nur mit
einem ‚Tanzschein‘ reinkommt. Der ESC ist für mich ein großer Traum.
Ich habe damals als Kind im Fernsehen gesehen, wie Conchita Wurst
gewonnen hat – und dann vergangenes Jahr, wie JJ gewonnen hat. Das
waren für mich Momente voller Adrenalin und Glücksgefühle.“
David Kurt, 26 Jahre, Wien
„Pockets Full of Snow“ (Ballade, Englisch)
„In meinem Song geht es um Liebe und das Gefühl, das man hat,
wenn man an bedeutende Momente in seinem Leben denkt und merkt, dass
man nicht in die Vergangenheit zurückkehren kann. Der ESC ist so eine
riesige Show, bei der es doch einigen immer wieder gelingt, echte
Emotionen zu erzeugen. Ich bin kein großer Showman, aber dass das
Publikum etwas spürt und echte Ehrlichkeit im Raum ist – das will ich
mit meinem Song erreichen.
Frevd (fünf Personen), Wien
„Riddle“ (Rock, Englisch)
„Wir setzen uns künstlerisch mit der Gedankenwelt von Sigmund
Freud auseinander. Unsere Musik liegt zwischen Realität und Traum und
soll die Menschen dazu bewegen, sich selbst zu reflektieren. Im Song
geht es um einen Menschen, der mit schweren Entscheidungen und
Orientierungslosigkeit konfrontiert ist und Hilfe sucht, um aus
diesem Labyrinth hinauszufinden. Der ESC ist für uns die größte Bühne
der Welt, wo unterschiedliche Kulturen und Menschen zusammenkommen
und sich gemeinsam an den Tiefen und Untiefen des Lebens erfreuen.“
Julia Steen, 23 Jahre, Kärnten
„Julia“ (Deutsch-Pop)
„Mein Song ist eine Hommage daran, im Leben Empowerment und
Stärke zu zeigen. Ich möchte damit dazu ermutigen, dass der Weg, den
man geht, der richtige ist, und den Menschen die Stärke mitgeben,
alles schaffen zu können, wenn sie es wirklich möchten. Ich möchte
zum ESC, weil ich glaube, dass Musik und dieses Feeling über
Sprachbarrieren und Ländergrenzen verbinden. Das ist die oberste
Priorität beim ESC.“
Kayla Krystin, 31 Jahre, Tiroler
„I brenn“ (Austro-Pop)
„In dem Song geht es um meinen Weg vom Schatten und Selbstzweifel
zum Wiederaufstehen und innerer Stärke. Ich singe im Dialekt, weil
ich die Menschen berühren und erreichen will. Für mich war es immer
schon ein Traum, beim ESC dabei zu sein. Man hat die Möglichkeit, so
viele Menschen zu erreichen und zu berühren – das ist mir extrem
wichtig.“
Lena Schaur, 22 Jahre, Tirol
„Painted Reality“ (Pop, Englisch)
„In meinem Song geht es um das Streben nach Perfektionismus und
darum, sich für andere verstellen zu wollen oder zu müssen. Ein
Thema, das mich selber schon lange beschäftigt und vor allem in der
heutigen Zeit mit Social Media so präsent ist. Ich möchte gerne zum
ESC, weil ich sehr fasziniert davon bin. Ich sehe es auch nicht als
Competition, ich will auf dieser Bühne stehen und den Zusammenhalt
und die Vielseitigkeit feiern.“
Nikotin, Österreich
„Unsterblich“ (Pop, Deutsch)
„In meinem Song geht um die Dualität von Himmel und Hölle und
darum, niemals sterben zu wollen. Man könnte sagen, es ist eine
moderne Frankenstein-Geschichte oder die Suche des Ewigen. Der ESC
ist das größte Musik-Event der ganzen Welt, wo Länder zusammenkommen,
um in Frieden und Harmonie Zeit zu verbringen und Kunst
auszutauschen.“
Philip Piller, 30 Jahre, Wien
„Das Leben ist Kunst“ (Pop, Deutsch)
„Meine musikalische Karriere hängt mit der Diskrepanz zusammen,
die bei der eigenen Reflexion oft in einem entsteht. Dass es darum
geht, beides in sich zu tragen – das Leid und das Schöne. Und darum,
wie wichtig das ist, um daran zu wachsen. ‚Das Leben ist Kunst‘
klingt so universal wahr und ist für mich ein gutes Motto. Ich finde
den ESC so nice, weil man eine gewisse Narrenfreiheit hat und sich
Mut oft auszahlt. Und noch dazu ist es eine der größten Bühnen der
Welt.“
Reverend Stomp (vier Personen), Wien
„Mescalero Ranger“ (Pop, Englisch)
„Im Song geht es um eine neue Welt und den Abschied. Es geht
darum, sich bei einem Persönlichkeitswandel mit Dingen abzufinden,
die ich von früher in mir habe, und bereit dafür zu sein, einen neuen
Weg zu gehen. Die große ESC-Bühne wäre eine richtige Herausforderung
für uns, der wir uns gerne stellen würden. Es wäre für uns etwas ganz
Neues.“
Tamara Flores, 28 Jahre, Wien
„Chingona“ (Latin Pop, Spanisch/Deutsch)
„Der Song hat die Message, dass man gut ist, so wie man ist –
solange man ehrlich zu sich selbst ist und seinen Weg geht, egal
welche Meinungen vielleicht von außen kommen. Ich singe auf Spanisch
und Deutsch, weil ich mit beiden Sprachen aufgewachsen bin und es mag
sie zu kombinieren, weil sie so unglaublich unterschiedlich sind. Der
ESC bedeutet für mich ein Zusammentreffen von vielen
unterschiedlichen Menschen, die gemeinsam die Musik feiern.“




