Wien (OTS) – Angesichts der jährlichen Lärm- und Feinstaubbelastung
durch
Silvesterfeuerwerke fordert der WWF Österreich mit einer Petition ein
umfassendes Verbot von Böllern und Raketen. “Silvester bedeutet für
viele Wild- und Haustiere enormen Stress. Lärm, Lichtblitze und
Gestank lösen panikartige Reaktionen aus”, warnt Hanna Simons,
Programmleiterin des WWF Österreich. Außerdem wirkt sich der
Feinstaub negativ auf Umwelt und Gesundheit aus. Der WWF appelliert
daher an die Bundesregierung, Verkaufsverbote für Personen ohne
Pyrotechnikausweis für Feuerwerkskörper der Klasse F2 – auch
Kleinfeuerwerk genannt – einzuführen. “Die bereits jetzt gültigen
Verwendungsverbote im Ortsgebiet und in der Nähe von Krankenhäusern
oder Tierheimen können in der Praxis nicht durchgesetzt werden und
reichen daher nicht aus, um Tiere, Natur und Menschen zu schützen”,
so Simons. Daher sollen der Besitz und die Nutzung pyrotechnischer
Produkte außerhalb professioneller Veranstaltungen konsequent
reguliert werden. “Was wir brauchen, ist ein klares, ganzjähriges
Verbot von Feuerwerken in Schutzgebieten, in der Nähe von Gewässern
und bei wichtigen Brutplätzen von Vögeln“, sagt Simons.
Die schmutzige Seite der Silvesternacht
Trotz bestehender Regelungen wie dem Verbot im Ortsgebiet und in der
Nähe von Tierheimen, Krankenhäusern und Altersheimen wird vielerorts
weiter gezündelt. Die Schäden sind jedes Jahr aufs Neue sichtbar.
Pyrotechnik und deren Rückstände führen zu messbarer
Luftverschmutzung sowie einer Belastung von Böden und Gewässern.
Jedes Jahr bleiben hohe Feinstaubwerte, krebserregende Schadstoffe,
Müllberge und Mikroplastik als schmutzige Seite der Silvesternacht
zurück. Zudem führen gefährliche Feuerwerkskörper, die derzeit noch
an Jugendliche ab 16 Jahren verkauft werden dürfen, zu Bränden,
Unfällen und sogar Todesfällen. „Es ist höchste Zeit, dass die
Bundesregierung Verantwortung übernimmt: Silvester muss nachhaltiger,
tierfreundlicher und sicherer werden“, sagt WWF-Programmleiterin
Hanna Simons.
Die Auswirkungen von Feuerwerken und Böllern auf Wildtiere sind
besonders gravierend: Sie können Zug- und Wanderverhalten
beeinträchtigen, zu Fluchtreaktionen führen oder
Fortpflanzungsprozesse stören. Als tier- und umweltschonende
Alternativen nennt der WWF moderne Lichtshows oder Lasertechnik, die
weder Tiere noch Menschen belasten und gleichzeitig stimmungsvolle
Silvesterfeiern ermöglichen.
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