Wien (OTS) – Langfristiger Rahmenvertrag schafft Basis für gemeinsame
Projekte in
den Bereichen Energieversorgung, Wasserstoff, Batteriespeicher,
Ausbau erneuerbarer Energie und Flexibilitätsvermarktung.
Die voestalpine AG und VERBUND bauen ihre langjährige
Zusammenarbeit weiter aus. Mit der Unterzeichnung eines erweiterten
Rahmenvertrags bekräftigen beide Unternehmen ihr gemeinsames Ziel,
die Transformation der Industrie und der Energiesysteme aktiv
voranzutreiben. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die
Umsetzung konkreter Projekte und die Zusammenarbeit in den Bereichen
erneuerbare Energieversorgung und Wasserstoff.
Die Partnerschaft zwischen voestalpine und VERBUND reicht bereits
mehr als ein Jahrzehnt zurück. Aufbauend auf dem 2015 unterzeichneten
Memorandum of Understanding und dessen Verlängerung im Jahr 2023 wird
die Zusammenarbeit nun auf eine neue Ebene gehoben.
„ Die Transformation der Industrie gelingt nur gemeinsam. Mit der
voestalpine verbindet uns eine langjährige und vertrauensvolle
Partnerschaft. Der erweiterte Rahmenvertrag schafft die Grundlage, um
innovative Energie- und Infrastrukturprojekte rasch umzusetzen und
die Versorgung der energieintensiven Industrie nachhaltig,
wettbewerbsfähig und klimafreundlich weiterzuentwickeln. Gemeinsam
entwickeln wir Lösungen, die den Industriestandort stärken und den
unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Standorte gerecht
werden“ , so Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender der VERBUND AG.
Zwtl.: Starke Partnerschaft für einen wettbewerbsfähigen
Industriestandort
Im Mittelpunkt der erweiterten Partnerschaft stehen die
langfristige Energieversorgung der voestalpine-Standorte sowie die
gemeinsame Entwicklung innovativer Infrastruktur- und
Energielösungen. Dazu zählen standortspezifische Projekte zur Nutzung
erneuerbarer Energien ebenso wie Lösungen für Wasserstoff,
Energiespeicherung und Flexibilitätsvermarktung. Je nach Standort und
technischer Ausgangssituation werden unterschiedliche
Versorgungskonzepte verfolgt. Der weltweit tätige Stahl- und
Technologiekonzern hat mit greentec steel eine klare Strategie zur
Transformation seiner Stahlproduktion. In einem ersten Schritt wird
der Konzern bis 2029 mehr als 30 % seiner CO2-Emissionen reduzieren.
Das entspricht rund 5 % der CO2-Emissionen Österreichs.
Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG
und Leiter der Metal Engineering Division, sagt: „ Mit VERBUND haben
wir einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite, mit dem
wir gemeinsam an Lösungen für eine sichere, wirtschaftliche und
nachhaltige Energieversorgung arbeiten. Die vertiefte Zusammenarbeit
ist ein wichtiger Schritt, um unser Transformationsprojekt greentec
steel langfristig erfolgreich umzusetzen .“
Parallel dazu wird die erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich
Wasserstoff fortgesetzt. Die bereits 2019 am voestalpine-Standort
Linz errichtete Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE – und damit die
weltweit am längsten laufende Wasserstoff-Pilotanlage ihrer Art –
wird hinsichtlich Produktion, Speicherung, Verladung und
Weiterverwendung von grünem Wasserstoff weiterentwickelt.
Gleichzeitig arbeiten beide Unternehmen an einer langfristigen
Roadmap für die Versorgung einiger voestalpine-Standorte mit grünem
Wasserstoff.
Zwtl.: Speicherlösungen und erneuerbare Energie für eine klimafitte
Industrie
Auch im Bereich Flexibilität und Energiespeicherung wollen
VERBUND und voestalpine ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. Geprüft
wird die Umsetzung von Batteriespeicherprojekten an den Standorten
Kindberg sowie in Donawitz. Darüber hinaus werden weitere Potenziale
an Standorten in Deutschland untersucht. Batteriespeicher leisten
einen wichtigen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien,
erhöhen die Flexibilität im Energiesystem und stärken die
Versorgungssicherheit industrieller Prozesse.
Aufbauend auf bereits erfolgreich umgesetzten Projekten wollen
beide Unternehmen zudem weitere Möglichkeiten für den Ausbau
erneuerbarer Energieerzeugung an geeigneten Standorten erschließen.
In den vergangenen Jahren wurden gemeinsam Photovoltaikanlagen
realisiert, darunter Anlagen bei voestalpine Tubulars am Standort
Donawitz sowie bei voestalpine Wire Rod. Darüber hinaus werden
weitere Kooperationsmöglichkeiten geprüft, etwa bei langfristigen
Stromlieferverträgen aus erneuerbaren Energiequellen (PPA), beim
Ausbau weiterer Photovoltaikanlagen sowie bei innovativen
Absicherungs- und Vermarktungsmodellen.
„ Wer die industrielle Zukunft Europas sichern will, muss auch
die Energieversorgung neu denken. Genau hier setzen wir gemeinsam mit
voestalpine an. Wir gestalten ein Energiesystem, das erneuerbare
Energie, Wasserstoff, Speicher und intelligente Bewirtschaftung als
ein leistungsfähiges Gesamtsystem verbindet, das mitdenkt und
mitwächst. So wird aus Energie ein strategischer Hebel für
Dekarbonisierung, Innovation und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
Dafür wollen wir gemeinsam Maßstäbe setzen – für die Industrie, für
Österreich und für Europas Zukunft “, erklärt Susanna Zapreva,
Vorstandsmitglied und Chief Renewables Officer (CRO) der VERBUND AG.
Auch für die nächsten Schritte in Richtung greentec steel schafft
die Zusammenarbeit wichtige Voraussetzungen. „ Für greentec steel
benötigen wir langfristig verfügbare erneuerbare Energie,
leistungsfähige Infrastruktur und innovative Technologien. Die
Zusammenarbeit mit VERBUND schafft dafür wichtige Voraussetzungen und
unterstützt uns dabei, die nächsten Schritte bei der Transformation
unserer Stahlproduktion an den jeweiligen Standorten konsequent
voranzutreiben “, so Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der
voestalpine AG und Leiter der Steel Division.
Der Rahmenvertrag läuft bis Ende 2029 und schafft einen
verbindlichen Rahmen für die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung
zukunftsweisender Projekte und unterstreicht das gemeinsame
Bekenntnis von voestalpine und VERBUND zu Innovation,
Versorgungssicherheit und einer zukunftsfähigen Energieversorgung der
Industrie.
Zwtl.: Über VERBUND
VERBUND ist Österreichs führendes Energieunternehmen und einer
der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Rund 95 Prozent
des Stroms erzeugt das Unternehmen aus erneuerbaren Energien,
vorwiegend Wasserkraft. VERBUND handelt in 12 Ländern mit Strom und
erzielte 2025 mit rund 4.400 Mitarbeiter:innen ein Konzernergebnis
von rund 1.489 Mio. Euro und ein EBITDA von rund 2.737 Mio. Euro. Mit
Tochterunternehmen und Partnern ist VERBUND von der Stromerzeugung
über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv.
Seit 1988 notiert VERBUND an der Börse Wien, 51 % des Aktienkapitals
besitzt die Republik Österreich. Weitere Informationen:
www.verbund.com
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