Wien (OTS) – Am 24. September 2026 fand der feierliche Spatenstich
zur Sanierung
der Volksschule 21., Marco-Polo-Platz 9 statt. Vizebürgermeisterin
Bettina Emmerling, Bezirksvorsteher Georg Papai, Abteilungsleiterin
der Stadt Wien – Schulen Andrea Trattnig sowie weitere Projektpartner
*innen versammelten sich zum Baustart des nächsten innovativen
Modernisierungsprojekts in Floridsdorf.
Erweiterung und Sanierung
Mit einem Investitionsvolumen von rund 26,7 Millionen Euro wird
die Volksschule 21., Marco-Polo-Platz 9 bis zum kommenden Schuljahr
umfassend saniert. Die Stadt Wien unterstützt den Bezirk bei der
Finanzierung mit einer Sonderförderung von bis zu 80 Prozent der
Kosten.
Am Marco-Polo-Platz entsteht eine Ganztagsschule mit Platz zum
Lernen, Essen und Bewegen, und am Nachmittag nutzen auch die
Jugendlichen aus dem Grätzl die neuen Sportplätze. Gerade bei der
Sanierung älterer Schulen ist uns wichtig, den Hitzeschutz von Anfang
an mitzudenken, damit Kinder auch an heißen Tagen gut lernen können“,
betont Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.
Das Projekt umfasst mehrere Bauabschnitte: die Errichtung eines
Ersatzquartiers, die Modernisierung des Bestandsgebäudes und die
Einrichtung eines neuen Jugendzentrums.
„Nach einjähriger Bauphase konnte nun das Ersatzquartier für die
Zeit der Sanierung eröffnet werden“, so Abteilungsleiterin Mag a
Andrea Trattnig. „Der erste Schritt ist somit geschafft und wir
blicken mit großer Vorfreude auf die weitere Modernisierung der
Volksschule.“
Ziel des Vorhabens ist die Sanierung und Erweiterung des
Standortes zur Führung einer 13-klassigen Pflichtschule mit
schulischer Ganztagesbetreuung. Das Erdgeschoss und der Keller werden
grundlegend umgestaltet und durch kleinere Anbauten ergänzt. Dadurch
entstehen unter anderem moderne Multifunktionsräume, eine Bibliothek,
ein Speisesaal mit Aufwärmküche und ein modernisierter Turnsaal.
Damit wird die Grundlage für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte
Bildung, die den Anforderungen von morgen gerecht wird, geschaffen.
„Eine gute Schule braucht nicht nur engagierte Pädagoginnen und
Pädagogen, sondern auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Mit der
Sanierung und Erweiterung der Volksschule am Marco-Polo-Platz
schaffen wir mehr Platz und ein modernes Umfeld, in dem Kinder gut
lernen und sich entwickeln können. Ich betone immer wieder: Bildung
darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein. Deshalb
investieren wir in Floridsdorf seit Jahren ganz bewusst in unsere
Schulen und Bildungseinrichtungen. Denn jeder Euro, den wir hier
investieren, ist eine Investition in die Chancen unserer Kinder – und
damit in die Zukunft unseres Bezirks,“ betont Bezirksvorsteher Georg
Papai.
Durch den Einsatz ökologischer Bauweisen und energieeffizienter
Technik stellt das Projekt außerdem eine nachhaltige und
umweltfreundliche Nutzung sicher. Auf dem Dach werden eine
Photovoltaikanlage zur Deckung des Energiebedarfs installiert,
während die Wärmeversorgung zukünftig mittels Wärmepumpe und Erdwärme
erfolgen wird.
Ab Herbst 2027 erfolgt abschließend die Adaptierung des
derzeitigen Ersatzquartiers zum neuen Jugendzentrum.
Platz zum Spielen und Verweilen
Auch die Freiraumgestaltung hat bei diesem Projekt einen hohen
Stellenwert. Eine großzügige Grünfläche soll durch vielfältige Spiel-
und Sitzmöglichkeiten sowohl in der Freizeit als auch verbunden mit
dem Unterricht Abwechslung bieten. Zudem wurde bei der Planung des
Vorhabens berücksichtigt, den wertvollen Baumbestand größtenteils zu
erhalten. Eine Begrünung des Vorplatzes am Grundstück wurde ebenfalls
mitgedacht.
Zukünftig werden auf der Fläche des derzeitigen Hartplatzes
außerdem zwei neue Hartplätze errichtet. Diese werden für die
Schulnutzung zur Verfügung stehen und sollen außerhalb der
Betriebszeiten der Schule auch durch das Jugendzentrum genutzt
werden. Damit entsteht eine wichtige Synergie zwischen dem
Schulstandort und den Jugendlichen im Grätzl.
Die Kinder und Jugendlichen werden aktiv in die Gestaltung ihres
Freiraums eingebunden. Die Klima- und Innovationsagentur Wien (UIV)
begleitet dafür das Projekt im Auftrag der Abteilung Stadt Wien –
Schulen (MA 56) über alle Projektphasen. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Bedürfnisse der Nutzer*innen kontinuierlich bei der Planung
und Umsetzung berücksichtigt werden.