Wien (OTS) – Der 14. April steht ganz im Zeichen des Notrufs 144 und
rückt die
zentrale Rolle des Rettungswesens in Österreich ins Bewusstsein. Der
heimische Rettungsdienst ist rund um die Uhr erreichbar und versorgt
jährlich hunderttausende Menschen. Denn bei lebensbedrohlichen
Notfällen – ob Unfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall – zählt jede
Sekunde.
Gerade weil das Rettungswesen eine tragende Säule des
Gesundheitssystems ist, braucht es verlässliche und zeitgemäße
Rahmenbedingungen. Doch genau hier zeigt sich ein massiver
Reformstau: Die bestehenden gesetzlichen Regelungen halten mit den
aktuellen Anforderungen längst nicht mehr Schritt.
Sanitätergesetz: Ankündigungen reichen nicht
„Wir werden nicht müde, es zu betonen: Österreich braucht jetzt
eine umfassende Novellierung des Sanitätergesetzes“, erklärt Wolfgang
Dihanits, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des
Samariterbundes. „Die Bundesregierung hat sich dazu bekannt – doch
diesem Bekenntnis müssen endlich konkrete Schritte folgen.“
Die Anforderungen an das Rettungswesen steigen kontinuierlich.
Ohne klare gesetzliche Anpassungen drohen Engpässe, die langfristig
die Qualität der Versorgung gefährden.
Der Samariterbund fordert daher eine bundesweite
Qualitätsoffensive mit modernen, einheitlichen Standards. „Die
Politik muss Stellung beziehen und auch finanziell Verantwortung
übernehmen. Das Bekenntnis zu einem starken Rettungswesen schließt
auch mit ein, den Einsatzorganisationen nicht noch mehr Kostendruck
aufzubürden“, so Dihanits.
Konkrete Vorschläge liegen am Tisch – jetzt ist die Politik am
Zug!
Der Samariterbund hat bereits 2024 ein umfassendes
Positionspapier mit konkreten Reformvorschlägen vorgelegt. Ziel ist
eine zukunftssichere präklinische Versorgung sowie eine
Modernisierung von Ausbildung und Berufsrecht.
Ein zentraler Punkt: den Beruf der Sanitäter:innen attraktiver zu
machen. „Seit 2002 hat sich das Rettungswesen grundlegend verändert.
Medizinischer Fortschritt, neue Technologien und das
Bevölkerungswachstum machen eine Anpassung des Gesetzes
unausweichlich“, betont Dihanits.
Besonders wichtig ist eine Ausbildung, die sich an europäischen
Standards orientiert: „Gut ausgebildete Rettungskräfte sind ein
entscheidender Faktor, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu
entlasten. Genau deshalb ist eine Reform jetzt wichtiger denn je“, so
Dihanits abschließend.
Der Befund ist eindeutig: Es liegt alles auf dem Tisch – jetzt
braucht es politischen Willen und rasches Handeln!
www.samariterbund.net/asboe-positionspapier-sang





