SWÖ: Keine Einigung in 4. Verhandlungsrunde

Wien (OTS) – Neben den Entgeltforderungen standen diesmal auch
zentrale
materiellrechtliche Verbesserungen des Kollektivvertrags im Fokus.

„Es geht heuer nicht um große Spielräume, sondern darum, das
Erreichte zu sichern und die Arbeitsbedingen zu verbessern.“, so SWÖ-
Chefverhandlerin Yvonne Hochsteiner.

Die SWÖ hat in den Gesprächen erneut klar aufgezeigt, dass die
finanziellen Rahmenbedingungen durch massive Kürzungen von Bund,
Ländern und Gemeinden extrem angespannt sind. SWÖ-Vorsitzender Erich
Fenninger betont daher: „Die Beschäftigten leisten Außerordentliches
und verdienen höchste Wertschätzung – wir wollen mehr ermöglichen,
aber wir können es nicht, wenn die Fördergeber die notwendigen Mittel
nicht bereitstellen. Wenn uns nicht mehr finanziert wird, stoßen wir
an Grenzen, die wir allein nicht überschreiten können.“

Zwtl.: Verantwortungsvolles Gesamtpaket angeboten.

Trotz äußerst schwieriger Rahmenbedingungen – insbesondere der
massiven Kürzungen von Bund, Ländern und Gemeinden – hat die SWÖ in
den Verhandlungen alles getan und ist budgetär an die Grenze des
Finanzierbaren gegangen.

Konkret beinhaltet das Gesamtangebot rund 2,3 % für 2026 (KV-
Gehälter ab 01.04.2026) und rund 1,7% für 2027 (KV-Gehälter ab
01.01.2027).

Darüber hinaus ist die SWÖ den Gewerkschaften auch
materiellrechtlich erheblich entgegengekommen , beispielsweise die
Forderung der Arbeitnehmer*innen in Bezug auf geteilte Dienste oder
die Möglichkeit der Erhöhung des Wochenstundenausmaßes für
Teilzeitbeschäftigte. Auch Verbesserungen in den Verwendungsgruppen
einzelner Berufsgruppen wurden angeboten.

Zwtl.: Solides und verantwortungsvolles Gesamtpaket

Das vorgelegte Angebot ist – auch im Vergleich zu jüngsten
Abschlüssen in anderen Branchen – als solides, verantwortungsvolles
und finanziell realisierbares Paket zu werten. In Kombination mit den
materiellrechtlichen Anpassungen hätte es spürbare Verbesserungen für
die Beschäftigten gebracht.

Zwtl.: Gespräche werden im Jänner fortgeführt

In einer Phase, in der soziale Infrastruktur und Wohlfahrtsstaat
massiv unter politischem Druck stehen, müssen die Sozialpartner
gemeinsam Verantwortung übernehmen – und die Politik in die Pflicht
nehmen.